Beiträge von CorinnaS

    Ich hatte eine Pflegehündin aus Sardinien, die auch super empfindlich mit dem Magen war. Da halfen nur viele kleine Portionen Schonkost über den Tag verteilt. Was ihr auch gut geholfen hat, waren ein paar Tage Haferschleim. Sie vertrug überhaupt keine Knabbersachen wie getrockneten Pansen oder sowas. Der Magen dieser Hunde braucht u.U. sehr lange, bis er wieder robuster ist.

    Erkältung kann schon sein. Rückwärtsniesen hört sich tatsächlich so an als würde der Hund ersticken (zieht massiv Luft durch die Nase ein). Wenn der Anfall länger dauert, kann man einen Schluckreflex auslösen, indem man die Nase nach unten zur Brust drückt. Dann hört's auf. Wenn's aber eh nur kurz ist, macht's nix.

    Eigenständiger Kontakt zu Kindern ist bei mir verboten. Hab immer Angst, es wird mal einer umgeschubbst. Und im Kinderwagen finde ich, wirkt so eine Hundenase schon sehr bedrohlich für das arme Kind.
    Darum bezahle ich für Kinder: Kind in Sicht = Hund kommt zu mir und hält Blickkontakt, bleibt im Fuß = Leckerlie. Klappt super. Übrigens das gleiche Prinzip wie bei Joggern und Radfahrern sowie Passanten auf vollen Gehwegen.

    Der Jagdtrieb ist da oder nicht, daran ändert man nichts. Man kann versuchen, ihn umzulenken und dadurch irgendwie kontrollierbar zu machen.

    Du fragst nach positiver Bestärkung. Das möchte ich etwas erweitern. Ich habe jetzt gerade den 4. Jagdhund "am Hals" :D . Ich arbeite nicht mit TT oder dergleichen, aber natürlich gibt es Verbote und Abbruchsignale. Zur Not scheue ich auch nicht davor, mal eine Kette zu werfen - wobei das bislang fast nie erforderlich war.

    Die Grundlage zur Kontrolle jagdlichen Verhaltens ist m.E. das genaue Beobachten des Hundes. Jeder hat so sein Lieblingswild. Dann kommt ein starker Bindungsaufbau. Und dann das Angebot von Alternativen wie z.B. einem Futterdummy. Und die Befriedigung des Jagdtriebs durch andere Unternehmungen wie etwa Mantrailing oder dergleichen.

    Ich finde, dass man mit gezieltem SL-Training eine Menge erreichen kann. Aber ich setze halt auch nicht "nur" auf Verbot/Abbruch, sondern insbesondere auf die Alternative (also den Dummy). Ich konditioniere den "Notpfiff" auf Leberwurst. Sich für mich zu entscheiden führt immer und ausnahmslos zu Spaß und Anerkennung. Bei mir muß kein Hund vorsitzen, wenn ich ihn vom Kaninchen abrufe :/ . Stattdessen gibt's einen super Jackpot und ein wildes Spiel, ein Maximum an Aufmerksamkeit und Zuwendung. Gerade die Beagles haben einfach "Spaß am Spaß". Mit ernster Miene und Kasernenhof-Gehorsam ist bei denen nix zu holen (außer, dass sie dann doch lieber jagen gehen).

    Damit fahre ich sehr gut. Solange ich vorausschauend unterwegs bin und mich auch wirklich meinen Hunden zuwende. Und solange ich auch nicht davor scheue, mal eine Leine dran zu machen, wenn alle 2 Meter ein Reh kreuzt oder ich einen schlechten Tag habe :/ . Ich schaue mir die Hunde immer gleich am Anfang des Spaziergangs an. Kann ich sie geistig bei mir halten oder haben sie einen Stöber-Tag? Zu 95% laufen sie frei.

    Nach 2 Tagen schon über Themen wie Kastration nachzudenken, finde ich einfach viel zu früh. Der Hund muß sich doch erstmal einleben, man selbst muß den Hund kennenlernen. Da sind doch erstmal ganz andere Dinge wichtig.
    Und wegen der Hündin: Man kann auch mal ein paar Tage getrennt spazieren gehen.

    Wenn man einen Welpen von einem guten Züchter holt, dann hat der in Sachen Stubenreinheit eh schon vorgearbeitet. Je länger aber ein Welpe in einem Zwinger (und das ist hier der Fall beim Tierheim-Hund) gelebt hat, in dem er sich auch lösen mußte, desto länger braucht das dann halt.
    Ich merke das ja schon bei meiner kleinen Labor-Maus. Die kam zwar schon mit 10 Wochen aus dem Labor, braucht aber auch länger.