Beiträge von Junimond

    Ich nehme mal an, dass du auch schreckliche Angst davor hast, wie es ist, wenn man sein Tier einschläfern läßt? Oder? Da es dein erster Hund ist, hast du vielleicht überhaupt keine Vorstellung davon, wie dies abläuft.

    Ich habe ja erst vor kurzem meine Scully gehen lassen. Ich erzähle dir jetzt mal wie es ablief, damit du eine Vorstellung davon hast.

    Sie bekam beim Tierarzt eine Beruhigungspritze und schlief dann schon ganz ruhig und tief. Und erst dann bekam sie die endgültige Spritze von der sie überhaupt nichts mehr gemerkt hat. Sie ist dann einfach ganz ruhig gestorben. Sie hat sich dabei in keinster Weise gequält. Tierarzt und Helferinnen waren sehr einfühlsam und mitfühlend. Natürlich hab ich Rotz und Wasser geheult und natürlich fehlt sie mir überall jetzt. Aber es war die richtige Entscheidung.

    Eine Nachbarin von mir, der ging es ähnlich wie dir mit ihrem alten Hund. Wir alle, die wir den Hund kannten, konnten deutlichst sehen, dass der Hund sich nur noch quält, doch sie wollte es nicht wahrhaben und ihr selber, ist es überhaupt nicht so aufgefallen, weil sie ihn jeden Tag um sich hatte. Wir anderen Hundehalter, die sie alle paar Tage sahen, konnten aber sehr deutlich die Verschlechterung wahrnehmen.

    Und wir haben ihr immer wieder versucht dies klarzumachen.

    Heute einige Jahre später macht sie sich immer noch Vorwürfe, dass sie so "blind" war und eigentlich viel zu spät reagiert hat.

    Bitte zum Wohl deines Hundes laß sie sich nicht weiter quälen.

    Habt ihr euren Tierarzt gefragt, was er euch da rät vor allem in Bezug auf die Wunde/Narbe? Denke da vor allem an den Sand am Strand.

    Muß der Hund denn mit zum Strand? Kann der nicht in eurer Unterkunft bleiben?

    Mir persönlich wäre es zu heikel, ganz ehrlich, wenn es eh schon Probleme gab

    Meine Hündin hatte ja auch Tumore an der Säugeleiste. Aber die taten ihr die ganzen Jahren überhaupt nicht weh und sie ging nicht dran.

    Als sie dann vor wenigen Wochen anfingen größer zu werden, wollte sie auch dran gehen, was für mich das sehr deutliche Zeichen war, dass es ihr weh tut. Trotzdem sah bei ihr der Tumor nicht so schlimm aus wie auf dem Foto von dir. (sorry, aber das Bild von deinem Hund hat mich doch sehr geschockt)

    Und meine Hündin hat auch noch gefressen und getrunken und ist gelaufen. Und trotzdem habe ich mehr als deutlich gemerkt, dass der Zeitpunkt gekommen war sie einschläfern zu lassen.

    Bitte sieh den Tatsachen ins Auge und laß deinen Hund in Frieden gehen. Du wirst dir sonst später unter Garantie Vorwürfe machen, dass du sie unnötig hast länger leiden lassen.

    Ich weiss, dass es gerade beim ersten Hund unfaßbar schwer ist diese Entscheidung zu fällen, aber das ist unsere Pflicht und das sind wir unserem Vierbeinigen Freund schuldig.

    Bei einer Gebärmutterentzündung wie bei deiner Hündin jetzt, nützt Antibiotika meist auch nur vor rüber gehen.

    Und nochmals zum Alter: solche Tabellen sind immer nur Richtwerte, da gibt es immer einzelne Fälle, wo es ganz anders ist. Mein allererster Hund war ein Cocker Spaniel, der wurde nur 8 Jahre alt. Ein Mittelgroßer Hund. Mein großer Rottweiler Mix der wurde hingegen 16 Jahre alt. Beide hielten sich nicht an irgendwelche Tabellen Vorgaben.

    Ich selber mußte übrigens vor 3 Wochen den letzten Weg mit meiner Scully gehen. Auch sie hatte Gesäugetumore, schon über 5 Jahre lang. Aber die blieben gleich und sie war top fit. Und dann nach der letzten Läufigkeit ist ein Tumor rasant gewachsen und hat dann auch gestreut und innerhalb kürzester Zeit ging es ihr von jetzt auf gleich schlecht und ich mußte sie im Alter von 12 1/2 Jahren einschläfern lassen.

    Es ist ein schwerer Weg, aber zum Glück können wir in solch einem Fall unseren Vierbeinern Leid ersparen und sie in Ruhe einschlafen lassen und sie müssen sich nicht quälen, denn das sind wir ihnen doch schuldig.

    Es tut mir leid für dich und deinen Hund, genieß jeden Tag den ihr noch habt und verpaß nicht den Zeitpunkt, wo es für sie nicht mehr geht.

    Dein Hund ist 14 Jahre alt (was ein stolzes Alter ist) und hat wie du schreibst jede Menge Erkrankungen und nun bösartigen Gesäugetumor. So schwer es auch ist, muss man da mal den Tatsachen ins Auge blicken und zum Wohl des Hundes entscheiden.

    Ich würde dem Hund keine OP mehr zumuten, sondern die letzte Zeit genießen, solange es ihr noch gut geht und sie dann auf dem letzten Weg begleiten, wenn es ihr schlechter geht.

    Euer Ersthund kommt gerade in die Pubertät, der denkbar ungünstigste Zeitpunkt sich einen Zweithund anzuschaffen.

    Was gefällt euch denn außer der Optik wirklich bei einem Podenco?

    Das ihr ihm draußen völlig egal seid? Das er evtl sein Lebenlang wie ein bekloppter zieht an der Leine? Das er bei Wildsichtung kreischend auf den Hinterbeinen steht und die gesamte Nachbarschaft glaubt, dass ihr gerade euren Hund massakriert?

    Das ihr ihn wahrscheinlich niemals ohne Leine laufen lassen könnt?