Beiträge von McChris

    Kannst du statt Sense mal irgendwo einen Fadenmäher probieren?

    Ich motorsense zwar mittlerweile überwiegend mit Buschmesser-Aufsatz, hab aber durchaus auch mal die Fadenspule im Einsatz.

    Ich weiss jetzt nicht, was Du mit Fadenmäher meinst?

    Kein Vorschlag, reine Interessensfrage: wäre das Sensen von Hand bei diesen Wetterbedingungen eine Idee? Ich hab dunkel im Hinterkopf, dass dafür hohe Vegetation und Feuchtigkeit sogar hilfreich sein soll, kann mich da aber auch sehr täuschen.

    Meine richtige Sense, also die gute alte Handsense nutz ich zum flächigen Mähen. Da fluppts tatsächlich besser, wenn da noch Morgentau im Spiel ist.

    Meine Zäune stehen aber jeweils am Hang. Das geht mit der Handsense grundsätzlich zwar auch, wird aber wirklich bescheuert, weil da ja die Zaunreihe bei 20 cm ist, da ist der Zaun im höheren Gras schnell durchgemäht.

    Mein Aussenzaun ist hier nicht überall frei zugänglich. Ich hab abgezäunte Heckenstrukturen, Altgrasstreifen für die Braunkehlchen, Büsche, Bäume, Einzelpflanzen, auf die ich Rücksicht nehme. Mein Gelände ist buckelig, unter länger stehenden Elektrofestzaun hat man gern alle 3 Meter einen Ameisenhaufen und eben die Hanglage.

    In den meisten Zaunvorführungen (ausser bei extra Veranstaltungen für den Alpenraum) sehen die Flächen etwa so aus:

    https://www.fraenkischertag.de/storage/image/…QVsi_jd6WVw.jpg

    Da lässt es sich deutlich leichter mähen und auch andere Geräte einsetzen, als z. B. bei sowas - wenn man sich das Schafsnetz jetzt mal als Litzenzaun vorstellt:

    https://salzburg.orf.at/v2/static/oeka…aun.5757732.jpg

    Wir haben hier:

    - alten Traktor mit Seiten-Balkenmäher - der alte Kerl hat nichtmal Servo

    - grossen Balkenmäher, wenn der mir am Hang abrutscht, krieg ich den trotz Rückwärtsgang nicht mehr da raus

    - kleinen Balkenmäher für Schräglagen

    - Motorsensen mit Buschmessern, weil wir viele Krähenbeeren am Zaun lang haben und ich mags auch nicht, wenn die Fadenstücke überall in der Gegend landen

    - Fadenaufsatz für die Motorsense

    - Handsense

    So super-duper-Spezialgeräte wie auf dem unteren Foto da oben, würden mir hier nicht viel helfen. Da, wo der auf dem Bild fährt, ist hier Nachbars Acker.

    Und von innen käme ich - auch mit den Weinbergmähern für Schrägen - meist gar nicht bis an den Zaun.

    Wenn ich die Waldrandweide für die Schafsnetze vorbereite, wo ähnliche Bedingungen herrschen, ist das weitaus einfacher. Da zieh ich halt einmal mit dem jeweiligen Balkenmäher durch, das ist eine ganz andere Liga.

    Zusammengefasst haben wir wehrhafte Weidetiere, Schafsnetze und erwachsene Herdenschutzhunde

    Ja. Wobei man betonen muss, dass die Schafsnetze zusätzlich zum Pferdezaun sind.

    Und einen Riss tagsüber. Womit das nächtliche Aufstallen, was gern gefordert wird, auch nichts geholfen hätte.

    Mittlerweile hängen Luftballons und anderes Gedöns am Zaun.

    Zum "Gras am Zaun", wie es im Artikel erwähnt wird noch:

    Hier regnet es seit Wochen nahezu täglich, das bedingt ein immenses Pflanzenwachstum und nur extrem kurze Zeitphasen, in der es trocken genug ist, um unter einem Festzaun mähen zu können. Die Wetterlage ist unglaublich schwierig. Motorsense und nasses Gras unter einer 20-cm-Litze sind Endgegner. Ständig bleibt das abgemähte nasse Zeugs an der Sense hängen und wickelt sich auf. Auch der Balkenmäher, den man auf leidlich ebenen Stellen einsetzen könnte, um vorwegzumähen und dann nur noch an den Pfosten mit der Sense nachzumähen, verklumpt alle 2 Meter durch das nasse Zeug.

    Das ist enorm schwierig und ein völlig anderes freimähen, als wenn ich jetzt an der Waldrandweide die Schneise für die Schafsnetze mähen würde.

    Nur mal ganz am Rande - eine undefinierte Wut z. B. auf behandelnde Ärzte, sich selbst oder das Universum an sich zählt zu den vollkommen normalen Phasen der Trauer und ist dafür hilfreich, mit dem ersten riesengrossen Ansturm an Schmerz fertig zu werden.

    Damit das hier nicht weiter ausartet, ist hier dann auch geschlossen.

    himmelssturm - vielleicht möchtest Du in der Rubrik Regenbogenbrücke einen Abschiedsthread für Deine Hündin aufmachen.

    Ich glaub, Tomaten sind da nicht zimperlich, gefühlt genügt meinen Gewächshaustomaten, wenn der Nachbar den Rasentraktor anschmeisst.

    (Wahlweise ist aber auch mein elfengleiches Durchschlängeln beim Giessen... |) :lol: )

    Wenn man normal entlang geht, wirklich nichts macht, außer auf dem Weg zu bleiben - dann bleibt es ja nicht aus, daß man irgendwann eventuell auch den Weidetieren den Rücken zuwendet,

    Ja, natürlich.

    Aber man kann sich ja immer wieder kurz umschauen und sich vergewissern, dass die Tiere sich immer noch ruhig verhalten.

    Das war mehr für die von der Urlauberin geschilderte Situation und ähnliche gemeint. Sie hat ja beschrieben, dass sie sogar eine ganze Weile gewartet haben, bis der Weg wieder frei war und erst weitergegangen sind, als die Tiere hinter den Bäumen verschwunden sind. Da wäre es vermutlich gut gewesen, die Tiere noch weiter im Auge zu behalten. Einfach, um eben nicht, wie da geschehen, durch den Angriff überrascht zu werden.

    (Auch das ist wieder kein "Schuld" geben - es geht nur um weitere Möglichkeiten, so etwas verhindern zu können)

    ich könnte mir vorstellen, daß so ein Blick auch erst recht dafür sorgen könnte, daß eine Kuh unruhig wird. :denker:

    Absolut. Der "harte", sehr fokussierte Blick auf ein Tier macht dem Tier mindestens Unbehagen.

    Selbst meine, die ja nun mega menschenbezogen sind, finden es so richtig kacke, wenn wir abends beim Reinholen auf uns anstarrende Feriengäste zulaufen müssen, die den haha, Almabtrieb :p bewundern wollen. Wenns zu doll ist, bleiben sie sogar stehen.

    Bei sowas sollte man tunlichst einen "weichen" Blick nutzen, bei dem man nicht intensiv das Tier fokussiert, sondern das Tier einfach als Teil des Umfelds im Auge behält.

    Hier ist noch ein ZA dazu:

    https://www.merkur.de/welt/oesterrei…l-91746037.html


    Zitat

    In der Tiroler Almschutzverordnung sind allerdings seit 2019 „Verhaltensregeln für Besucher auf Almen“ unter § 5 eigens aufgeführt. Demnach haben Besucher von Almen sich so zu verhalten, dass der Almbetrieb nicht beeinträchtigt und insbesondere das Weidevieh durch die Besucher oder durch von ihnen mitgeführte Tiere nicht gestört, beunruhigt oder gereizt wird. Die Landwirtschaftskammer Tirol weist auf folgende verbindliche Regeln für Besucher von Almen hin:

    • einen sicheren Abstand vom Weidevieh zu halten und den Kontakt zu vermeiden
    • das Weidevieh nicht zu füttern und nicht zu erschrecken und bei Zeichen von Unruhe das Weidegebiet, soweit zweckmäßig, zügig zu verlassen
    • soweit zweckmäßig, Wege auf den Almen und Weiden nicht zu verlassen, Weidezäune zu beachten, Weidetore zu nutzen und nach dem Passieren wieder zu verschließen
    • Weidevieh, welches den Weg versperrt, großräumig zu umgehen und herannahendem Weidevieh auszuweichen.

    Ich kann mir vorstellen, dass es bei den Punkten "sicherer Abstand" und "Unruhe" noch drastischen Aufklärungsbedarf gibt.

    Mir ist aufgefallen, dass sowohl das kleine Mädchen, als auch die Urlauberin von hinten angegriffen worden sind. Ein Hinweis darauf, dass man Weidetieren nie den Rücken zudrehen soll, um frühzeitig eine zunehmende Unruhe oder Angriffsabsicht zu bemerken, fehlt in den allgemeinen Hinweisen völlig.

    Bitte beachten - ich gebe da niemandem die Schuld, sich "falsch" verhalten zu haben. Ich möchte bei sowas jeweils nur verstehen, wie es dazu kommen konnte. Ich kann mir z. B. vorstellen, dass da die Enge der Waldstücke, wenn die Kühe hinter den Bäumen verschwunden sind, dazu verleitet, sich weit genug weg zu fühlen, anders, als wenn auf der freien Weide die Kühe ebenfalls nur einige Meter weiter weg sind. Dazu wird noch kommen, dass sich die Wohlfühldistanz einer Mutterkuh unter Wolfspräsenz deutlich verringern kann. Da gibt es ja keine statische Zahl, so nach dem Motto: 20 Meter genügen IMMER. Das kann situativ sehr unterschiedlich sein.

    Die Rinder scheinen da ja lichtere Stellen zu suchen, möglicherweise wäre es eine Möglichkeit, ihnen solche Stellen abseits der Wege einzurichten.

    Grad wenn Rinder mal zur Ruhe kommen wollen und sich zum Wiederkäuen ablegen möchten, möchten sie einen guten Überblick übers Umfeld haben.

    Wenn da so ein Unfall-Schwerpunkt ist, würds vllt. Sinn machen, einen der "Rinderflüsterer" wie Temple Grandin oder Phillipp Wenz einzubeziehen, die sich die Unfallstellen mal aus Sicht der Rinder anschauen und Tipps zur Entschärfung geben können.

    Aber ist schon heftig, dass da niemand haftbar gemacht werden kann, wenn die Kühe angreifen, obwohl sich ruhig verhalten wurde. Das klingt nach meinem Rechtsempfinden irgendwie nicht richtig.

    Vor allem wenn ich sehe, was passiert wenn mein Hund auf meinem Grundstück eine Person schwer verletzt. Aber bei Kühen darf das wohl so sein 🤷‍♀️ da fehlt mir etwas das Verständnis.

    Das ist ja ganz unabhängig von Alm und Wandern grundsätzlich erst einmal durch Tierhaltung zu Erwerbszwecken bedingt:

    https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__833.html

    Da solche Fragen auch bereits bei früheren Kuh-Urteilen in Österreich eine Rolle gespielt haben, gehe ich mal davon aus, dass die Rechtslage dort ähnlich ist.

    Wenn sich solche Vorfälle aber regelmäßig wiederholen, sollte gemeinsam (!), ausgehend von Landwirtschaft und Tourismusverbänden nach Lösungen gesucht werden, die über das Aufhängen der klassischen Warnschilder hinausgeht.