Beiträge von McChris

    Na dann ist ja bereits ab Anfang 2076 mit ersten Maßnahmen zu rechnen ...

    Realistisch betrachtet, vermutlich so in der Liga. Politik ist zähflüssig.

    Trotzdem finde ich solche Bemerkungen immer i-wie "doohoof".

    Sie sind demoralisierend, verstärken das Gefühl "egal, was ICH versuche, ich kanns eh nicht ändern, also lasse ich es gleich ganz" und das stimmt einfach nicht.

    Jeder kann (und sollte) sich für Dinge einsetzen, die ihm wichtig sind.

    Ich habe heute eine Antwort von der Beauftragten der Bundesregierung für Tierschutz, Frau Kari, beim BMEL bekommen, auf meine Schilderung hin, wie Silvester für meine Offenstall-Rinder, meine Herdenschutzhunde und den auf unseren Flächen überwinternden Raubwürger (und mich) so verläuft.

    Ich hatte eindringlich darum gebeten, sich auch als Tierschutzbeauftragte für die Abschaffung der Silvesterböllerei einzusetzen und als etwaigen Zwischenschritt einen Mindestabstand zu Tierhaltungen (Nutztiere, Zoos und Wildparks, Naturschutzgebiete, Tierheime und Co) festzulegen.

    In eigenen Worten:

    Ja, sie stimmt absolut zu, dass da erheblicher Stress, Gefahren und Leiden für Haus-, Nutz- und Wildtiere vorhanden sind.

    Sie nimmt diese Thematik auf jeden Fall in ihre Arbeit auf - diese Stelle ist noch relativ neu.

    Und sie sagt auch, dass es ein Unding ist, dass es derzeit keine rechtlichen Bestimmungen in Bezug auf Mindestabstände zu Tierhaltungen (Nutztiere, Zoos, Tierheime, etc.) gibt.

    Wäre diese Situation nicht genauso unerträglich, wenn sich deutschsprachige Leute so benehmen würden?

    Das habe ich im Verlauf der letzten Jahre schon so ähnlich geschrieben.

    Es wäre mit Sicherheit ähnlich, ja, aber dennoch nicht identisch.

    Den Faktor Fremdsprache darf man dabei nicht unterschätzen.

    Es ist das eine, Sätze, die zu einem gesagt werden, nicht zu verstehen, wenn sie einen neutralen Unterton haben.

    Ist dieser Unterton aggressiv/pöbelig, macht das enormen Stress, wenn man nicht weiss, was da gerade geschrien wird.

    ...

    Danke nochmal an alle für den Input.

    Schon die Reaktionen hier zeigen mir, dass es besser ist, manche Dinge einfach totzuschweigen, weil das Mißverständnis-Potential einfach zu gross ist. Da hilft es einem auch nichts, wenn man sich bisher immer sehr differenziert zu dem Thema geäussert hat.

    Ich glaube das Problem ist einfach zu vielschichtig.

    Absolut.

    Und ich hoffe doch sehr, dass man meinen bisherigen Beiträgen zu dem Thema immer anmerken konnte, dass mich die Einzelschicksale der Fahrer und deren Arbeitsbedingungen und auch ausgeliefert-Sein tatsächlich auch beschäftigen. Wir haben "Faire Mobilität" nicht aus Jux und Dollerei eingeschaltet. Aber die können nichts machen, solange die Fahrer lügen müssen, weil sie Angst um ihren Job haben.

    An meiner Einfahrt hängt an unserer Info-Tafel eine Notrufnummer für die Fahrer von Faire Mobilität.

    Die meisten kommen eher aus dem städtischen Raum Avocado , da ist das Rekrutieren für die Menschen-Beschaffer weitaus leichter.

    Und die Fahrer sind sich untereinander auch oft nicht grün.

    ...

    Aber ich lebe da nun auch seit 2 Jahren und 4 Monaten nebendran und gehe mittlerweile auf dem Zahnfleisch. Der Mann auch. Die anderen unmitttelbaren Nachbarn ebenso. In der Zeit sind da pi mal Daumen über 500 Menschen durchgeschleust worden, das ist moderner Menschenhandel. Nein, dieser Menge kann man als nur zufällig nebenan Wohnender nicht jedesmal die Welt erklären. Noch dazu in einer Sprache - Englisch - die für beide Seiten nun auch nicht immer alles hergibt, was man so bräuchte. Wenn ich irgendwas klären muss, starte ich immer freundlich, schraube das dann aber auch entsprechend hoch, wenn freundlich nicht hilft.

    Und ich brauche eine Formulierung, um das falsche Wort "Überfremdung" besser auszudrücken. Als einen klitzekleinen Teil eines umfangreichen Schreibens an sämtliche Behörden. In diesem Schreiben sind auch sehr viele Abschnitte "pro Fahrer".

    Aber so, wie das die letzten fast 2,5 Jahre gelaufen ist, kann das hier nicht weitergehen. Dieser nächtliche Lärmterror macht einen kaputt.

    Dorf lebt von Gemeinschaft

    Ja, das ist sozusagen die Definition von Dorf.

    Ein Beispiel: unsere freiwillige Feuerwehr. Die funktioniert nur, wenn alle auf irgendeine Art mitmachen.


    Und damit wäre ich dann auch bei Überforderung (Dorfbewohner) durch das respektlose Verhalten der Menschen (Amazonier) die gerade vor Ort sind.

    Ja, das passt, denke ich, ganz gut.

    Es wird aber zunehmend schwieriger, auch noch den 500. sich daneben benehmenden Amazoni als Individuum zu sehen.

    Ich habe tatsächlich eine schwierige Frage.

    40 Amazon-Fahrer im Verhältnis zu 10 erwachsenen Dörflern im leicht abgegrenzten "Unterdorf" eines eh schon mikroskopisch kleinen 50-Häuser-Dorfes.

    Wie kann man das Gefühl, dass man da grad kulturell überrannt wird und sich im bisherigen Zuhause auf einmal fremd fühlt, anders beschreiben als mit dem Wort "Überfremdung", das ja nun eine äussserst negative Konnotation hat?

    So als Beispiel:

    Ich höre z. B. Tag für Tag und Nacht für Nacht zu über 3/4 der gehörten Sprache mittlerweile rumänisch. Ich spreche mir unbekannte Menschen unbewußt auf einmal pauschal auf englisch an, die Trefferquote ist dann einfach höher.

    Die Fahrer machen einfach was sie wollen, wann sie wollen. Es gibt keinerlei Bemühungen, sich in irgendeiner Art und Weise ins Dorf zu integrieren oder neutral-freundlichen Kontakt zu den Nachbarn zu halten, als Beispiel simples Grüßen. Was kein Wunder ist - die machen ein paar Wochen den Paket-Job und sind dann wieder weg. Aber das hier ist ein absolutes Dorf und Dorf geht einfach anders. Da muss man sich nicht lieb haben - aber man bleibt sich nicht so dermaßen fremd. Ist verständlich, was ich meine?

    Dieses Thema ist eine Gratwanderung.

    hasilein75 hats mal so ähnlich formuliert: "wenn die sich nicht ständig wie offene Hose aufführen würden, würdest Du die doch wahrscheinlich mit Gemüse aus dem Garten versorgen" und so bin ich auch.

    Aber so, wie das hier läuft, kann ich nicht mehr sein, wie ich bin.

    Wie nennt man das?

    Hier ist noch ein Video zu dem grossen Riss in Thüringen - da scheinen Wildschweine den Zaun nach innen umgenietet zu haben.

    Im Video wird vermutet, dass die Wölfe die Wildschweine gejagt haben, sowas passiert aber auch gern mal bei dem Tierhalter nicht mitgeteilten Bewegungsjagden, da ist ja nun grad die Zeit für. Da über die Hunde nichts gross gesagt wird, gehe ich davon aus, dass sie unverletzt sind:

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    Meine Rinder sind s. g. "Nutztiere", ob ich das will oder nicht. Das schränkt - im Gegensatz zu als nicht-Schlachttier erklärten Pferden - manche medikamentösen Behandlungen ein, weil nur Medikamente zugelassen sind, die nach einer unterschiedlich langen Wartezeit für Fleisch/Milch für den Menschen unbedenklich sind.

    Beim Pferd kann ich bei einer dringend nötigen Behandlung jederzeit den Status auf "nicht-Schlachttier" ändern, um ihm die nötige Behandlung zukommen lassen zu können, beim Rind geht das nicht.

    Ich bekomme - verglichen mit dem Pferd - für meine Rinder also grundsätzlich nur eine 0815-Therapie, die die Ess-Gelüste der Menschen berücksichtigt.

    Abgesehen davon gibt es nur wenig erfahrene Rinder-TÄ, die über die üblichen Erkankungen in Milch- und Mastbetrieben hinaus, mit z. B. typischen Erkrankungen des alten Rinds umgehen können, um da angemessene medizinische Standards zu erschaffen, gibts in D noch lange nicht genügend Bedarf, auch wenn die ROS (Rinderhaltung ohne Schlachtung) gaaaaanz allmählich mehr wird.

    Solange meine Rinder von unserer Gesellschaft nur wie ein Brocken Fleisch behandelt werden, ist ja wohl das Mindeste, dass die TA-Kosten sich dann auch daran orientieren. Ich würde gern mehr zahlen - hätte ich dafür dann auch den Goldstandard der Tiermedizin wie bei den Haustieren.