Beiträge von CorinnaS

    Beim Mantrailing ist es nicht anders als in anderen Ausbildungsbereichen. Es gibt Anhänger verschiedener Methoden, die sich vortrefflich streiten können :D . Das geht ja oft schon beim Ansetzen/Anriechen los.

    Die "spurtreue" Schule hat den Vorteil, dass der Hund sich nicht zu sehr "verlieren" kann. Hat aber m.E. auch den Nachteil, dass der Hund zu wenig darin gefördert wird, eigene Strategien zu entwickeln, da er ja sehr viel korrigiert wird. Ein eher unsicherer Hund mag mit dieser Methode Probleme haben. Er wird nicht selbständig und verläßt sich zu sehr auf die Hilfen/Korrekturen seines Hundeführers.
    Die andere Methode setzt darauf, daß der Hund absolut selbständig Probleme lösen lernt. Damit geht die Gefahr einher, daß er "pfuscht" und u.U. unnötig lange braucht, bis er die Person findet. Was im Realeinsatz durchaus auch mal tödlich sein kann.
    Ich trainiere offengestanden gerne so ein wenig "dazwischen". Und vor allem auch angepaßt an den individuellen Hund.
    Ich mische mich aber absolut nicht ein, ob ein Hund nun mit tiefer oder hoher Nase sucht. Das ist immer die Entscheidung des Hundes.

    Was mir besonders wichtig ist, das ist die Entwicklung einer guten Teamarbeit. Die Kommunikation zwischen Hund und HF muß entwickelt werden. Dazu gehört das Lesen der Körpersprache an erster Stelle. Und gerade dafür ist ein Mitläufer sehr, sehr hilfreich. Erfährt der Hund, daß seine Signale auch verstanden und aufgenommen werden, wird er eine gute Kommunikation aufbauen. Kommt das nicht zustande, habe ich nachher einen Hund, der immer fein weiter läuft, auch wenn er schon gar nichts mehr in der Nase hat.

    Ich kann Dir noch ein sehr gutes Buch empfehlen, das noch detaillierter ist als das von Christiane: Mantrailing für Jederhund von Sabine Ditterich.

    Und zu den Bodenverletzungen: Die würde ich nicht ins Training einarbeiten. Der Mantrailer zeichnet sich gerade dadurch aus, daß er eben nicht nach Bodenverletzungen, sondern nach dem Individualgeruch sucht. Sonst könnte man ihn ja nicht auf Asphalt einsetzen.

    Ihr steht ja noch ganz am Anfang. Also mach keine so komplizierten oder langen Trails. Du mußt erstmal die Verknüpfung Geruchsartikel-Zielperson festigen, ebenso den Findewillen. Ich würde an Deiner Stelle erstmal daran arbeiten, daß Dein Hund alle möglichen Untergründe kennen lernt. Und daran, daß er möglichst viele verschiedene Personen zur Suche bekommt.

    Meiner ist es 4,5 Jahre und kann es auch absolut nicht leiden, wenn einer so ungestüm auf ihn zurast oder er angerempelt wird. Ich beobachte das schon im Vorfeld und nehme ihn mit einem Handzeichen aus dem Schußfeld. Habe das über Handtarget trainiert. Und ich stelle immer wieder fest, dass er meine Aufforderung sehr dankend annimmt.

    Bei mir ist Kalle der Große (4,5 Jahre), Lilo die Kleine (knapp 5 Monate).
    Anfangs hab ich auch Wert darauf gelegt, dass jeder sein eigenes Körbchen benutzt und nicht gewechselt wird. Aber das wurde mir ehrlich gesagt bald zu doof. Mittlerweile laß ich sie das selbst regeln. Und es geht ziemlich fleißig durcheinander mit den Liegeplätzen, aber weitestgehend ohne Krach.
    In Sachen Futter bin ich absolut konsequent. Da wird nicht gerangelt und geklaut. Das kann sehr schnell in böse Auseinandersetzungen ausufern. Also wird nur unter meiner Aufsicht gefressen, auch Kaukram. Und ich dulde keinerlei Grenzüberschreitungen. Da reicht ein scharfer Blick von mir.