Beiträge von McChris

    Meine sind ja Berufs-Pöbler quasi, sie sollen und dürfen im Herdenschutz natürlich auch Hunde verbellen. Sie differenzieren da sehr gut, sich ruhig verhaltende Hunde, die nah bei ihrem Menschen sind, bekommen nur ein "Hallo wir sind hier und machen unseren Job" zugerufen, Hunde, die die Impertinenz besitzen, sich der Weidefläche zu nähern (da gibts keinen Weg am Zaun lang), werden massiver verbellt, klar. Caniden aller Art sind nun mal der Feind der Weidetiere. Und DIREKT am Zaun ein Fremdhund, ja, da bricht die Hölle los. Das geht gar nicht. Sobald der andere Hund in irgendeiner Art und Weise deeskaliert (da reicht auch ein Andeuten, manche Halter kriegen das gar nicht mit, dass ihr Hund da was deeskalierendes macht und ziehen den Hund, der grad versucht, ein Bogen laufen anzudeuten, an der Leine wieder zu sich ran) und das Imperium der Mc`s anerkennt, ist der Drops gelutscht.

    ...

    Hundekopf von aussen durch den Zaun reinstecken lassen, finde ich überaus unverschämt von den jeweiligen Haltern. Das ist für einen territorial veranlagten Hund IM Garten eine Zumutung. Da dürfte hier auch der normale Hund seine Meinung zu kund tun.

    (man stelle sich das mal als Menschen-Benehmen vor, man liegt da im Liegestuhl und plötzlich kommt da ein Kopf aus der Hecke, da würde auch der Kangal in mir geweckt werden....)

    Wichtig wäre mir allerdings, dass der Hund auch sofort wieder runterfahren kann und sich gleich wieder entspannt.

    Klar, kann man machen, den Tierhaltern zu sagen, was sie bei der Berufskrankheit Nr. 1 bei Herdenschutzhunden im Einsatz, der Magendrehung, als EH tun können, viel besser wäre es allerdings, sich zu fragen, WARUM das die Erkrankung Nr. 1 ist....

    Stress, Stress, Stress ist der Hauptauslöser dafür.

    z. B. durch:

    zu hohen Wolfsdruck

    zu wenig Hunde

    ungeeignete Zusammensetzung der Hundeteams

    zu große, zu unübersichtliche Flächen

    zu anstrengendes Umfeld

    Fütterungspraxis wie z. B. größere Mengen Trockenfutter bei einmal täglicher Fütterung

    https://www.protectiondestroupeaux.ch/fileadmin/doc/…ndeapotheke.pdf

    1. hat’s geklappt? Bei welchen Pflanzen?

    Ich hatte etwas später vorgezogen als sonst. Statt Februar erst Anfang März.

    Tomate, Chili, Paprika.

    2. wie kühl war es bei euch und welche Lichtverhältnisse hattet ihr?

    Hier ists immer ein Westfenster, die Temperatur war zwischen 15 und 18° - ich hab die Anzuchtkästen nachts in die Küche gestellt, das ist hier der wärmste Raum durch den Holzofen.Das war sozusagen ein umgedrehter Tag-Nacht-Temperaturwechsel.

    Was ich immer mache, eben wegen West-Fenster und doofen Lichtverhältnissen: die Pflanzen sehr früh wenigstens für kurze Zeit täglich in ein warmes Frühbeet stellen, sonst gaggeln sie nur. So klappt das all die Jahre ganz gut hier, ohne dass sie vergeilen.

    dann finde ich die Art des Einsatzes gegen den Führer eines vermutlich gefährlichen Hundes mehr als irritierend.

    Ja, ich auch.

    Der Hund war da wieder und noch an der Leine und so habe ich auch die verschiedenen Berichte gelesen.

    Wenn derjenige - egal wie unkooperativ der gerade ist - der den Hund an der Leine hat, ausgeschaltet wird, liegt es nahe, dass der die Leine loslassen könnte.

    Ich mag da keinen Vorwurf an die Polizei draus konstruieren, vom Beschriebenen stelle ich mir die Situation äusserst turbulent und angespannt vor, die waren offensichtlich im Handlungs-Zwang, aber das Geschehen ist rückwirkend betrachtet äusserst unglücklich gelaufen.

    Am krassesten war der kleine Schwarze, der geifernd vorm Rad turnte, einfach, weil es verdammt noch Mal ausbremsen wollte.

    Ich hielt den für einen Hütehund?

    Ich verstehe zwar kein Wort

    Ich auch nicht. Aber allein der Tonfall klingt entspannt.

    aber ich finde es interessant wie gelassen der Mensch bleibt, der da filmt.

    Ja, nicht wahr? Und das ist im Grunde schon die halbe Miete.

    Ich hab den Eindruck, für den ist das völlig normal, so, wie da ab und an mal ein Baum quer liegt, gibts halt an den Höfen und Flächen die Hunde und es gibt auch die grundlegende Akzeptanz, dass diese Hunde nun mal da sind und einfach ihren Job machen.

    Auch, wenn er die Schäfer bzw Besitzer trifft.

    Ich glaub, da stimmen einfach noch die Verhältnisse. Sprich, die Radler benehmen sich wie Gäste und passen sich an die Gegebenheiten an.

    Ach so - ja, versteh ich.

    Ich habs unter dem Aspekt gesehen, wie es hier ist (wo wirklich niemand auf die Hunde "eingeht", das gabs in 7 Jahren bisher genau ein einziges Mal und das war einfach nur toll!) und verglichen damit verhalten sich die Radfahrer schon recht moderat mit Stoppen, Schieben, den Hunden einen Moment Zeit geben. Aber ja, mittenmang.

    Wobei ich das in "wilderen" Regionen sogar nachvollziehen kann, dass man da eher auf den Wegen bleibt, statt Herde und Hunde zu umrunden.

    Puh, wenn ich mir die Videos ansehe, dann haben es die "deutschen HSH" vllt sogar glatt besser, da bleiben die Erholungssuchenden zumindest in der Regel hinter dem Zaun. Ziemlich stressig für beide Seiten so eine Route.

    Bin ich mir gar nicht so sicher.

    In Freiweide ist der Erholungssuchende sozusagen "gezwungen", sich in irgendeiner Art und Weise angemessen zu verhalten.

    Bei hinterm Zaun nicht.

    Für hiesige Bedingungen als Beispiel:

    da leint niemand seinen Hund an, da wird kein Radfahrer auch nur ansatzweise langsamer, da bleibt niemand stehen und lässt den Hunden einen Moment Zeit, die Lage zu checken.

    Die meisten HSH hinter Zaun gewöhnen sich da zwar dran, aber es ist auch ne Menge Frustration im Spiel, wenn die Kommunikation ausbleibt.

    Mal zwei Videos, in denen man ganz gut sehen kann, wie HSH "ticken" und auch, dass man sie durch eigene Kommunikation gut beeinflussen kann.

    Auch, wenn man in dem einen Video mitbekommt, dass die Hunde wissen, was ein Taser ist, wenn sie schon auf das brizzeln reagieren, oft genügt es, kurz vom Rad zu steigen, ruhig zu bleiben, zu schieben, man sieht auch, dass sie auf einen abwehrend geschwungenen Stock eher noch vehementer reagieren, alles in allem sieht man aber, dass, wenn man sich auf die Kommunikation mit ihnen einlässt, dies in den allermeisten Fällen die problemlose Passage ermöglicht.

    Was man auch sieht: die Hunde ziehen nie "durch", die halten immer einen gewissen Abstand, auch wenn sie noch so vehement agieren.

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