Beiträge von network

    Es ging mir nun primär um die Verhältnismäßigkeit Taga, da Sleipnir stets auf dem 'was ist wenn die Hunde....' rumritt, zumal eine Dienstwaffe schon auch mal ohne berechtigten Einsatz losgehen kann...

    Ich kann es mir ja auch unschwer vorstellen, dass eben diese 'hochgradig durchgeknallten Hunde' zum Einsatz kommen.

    Wenn es diese Hunde wirklich z.B. beim SEK gibt und diese nur Inkognito gehalten werden, würde es mich auch nicht verwundern, wenn sie einfach so nach getanen Dienstjahre von der Bildfläche verschwinden....

    Zitat

    ........
    Was mich daran schockiert ist die Gefahr, die davon doch ausgeht...was ist wenns mal den falschen trifft...wenn sich so ein Hund selbstständig macht...

    Gegenfrage, was ist wenn mal ein ausgebildeter Mensch mit seiner Dienstwaffe einen 'Falschen', sprich Unschuldigen trifft?

    Von wie vielen Unglücken, ausgelöst durch PolDiensthunde hast du schon gehört?
    Von wie vielen Übergriffen, ausgelöst durch SEK Diensthunde hast du schon gehört?

    Zitat

    Das stell ich mir gerade mit meiner 140 Pfund Emma vor....ich wuerde vor Erschoepfung tot umfallen im zweiten Stock :lol:

    Ach Taga nun tu mal Emma nicht so Unrecht, wat kann die Süße dafür, dass du nicht so durchtrainiert bist :p

    Trag mich über die Schwelle Mami würde sie vielleicht lachend bellen :lol:

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    Genau das gleiche steht doch in deinem verlinkten Artikel!!!
    Der Hund wird alleine in die Wohnung geschickt um den Verdächtigen zu stellen!!!

    Genau nach dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit des Einsatzes ;)

    Aber doch nicht auf Teufel komm raus so wie von dir dargestellt, zumindest verstehe ich deine Statemants so, wenn ich falsch liege, dann natürlich noch mal sorry ;)

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    Ich glaub die werden halt wirklich als Vorhut in irgendwelche Räumlichkeiten geschickt, um dort erstmal "aufzuräumen" - da gehts also nicht darum irgendwelche flüchtenden Personen zu stoppen, sondern bspw. bei Razzien hochkrimineller Vereinigungen diese möglichst kampfunfähig zu machen, bevor die Einsatzkräfte reinkommen...ob das der "normale" Schutzhunde machen würde bezweifle ich...

    Sorry, nun wäre mir fast die Frage rausgerutscht, ob du zuviel TV schaust, oder Krimis liest, was ja beides nicht schlecht ist :D

    Ne im Ernst, ich glaube einfach nicht, dass für sehr, sehr viele Euros Hunde nebst Halter ausgebildet werden, um sie dann auf Teufel komm raus zu verheizen :???:

    Und ganz ehrlich Sleipnir, so langsam interessieren mich ja die Quellen deiner Infos und auch die hochkrimineller Vereinigungen :roll:

    Sleipnir ich habe bei Tante G. nach gefragt, wo denn SEK Hunde leben und gleich die erste Antwort hat dieses hier ausgespuckt:

    SEK-Mann auf vier Pfoten
    Dienstag, 10. Juni 2008 07:10 - Von Michael Behrendt und Tanja Laninger
    Joachim N. (49) hat gestern Haftbefehl bekommen. Der Alkoholiker war geständig. Er hatte am Donnerstag mit einer Bombendrohung einen Großeinsatz in Kreuzberg ausgelöst - inklusive SEK-Hund.

    Ihre Namen sind geheim. Sie sind lebende Waffen. Und sie bellen. Zwei belgische Schäferhunde stehen im Dienst der Berliner Spezialeinsatzkommandos (SEK). "Voll ausgebildete Männer wie wir, nur ohne Maske", sagen ihre zweibeinigen Kollegen liebevoll. Denn auch die Hunde riskieren ihr Leben, wenn es darum geht, Kriminelle aufzuhalten, Geiseln zu befreien oder Bombenleger zu "entschärfen". So wie am Donnerstag in Kreuzberg, als ein Hund als erster "Beamter" in die Hochparterre-Wohnung des arbeitslosen Joachim N. sprang. Der 49jährige hatte am Morgen aus einer Telefonzelle damit gedroht, das Mietshaus an der Manteuffelstraße in die Luft zu sprengen, weil ihm seine Wohnung gekündigt worden war. Die Polizei konnte ihn am mittag betrunken in der Hasenheide festnehmen und hat ihn gestern vernommen. Am Abend hat Joachim N. Haftbefehl erhalten wegen Störung des öffentlichen Friedens. "Er hat die Drohung eingeräumt, kann sich aber an den Rest des Tages nicht erinnern", sagt Justizsprecher Michael Grundwald. Da soll N. versucht haben, einen Juwelier zu überfallen - eine schwere räuberische Erpressung.

    Während des Großeinsatzes hatten sich SEK-Herrchen samt Hund bis zu Wohnungstür des Mannes vorgepirscht. Der SEK-Beamte trug seinen Hund auf den Schultern, damit das Tier sich ganz auf seinen Einsatz konzentrieren konnte, und nicht durch Gerüche und Sekrete am Boden und an den Wänden abgelenkt würde. "Im Einsatzfall, etwa beim Sturm auf eine Wohnung, die unübersichtlich ist und in die deshalb zunächst der Hund allein geschickt wird, entscheidet der Teamführer, ob das Tier mit oder ohne Maulkorb in die Räume gehen soll", so ein Beamter.

    Es gilt der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. "Nur bei gefährlichen Tätern kommt das Gebiß zum Einsatz." Kreuzberg war solch ein Fall, der Hund hat keinen Maulkorb getragen. Dazu nahm die Polizei die Drohung zu ernst. N. hatte seine angeblichen Waffen - zwei Handgranaten und eine Tellermiene - detailliert beschrieben.

    Die Tiere - Anschaffungspreis etwa 3000 Euro - sind lebende Einsatzmittel: Sie springen durch geschlossene Scheiben, ohne ihren "Auftrag" aus den Augen zu verlieren, sie werden mit Herrchen aus Hubschraubern abgeseilt und zu Einsatzorten gebracht. Ist die Aktion überstanden, fahren Hund und Herr zusammen nach Hause. Die Tiere sind in die Familien integriert, kinderfreundlich und hören nur auf Herrchen, nicht auf seine Kollegen. Geht Herrchen also in Urlaub, kommt Bello mit.

    Quelle: Berliner Morgenpost

    Ich weiß nun nicht, wie weit man die in dem Artikel erwähnten privaten Umstände der Hunde auf ALLE deutschlandweit im SEK Dienst stehenden Hunde umsetzen kann, aber vielleicht reicht es ja als kleine Erklärung, weshalb du im 'zivilen' Leben den Hunden nicht über den Weg läufst ;)

    Aber wer weiß schon, welchem tollem Hund er/sie Inkognito begegnet :roll: