Ist ein Hund vor einem Supermarkt angeleint, darf ich mich dann als Mutter darauf verlassen, dass, wenn mein Kind sich in einem unbeobachteten Moment losmacht und zu ihm rennt, der Hund dem Kind nichts tut?
Eine Mutter/Begleitperson hat imho nicht zu erwarten, dass ein Hund nichts tut.
Nur weil ein Hund angebunden vor einem Geschäft wartet, ist es kein Streichelzootier.
Als Mutter sehe ich es als meine Sorgfaltspflicht an meine Kinder anzuleiten, dass man Fremdhunde akzeptiert wie jedes andere Lebewesen auch und sie nicht anfasst. Das gilt z.B. auch in Wartebereichen von Tierärzten/Tierkliniken.
Aber wie sieht die Erwartung aus: muss ein "moderner" Hund heutzutage tolerieren, angefasst zu werden? Möglicherweise auch überraschend und aus dem Nichts?
Ich persönlich habe diesbezügl. keine Erwartung anderen Hunden und/oder Fremdhunden ggü., allerdings fasse ich ohnehin sehr selten Hunde an, wozu auch!
Unvorhergesehene Berührungen kommen natürlich vor, bei engen Wegstrecken/an Ampeln wartend z.B., doch passiert ist weder mir noch mit meinen Hunden je etwas, das sind in der Regel Streifzüge.
Darf ich das erwarten als unbeteiligter Passant? Darf ich mich möglicherweise sogar fest darauf verlassen, dass nur solche Hunde vor Supermärkten angebunden sind? Oder im Biergarten abseits ihrer Leute herumliegen? Oder sonstwo außerhalb der unmittelbaren Einflussnahme des Besitzers?
So eine Erwartungshaltung ist mir persönlich fremd.
Ich akzeptiere und respektiere fremde Hunde um mich herum, auch in Situationen deiner genannten Beispiele, aber ich habe keinerlei Erwartungshaltung. Mir kommt nicht -ist ungefährlich/ist gefährlich- in den Sinn!