Ich glaube das Problem ist einfach zu vielschichtig.
Absolut.
Und ich hoffe doch sehr, dass man meinen bisherigen Beiträgen zu dem Thema immer anmerken konnte, dass mich die Einzelschicksale der Fahrer und deren Arbeitsbedingungen und auch ausgeliefert-Sein tatsächlich auch beschäftigen. Wir haben "Faire Mobilität" nicht aus Jux und Dollerei eingeschaltet. Aber die können nichts machen, solange die Fahrer lügen müssen, weil sie Angst um ihren Job haben.
An meiner Einfahrt hängt an unserer Info-Tafel eine Notrufnummer für die Fahrer von Faire Mobilität.
Die meisten kommen eher aus dem städtischen Raum Avocado , da ist das Rekrutieren für die Menschen-Beschaffer weitaus leichter.
Und die Fahrer sind sich untereinander auch oft nicht grün.
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Aber ich lebe da nun auch seit 2 Jahren und 4 Monaten nebendran und gehe mittlerweile auf dem Zahnfleisch. Der Mann auch. Die anderen unmitttelbaren Nachbarn ebenso. In der Zeit sind da pi mal Daumen über 500 Menschen durchgeschleust worden, das ist moderner Menschenhandel. Nein, dieser Menge kann man als nur zufällig nebenan Wohnender nicht jedesmal die Welt erklären. Noch dazu in einer Sprache - Englisch - die für beide Seiten nun auch nicht immer alles hergibt, was man so bräuchte. Wenn ich irgendwas klären muss, starte ich immer freundlich, schraube das dann aber auch entsprechend hoch, wenn freundlich nicht hilft.
Und ich brauche eine Formulierung, um das falsche Wort "Überfremdung" besser auszudrücken. Als einen klitzekleinen Teil eines umfangreichen Schreibens an sämtliche Behörden. In diesem Schreiben sind auch sehr viele Abschnitte "pro Fahrer".
Aber so, wie das die letzten fast 2,5 Jahre gelaufen ist, kann das hier nicht weitergehen. Dieser nächtliche Lärmterror macht einen kaputt.