Beiträge von network

    Mich verstört diese "Hexenjagd" in den Medien extrem. Gut, es gibt auch gewisse Parallelen. Kleine Gemeinde, zugezogen, anders als die anderen und dann auch noch "solche" Hunde, mag sein, dass mich das sensibler für Untertöne macht.

    Wird da eine Ur-Angst vieler Menschen angesprochen, wenn es um tödliche Hunde-Angriffe geht?

    Ich kann mich nicht an solche Hass-Tiraden erinnern, wenn es zu anderen freizeit-bedingten Unfällen/Vorfällen mit unbeteiligten Toten gekommen ist. Bei Verkehrstoten fragt nie jemand danach, ob das eine "Hobby-Fahrt" war, als Beispiel.

    Ich denke schon auch, dass Vorfälle mit Hunden eine andere Präsenz im Sinne von mehr 'Aufstand' in den Medien hat, gerade Rasselistenhunde betreffend.

    Diese Hexenjagd besteht mittlerweile auch schon ziemlich lange ... auch wenn das traurige Schicksal 2000 in Hamburg fest eingebrannt ist, war das ja nicht der Anfang!

    Die Diskussionslast wiegt unter uns Hundemenschen auch schwer.

    Dass aber bei z.B. Verkehrsdelikten mit Todesfolgen niemand fragt, oder weniger reagiert, kann ich in der Großstadt lebend nicht sagen. Der Protest ist ein anderer, oft stiller, aber nicht nicht vorhanden und auch nicht nur kurzzeitig. Nicht selten kommt es auch zu Tumulten vor Gerichtsgebäuden oder direkt in den Sälen.

    Auch bei Tötungsdelikten durch Kinder/Jugendliche die, falls noch unter 14 Jahren umgehend aus den Familien entnommen und fremd betreut werden, sind Mitbewohner kleinere Dörfer/Gemeinden nicht fein gestimmt. Täterfamilien verlassen oft in einer Nacht und Nebelsituation zeitnah ihr Zuhause, gerade bei Übertötungsdelikten. Vertretende Anwälte erhalten Morddrohungen. Wer bleiben muss, lebt sicher nicht leicht weiter ...

    Bei tödlichen Ausgängen nach Drogenmissbrauch bei Kindern/Jugendlichen herrscht irgendwie ein anderer Tenor, da wird Schuld 'recht schnell' social media Kanälen zugesprochen, dort stießen die Verunglückten auf die Challenges ...

    Ja das Leben im Außenverhältnis mit einer stigmatisierten Rasse ist komplett anderes, das stimmt wohl.

    Eingedacht der Gesetze und Verordnungen je nach Lebensumfeld ist der Alltag eh mit hohen Hürden verbunden und dann noch die medialen Zustände ...

    Würdet ihr die nehmen?

    (Mal angenommen, das ist eure Rasse, ihr hattet schon welche, die Verpaarung sagt(e) euch zu, ihr habt euch nach bestem DF-Standard für die Zucht entschieden und ein Welpe ist für euch reserviert)

    Natürlich, wieso nicht?

    Ich sage auch ja.

    Ein/der DF-Standard würde mich in meiner Entscheidung zu welcher Rasse/Zuchtstätte auch immer, nicht tangieren.

    Am Montagmorgen geschah dieser schrecklich Vorfall, jetzt ist Mittwochabend.

    In dieser kurzen Zeit wurde Elmo -lt. einiger Presseartikel mit Einverständnis der Halterinnen- eingeschläfert.

    Die Bestandshunde wurden mit Einverständnis der Halterinnen in private Haltung -lt. Mitteilung hier im Thread- verbracht.

    Dazwischen wurde -ebenso lt Presse- vom Bürgermeister verfügt, dass sich die Hunde nur mehr auf dem eigenem Grundstück angeleint plus MK aufhalten dürfen und der Zaun auf 1,80m erhöht werden muss.

    Im Prinzip gibt es demnach -sollten die Übermittlungen der Wahrheit entsprechen- zwei Verfügungen.

    Für mich ist das nicht unschlüssig.

    Wir besprachen hier im Thread schon Fälle, in denen Hunde nach schwer zugefügten Verletzungen Menschen ggü. sofort durch das Amt eingezogen wurden.

    Dass die anderen Zuchthunde und/oder gar der noch sehr junge Wurf eingeschläfert werden könnte, will ich für mich gedanklich nicht zulassen und schon gar nicht verstehen!