Beiträge von McChris

    Aber bitte einen bezogen auf Rasse und Verwendung. Ich fände es auch gut, wenn man die Anschaffung entsprechend reglementieren würde, dass man HSH nur mit Grund halten darf

    In Bayern ist für Weidetierhalter ein SKN Voraussetzung für die Förderung eines HSH. Auch gehört die Zertifizierung als arbeitender HSH zu den Bedingungen.

    Damit ist zumindest schon mal ein gewisser Rahmen geschaffen.


    ...

    Und ehe mein "ich bin für einen SKN für HSH-Halter, egal ob an der Herde oder privat" falsch aufgefasst wird, mir gehts da vor allem darum, dass das ein hochspezialisierter Hundetyp ist, der wohl von allen vorhandenen Hundetypen der ist, der am häufigsten völlig falsch "verstanden" wird, auch von den Haltern selbst. Erst das führt zu Problemen, nicht der Hundetyp an sich. Da einen Filter vorzubauen, der zu blauäugige Halter von dem Trip "mit viel Liebe gehts auch in einem Hochhaus mit dem Kangal" runterholt, macht absolut Sinn.

    Ich glaube, dass da neben Rasse-Vorurteilen auch ganz viel anderes im Spiel ist. Vielleicht macht die Erkenntnis, dass ein Tier ein Tier ist und wie alle Tiere einfach aus dem Nichts vollkommen unberechenbar reagieren kann, einfach Angst. Man vergisst das schnell mit einem/mehreren ich nenns mal "gut funktionierenden" Hund/en. Und da ist die Dringlichkeit gross, eine Erklärung zu finden, damit man sich wieder beruhigt zurücklehnen kann, weil einem sowas mit dem eigenen Hund ja nicht passieren kann.

    Nur meine Gedanken dazu, von denen ich mich übrigens nicht ausnehme, mich erschüttert dieser entsetzliche Vorfall sehr, aber tatsächlich auch in beide Richtungen, sowohl in Richtung Opfer und ihre Familie, auch das Dorf, aber auch in Richtung der HHinnen.

    Ich könnt mir vorstellen, dass das in beiden Fällen schon zu sehr ins Emotionale abgedriftet ist.

    Da kommt Kritik nie sachlich an, egal wie sehr man sich anstrengt.

    Im Fall des Filz-Hundes: wenn ich den eh in den Fingern hätte, mei, dann würd ich auch bürsten. Da wären mir mein Seelenfrieden und der Hund wichtiger, als Prinzipien.

    Im Fall des im Wald rumsausenden Hundes: würde ich den zuständigen Jäger ansprechen und den bitten, sich den HH mal zur Brust zu nehmen.

    Du schreibst es doch gerade selber 😅

    Nein - vorhandene DNA-Spuren sind kein Biss-Nachweis.

    Das ist ja leider ein Thema, mit dem ich mich seit Jahren in Sachen Wolf und Rissnachweis zwangsbeschäftigen muss.

    Da gibts häufig DNA-Spuren von allen möglichen anderen Tieren, die aber nicht der Rissverursacher waren.

    Speichel/Nasensekret können auch durch Anstupsen, Schnuppern, Bellen übertragen werden.

    Um Bisse nachzuweisen, müssen die Zahnabdrücke übereinstimmen. Diese Messungen kann man manchmal aber nicht mehr durchführen.

    Und diese Messungen sind bei Hunden gleicher Größe nicht unbedingt aussagekräftig.

    Ich finde den entsprechenden Artikel in der Menge der Artikel grad nicht wieder, aber ich erinnere mich an die sinngemäße Aussage, dass der Zustand eine genaue Zuordnung der Bisse nicht mehr möglich gemacht hat.