Beiträge von McChris

    Zählen Rinder ( oder auch Schweine, Schafe usw.) eigentlich als landwirtschaftliche Nutztiere, auch wenn man sie als private Person hält?

    LG
    Sacco

    Leider ja.

    Für eine Nutzung durch Schlachtung ist ja egal, ob man Landwirt, gewerblicher oder privater Tierhalter ist.

    Das mag sich für Aussenstehende ob der TA-Preise ganz nett lesen, ists aber nicht, weil potentiell lebensmittelliefernden Tieren zahlreiche Medikamente als Therapie verwehrt bleiben, weil sie für lebensmittelliefernde Tiere keine Zulassung haben.

    Und zwar nicht nur bei exotischen Sachen, sondern selbst ganz popelige, oral zu verabreichende Schmerzmittel für eine Arthrosekuh. Sowas wie Melosus fürs Pferd oder den Hund. Gibts nicht fürs Rind, weil in dieser Applikationsform nicht zugelassen.

    Ich würde mir tatsächlich wünschen, dass es mit Zunahme von Lebenshöfen und Co auch für s. g. Nutztiere eine Regelung wie mit dem Nicht-Schlachttier-Eintrag im Equidenpass bei Pferden gäbe.

    Fenster schließen? Solange das Nest im Anfangsstadium ist, dürfte das kein Problem sein.

    Wäre auch mein Tipp.

    Wenn sie da nicht mehr hinkommt, baut sie woanders. In so einem frühen Stadium geht das noch.

    Und ans Fenster, das Du ja vermutlich irgendwann wieder aufmachen willst :lol: , Fliegengitter.

    Aber 2, 3 Tage würde ich das Fenster geschlossen halten.

    Vielleicht mal als Vergleich ein Rind?

    Untersuchungen des Auges hatten im Vorfeld stattgefunden.

    Nickhaut-TU-Entfernung

    Sedation

    Lokalanästhesie Auge

    Fahrtanteil

    Medis

    123,07 incl. MwST

    Da fehlen noch die Kosten für die Untersuchung des entfernten Gewebes.

    Medikamente müssen beim Nutztier ja dokumentiert werden, plus die Antibiotika-Verbrauchsmeldungen - da hat der Papierkram länger gedauert als die kleine OP.

    Was in diesem Bericht nicht steht, ist, dass ein Teil dieser Flächen (nicht die ganzen 250 ha) bis vor wenigen Jahren von einem Schäfer beweidet wurde. Der hat mit seinen Tieren ebenfalls einen hervorragenden Job gemacht (und hatte übrigens auch eine kleine Herde Wasserbüffel für die sumpfigen und Gewässerzonen). ABER: dieser Schäfer hatte doch glatt (ausgesprochen hervorragende!) HSH eingesetzt....Und da es natürlich nicht geht, dass Erholungssuchende in einem NSG auf HSH hinter Zaun stoßen, wurden dem Schäfer die Flächen weggenommen. Mittlerweile überwintert der Schäfer bloss noch in Bayern, die anderen drei Jahreszeiten wirkt er - mit seinen HSH - in Sachsen-Anhalt.

    https://www.br.de/nachrichten/ba…spflege,UBQocfL

    Mich würde ja tatsächlich mal eine Aufarbeitung interessieren, wie es schlussendlich zu dieser Situation gekommen ist, dass die Wölfe sich so extrem auf die Schafe als Beute fokussiert haben und das sogar trotz der Präsenz der Hunde.

    Das wird mit der aktuellen Situation der Wölfe zusammenhängen. Der Nachwuchs dürfte bereits da sein oder es ist kurz davor, sprich, die Wölfin ist entweder grad noch hochträchtig oder hat gerade geworfen, der Rüde muss sich mit dem unerfahrenen Nachwuchs vom Vorjahr um möglichst einfache Beute kümmern.

    Die Flächen in dem Video sind sehr gross, die Lammzeit ist in vielen Schäfereien voll im Gang, auch Schafe entfernen sich zur Geburt hin oft ein wenig von der Herde. Herdenschutz ist nie statisch, es gibt immer eine gewisse Dynamik. Je mehr "Druck" die Wölfe haben, desto risikobereiter werden sie. Vielleicht gab es aufgrund der Flächengröße und wolfsgünstigen Windbedingungen schon Momente, in denen sich die Wölfe dicht am Zaun aufhalten konnten, ohne dass die Hunde überhaupt eine Chance hatten, sie registrieren zu können. Da sind ja auch Busch-/Baumreihen zu sehen, die Vegetation auf Äckern und Wiesen bietet ebenfalls gute Deckung. Es gibt auch immer Momente, wo bei den HSH nicht die volle Power da ist, auch die können sich mal verletzen, von einer Kreuzotter gebissen werden oder mit den extremen Temperaturschwankungen derzeit zu kämpfen haben. Da kann man als Wolf schon mal schauen, ob die alle fit sind.

    Das in dem Video ist keine seltene Situation. Aber das muss auch keine durchgehende Situation werden.

    Ich persönlich würde jetzt akut ergänzende Maßnahmen ergreifen - den Lappenzaun ergänzen, z. B. Alles was "neu" hinzukommt, führt zunächst mal zu Irritationen. Das muss dann nicht immer so bestehen bleiben, wenn die Wölfe weniger Druck haben, kann man dann wieder darauf verzichten.

    Erfahrungsgemäß ist die Zeit, in der die Wolfswelpen da sind, besonders risikobehaftet. Und dann wieder die Zeit ab September, in der sie ihre ersten Jagderfahrungen machen - an möglichst leichter Beute.

    Das sind allesamt Erfahrungen von Tierhaltern, die schon vor uns damit zu tun hatten.

    sondern sich schlafen legen, weil es ja "normal" ist, dass die Wölfe da sind?

    Das machen sie nicht - eher fallen sie tot um.

    Und nach so einer Nacht dann schlimmstenfalls noch die regionale Hunde-Meile vor der Nase. Oder Leuts im Umfeld, die sich übers Bellen beschweren.

    Aber ich finde, man sieht, wie bescheuert das eigentlich mit den Zäunen ist. So ein verdammter Einzelwolf oder auch 2 wären erstmal kuriert, wenn ihnen die Hunde klar machen könnten, dass sie da nix verloren haben. Aber: da ist der verdammte Zaun. Das ist letztlich zwangskastrierter Herdenschutz. Wir Tierhalter steigen mit unseren Tieren in einen Ring, in dem die Regeln von vorneherein unfair sind.