Beiträge von network

    Ich verkneife mir schon die ganze Zeit bewußt, über unschöne Erfahrungen im Bereich von heimischen Wildtieren -ob u.a. Kleinvögel/Kitze/Greife- in z.B. Naturschutzgebieten zu schreiben ... und ja, leider gilt auch in solchen Fällen: Unwissenheit schützt vor Dummheit nicht!

    Von daher ist es nicht verwunderlich, dass viele Menschen respektlos und mit einer Selbstverständlichkeit ihnen ggü. fremde Haushunde anfassen! Unmöglich ist das!

    Ja, ich bin so unfair und mute meinen verträglichen Hunden zu, nach 2 Stunden leinenfreiem Waldspaziergang auf dem Heimweg 5 Minuten vorm TEO auf mich zu warten. Und habe tatsächlich nicht das Gefühl, damit ein unnötiges Risiko einzugehen. Oder gar Schaden anzurichten. Den sehe ich eher da, wo jede Kleinigkeit mit dem Auto erledigt wird.

    Ich sehe das nicht unfair oder risikobehaftet an.

    Meine Hunde mussten auch oft angebunden und auch frei auf mich warten.

    Ich z.B. war zu 90% solo mit ihnen on Tour, da kam es häufig vor, dass auf fußläufigen Erkundungstouren durch das Ankunftsgebiet ein Bäcker/eine Apotheke/Eisdiele to go die Wege kreuzten. Verkehrslage gecheckt, Umgebung nebst Anbindemöglichkeit auch und nach wenigen Minuten wieder losgezogen.

    Es dreht sich nicht immer nur um einen uneinsehbaren Supermarktaufenthalt und es gibt auch nicht nur böses/schlimmes/gefährliches um uns Hundehalter!

    Ist ein Hund vor einem Supermarkt angeleint, darf ich mich dann als Mutter darauf verlassen, dass, wenn mein Kind sich in einem unbeobachteten Moment losmacht und zu ihm rennt, der Hund dem Kind nichts tut?

    Eine Mutter/Begleitperson hat imho nicht zu erwarten, dass ein Hund nichts tut.

    Nur weil ein Hund angebunden vor einem Geschäft wartet, ist es kein Streichelzootier.

    Als Mutter sehe ich es als meine Sorgfaltspflicht an meine Kinder anzuleiten, dass man Fremdhunde akzeptiert wie jedes andere Lebewesen auch und sie nicht anfasst. Das gilt z.B. auch in Wartebereichen von Tierärzten/Tierkliniken.

    Aber wie sieht die Erwartung aus: muss ein "moderner" Hund heutzutage tolerieren, angefasst zu werden? Möglicherweise auch überraschend und aus dem Nichts?

    Ich persönlich habe diesbezügl. keine Erwartung anderen Hunden und/oder Fremdhunden ggü., allerdings fasse ich ohnehin sehr selten Hunde an, wozu auch!

    Unvorhergesehene Berührungen kommen natürlich vor, bei engen Wegstrecken/an Ampeln wartend z.B., doch passiert ist weder mir noch mit meinen Hunden je etwas, das sind in der Regel Streifzüge.

    Darf ich das erwarten als unbeteiligter Passant? Darf ich mich möglicherweise sogar fest darauf verlassen, dass nur solche Hunde vor Supermärkten angebunden sind? Oder im Biergarten abseits ihrer Leute herumliegen? Oder sonstwo außerhalb der unmittelbaren Einflussnahme des Besitzers?

    So eine Erwartungshaltung ist mir persönlich fremd.

    Ich akzeptiere und respektiere fremde Hunde um mich herum, auch in Situationen deiner genannten Beispiele, aber ich habe keinerlei Erwartungshaltung. Mir kommt nicht -ist ungefährlich/ist gefährlich- in den Sinn!

    Eben! Es betrifft nicht den Hund, es betrifft die Erwartung der Gesellschaft, die änderte sich, aber doch nicht der Hund!

    Deshalb häufen sich doch schon die simpelsten Alltagsprobleme, weil die Gesellschaft mit dem Hund nicht klar kommt, weil vom Hund Umgangsweisen erwartet werden, die er gar nicht zu erfüllen vermag von seinen Eigenschaften ausgehend.

    Der Hund wird doch oft in Situationen gezwängt, die überhaupt nicht zu ihm passen von Hause aus!

    Manch Hund hat teilweise straffere Termine wahrzunehmen und zu ertragen, wie manch Arbeitnehmer. Und das mitunter ohne Strukturen und schon gar nicht ausreichend Pausenzeiten.

    Der Hund ist nicht modern, die Gesellschaft entwickelt sich unsozial dem Hund ggü.

    Ich bin immer wieder baff erstaunt, wie hier teilweise Ansprüche Dritter -wenn auch fiktive- abgetan werden :denker:

    Zum Thema verlassen können - ich kann mir vorstellen, dass sich sehr sehr viele Familien darauf verlassen haben und noch immer tun, dass ihre eigenen Familienhunde ihre eigenen Kinder nicht angehen!

    Dass eine enorm hohe Anzahl Beißvorfälle innerhalb familiärem Bereich stattfindet, muss ich nicht extra erwähnen.