Beiträge von CorinnaS

    Ich bin ja auch mal unfreiwillig "Hobbyzüchter" geworden. War mit meinem Paco auf einer Hundewiese. Da kam eine Frau mit Hündin dazu. Die Rüden zeigten auffälliges Interesse an ihr, darum haben wir gefragt, ob sie läufig sei. Die Halterin meinte dann, sie sei sterilisiert, rieche aber wohl immer gut. Tja.... So schnell konnte ich gar nicht gucken, wie Paco "zugeschlagen" hat.
    Bis zur Geburt der 3 Welpen meinte die Frau dann immer noch, ihre Hündin sei nicht trächtig, obwohl sie von mehreren Leuten darauf angesprochen worden war (ich selbst hatte sie nicht mehr gesehen, nur davon gehört).
    Dann kam der Anruf einer Bekannten, daß die Welpen gefallen seien. Die Frau sei total überfordert (vor allem finanziell) und wolle sie aussetzen. Ich also sofort hin, mich um alles gekümmert, Futter und Geld rangeschleppt. Dann wochenlang alles begleitet, für Tierarztbesuche gesorgt etc. Und schließlich habe ich die drei auch vermittelt. Bis heute halte ich Kontakt. Einen Rüden bekam ich mit 4 Jahren zurück, weil es familiäre Probleme gab. Habe ihn dann in Pflege genommen und neu vermittelt.
    Die ganze Angelegenheit hat mich eine Menge Geld und Nerven gekostet.

    Am Schlimmsten finde ich immer die Aussage "die Hunde können ja nichts dafür, die haben auch ein gutes Zuhause verdient". Klar können die nix dafür und sind mit Sicherheit liebenswert, mit etwas Glück sogar gesund. Aber die Käufer können etwas dafür, wenn die Elterntiere schamlos ausgenutzt und unter katastrophalen Bedingungen gehalten werden.
    Die Nachfrage bestimmt hier das Angebot!!!

    Mein Kalle kommt von einem gar gräßlichen Vermehrer, gegen den auch schon zig Verfahren laufen. Ich selbst hab ihn mit 7 Monaten aus seiner damals 2. Familie geholt. Da war mir die Abstammung egal, der Hund mußte da raus, basta. Aber ich verfolge die Inserate des "Hobbyzüchters" im Internet und krieg jedes Mal das große Kotzen, echt. Die Hunde sind "liebevoll in der Familie aufgezogen". Präsentiert werden sie mit hübschen Fotos auf der heimischen Couch. Haha! Der hat eine Art Hundefabrik und kauft noch ganze Würfe aus dem Ostblock dazu. Und die Leute kaufen und kaufen und kaufen...

    Freunde von mir (er Tierarzt) haben eine Mischlingshündin vom Nachbarsbauern. Den kennen die schon seit Jahren, seine Hunde sind top. Dagegen sag ich nix. Aber sowas ist halt auch die Ausnahme.

    BlueSusa: Das war nur als Beispiel, weil das so oft genannt wird. Bei mir haben die Bauernwürfe keinen guten Ruf;)

    Ich habe nicht grundsätzlich etwas gegen solche Hobbywürfe. Aber es ist nunmal so, daß immer mehr professionelle Vermehrer sich als solche "tarnen". Und selbst, wenn die Welpen gesund sind, hat man die Elterntiere auf dem Gewissen, die unsäglich leiden müssen.
    Wenn man z.B. den Bauern und seine Hunde persönlich kennt, dann sehe ich das etwas anders. Vorausgesetzt, der ist verantwortungsbewußt und läßt seine Hunde und Welpen auch tierärztlich entsprechend betreuen.

    Bei mir war's so, daß ich die Hunde erst nach einigen Wochen auch gemeinsam alleine gelassen habe. Kalle ist total gutmütig, der hätte der Kleinen nie was getan. Aber sie hat ihn permanent genervt und überhaupt nicht in Ruhe gelassen, wenn ich nicht dafür gesorgt habe. Ich wollte dann nicht, daß ihr Verhältnis darunter leidet, daß er ihr quasi "schutzlos" ausgeliefert gewesen wäre.

    Treppen, Sprünge und abrupte Stopps würde ich auch absolut vermeiden. Übermäßiges Schonen finde ich nicht gut, da gerade HD-Hunde durchaus Bewegung brauchen, um muskulär aufgebaut zu werden. Gleichmäßiges Traben und Schwimmen können helfen. Aber ich würde das erst mit einem Physiotherapeuten abklären. Gerade beim Schwimmen muß man genau schauen, wie der Hund schwimmt. Nicht für jeden ist das als Training zu empfehlen. Ein Physio kann Euch auch gezielte Übungen zum Muskelaufbau zeigen, die Ihr dann selbständig durchführen könnt.

    Lilo wird morgen 6 Monate alt. Sie schafft mittlerweile locker 3 Stunden, auch ganz alleine ohne Kalle. Dann macht i.d.R. die Blase schlapp. Ich hab hier allerdings die Möglichkeit, die Tür zur Terrasse auf zu lassen. Das ist ein kleiner Innenhof, der von außen nicht zugänglich, also absolut sicher ist. Das Alleinebleiben hab ich von Anfang an mit ihr geübt, eben auch ohne Kalle. Ich hatte allerdings auch keinerlei Zeitdruck. Nach 4-6 Wochen waren wir erst bei ca. 1 Stunde.