Beiträge von CorinnaS

    Ich nehm dann meistens Dosen und Babygläschen mit. Wenn ich eine FeWo habe, kaufe ich auch zwischendrin mal Fleisch im Supermarkt und raspel dann halt Obst/Gemüse noch dazu.

    Ich habe mich auch immer nur so ungefähr an diese Richtwerte gehalten. Dabei geht es auch nicht darum, wann ein Welpe/Junghund ausgepowert ist, sondern um die angemessene Belastung der noch weichen Knochen und Gelenke.
    Auch mein 3. Beagle-Tier war nach den empfohlenen Zeiten nie müde :D . Ich habe sie dennoch nicht regelmäßig stark verlängert, sondern eher ein wenig Übungen oder Spiele gemacht.
    Du kannst auch in diesem Alter schon prima Suchspiele machen. Die lasten besser aus als lange Spaziergänge.
    Als Beagle-Halter ist man viel unterwegs, ja :D . Aber sie brauchen auch unbedingt Aufgaben, also Kopfarbeit. Damit kann man auch gut kompensieren, wenn mal etwas weniger Zeit zum Spaziergang da ist.

    Kalle ist so dankbar, dass er mich ständig ausschimpft, wenn ich seine Kommandos nicht befolge. Nur, damit ich eine gute Erziehung genieße, ist ja klar :D
    Und Lilo ist so dankbar, dass sie mir zur Not auch mal eine komplette Packung Toastbrot klaut und auffrißt. Nur, damit ich nicht zu dick werde, versteht sich :D

    Armer Kerl! Da wirst Du viel Geduld brauchen.

    Meinen Kalle habe ich auch mit 7 Monaten übernommen. Die damals 2. Familie hatte nach 3 Tagen schon kapituliert. Die waren sehr, sehr nett, aber gänzlich unerfahren. Man hatte ihnen erzählt, der Hund habe Hundeschule hinter sich und sei total brav, könne auch super alleine bleiben. Nun, der konnte gar nix und legte die Bude beim Alleinsein in Schutt und Asche...
    Ich hab dann im Internet recherchiert und - den Foren sei Dank - seine Vorgeschichte gefunden. Er lebte weitestgehend von der ersten Familie isoliert in einem eigenen Zimmer, das er ebenfalls in Schutt und Asche legte, vor allem eben auch vollpinkelte etc. Darum wurde er auch abgegeben.

    Kalle war, als ich ihn bekam, völlig verstört. Schon beim ersten Kennenlernen lief mir nach wenigen Minuten das Blut von den Fingern, außerdem war er nur am Rammeln. Streß pur! So richtig anfassen lassen wollte er sich auch nicht. Und auf mich wirkte er irgendwie "autistisch", also eben so in sich eingeschlossen irgendwie.

    Und nun die gute Nachricht :D : Innerhalb von 2-3 Monaten hat dieser Hund sich damals total gedreht. Er wurde stubenrein, blieb brav alleine, solange er die ganze Wohnung zur Verfügung hatte (geschlossene Türen kamen bei ihm nicht gut an), wurde total aufmerksam und schmusig.

    Das Wichtigste: Du mußt Geduld haben, auch wenn Du manchmal sicher lieber ausflippen möchtest (das ist normal). Räum den Flokati weg, das spart Dir Ärger. Mir hat sehr geholfen, dass ich auf Handfütterung umgestellt habe. So hat Kalle damals schnell Vertrauen zu mir gefaßt und Bindung entwickelt. Geh sehr ruhig mit ihm um, wenn Du den Verdacht hast, dass er geschlagen wurde. Und fordere ihn geistig. In dem Alter ist das eh wichtig. Und wenn er so vernachlässigt wurde, wird er sicher Freude daran haben, dass sich jemand mal richtig mit ihm beschäftigt. Kannst auch ganz doofe Tricks üben, Hauptsache Ihr habr beide Spaß. Clickern wäre sicher eine feine Sache.

    Das wird schon!