ZitatNochmal kurz zur Erklärung meines Gedankenganges:
Ich stelle mir einen (raub)wildscharfen Jagdhund vor. Die Schärfe richtet sich wie gesagt gegen Wild, er scheut auch die Auseinandersetzung mit einem wehrhaften Fuchs nicht mit dem Ziel das Wild abzutun.
Gegen was richtet sich die Schärfe dann bei einem zB Schäferhund? Gegen sein Gegenüber, den Mensch? (Für mich die logische Konsequenz)
Beim Jagdhund (nicht jagdlich geführt) entsteht keiner Fremdperson ein Nachteil aus der Wildschärfe. Beim Schäferhund? Mannscharfe Jagdhunde (siehe Weimaraner) führen bekanntlich oft genug zu Problemen im Alltag, weswegen man versucht die (Mann)Schärfe wieder raus zu züchten (weil es heute nicht mehr benötigt wird). Bei anderen Rassen selektiert man danach um im Sport mehr Pokale abzuräumen?
Warum reichen Beutetrieb und Härte nicht?
Ich will niemanden provozieren, mein Schutzhundehorizont ist tatsächlich so beschränkt....
Mannschärfe ist nicht mit einer 'evtl. vorgestellten' Aggressionsschärfe gegenüber Menschen (Männern schon gar nicht
) gleichzusetzen!
Ein mannscharfer Hund besitzt in der Regel eine ordentliche Portion Verteidigungsbereitschaft, das kann man aber durchaus rasseunabhängig betrachten, bzw. vorfinden.
Beim Weimaraner wird in seiner Wesensbeschreibung (Verhalten/Charakter) der Begriff 'Mannscharf' gerne mit Verteidigungsbereitschaft (auch wachsam, jedoch nicht aggressiv) ersetzt - ganz salopp ausgedrückt!
Die Eigenschaft 'Mannscharf' lässt sich nicht ohne weiteres raus züchten, ohne dass andere, wichtige Eigenschaften in Mitleidenschaft gezogen werden würden (z.B. Wildschärfe/Raubwildschärfe). Des Züchters Wünsche sind das nicht! Also der Wegfall von Mannschärfe.
Schärfe per se ist nichts schlimmes oder verwerfliches.
Die falsche Vorstellung/fehlendes Wissen in vieler Leuts Köpfen, gepaart mit der Ignoranz für die Eigenschaften ihrer Hunde gegenüber machen die Probleme!