Beiträge von CorinnaS

    Ja, der Hundeplatz-Gehorsam läßt sich halt oft so gar nicht auf den Alltag übertragen. Also mußt Du mehr im Alltag tun.
    Komplett ignorieren finde ich schwierig bis unsinnig. Aber nimm ihn mal aus dem Mittelpunkt. Mach ihm mehr Vorschriften und zieh das konsequent durch.
    Freilauf nur noch mit SL, damit Du den Rückruf auch durchsetzen kannst. Und die Leinenführigkeit ganz neu aufbauen.
    Häng mal mehr "Chef" raus, aber ohne dabei irgendwie laut oder hektisch oder gar böse zu werden.

    Na, dann hast Du Dir die Antwort ja schon selbst gegeben: arbeiten!
    Du bist in einer blöden Situation, weil sich die bislang fehlende Erziehung jetzt noch mit der Pubertät vermischt. Also erwarte nicht zu schnelle, zu große Fortschritte auf allen Ebenen. Fang mit 1 Baustelle an...
    Wichtig zu wissen: In der Pubertät funktioniert das Gehirn der Hunde nicht so 100%ig (wie bei uns als Teenies auch). Also überfordere ihn nicht. Bleib immer ruhig und souverän.
    Du mußt das aber jetzt angehen, sonst festigt sich das schlechte Benehmen während der Pubertät noch mehr und ist nachher umso schwieriger in den Griff zu bekommen.

    Er sollte schon zuverlässig hören, wenn Du ihn frei laufen läßt. Der Weg dahin führt zwangsläufig über die Schleppleine. Aber Du mußt auch wirklich trainieren, ihn nicht nur an der SL spazieren führen.
    Gestalte doch die Spaziergänge mal etwas interessanter. Mach kleine Übungen, das kann Unterordnung oder Tricks sein. Laß ihn Hindernisse besteigen oder überwinden. Suchspiele kannst Du auch einführen.
    Damit erreichst Du, dass er sich mehr mit Dir beschäftigt als mit seiner Umwelt und trägst zu seiner Auslastung bei, weil Du ihn geistig mehr forderst.

    Ingrid: Natürlich ist es nicht damit getan, dass ein Hund rennt. Er muss auch geistig gefordert werden. Aber Hunde müssen auch ihren Bewegungsdrang ausleben und frei rennen können. Und das nicht nur aus psychischen, sondern auch aus rein orthopädischen Gründen übrigens.

    Du hast verschiedene Möglichkeiten:

    Du stellst auf Handfütterung um. Er bekommt also kein Futter mehr aus dem Napf, sondern nur von Dir unterwegs, wenn er sich kooperativ zeigt. Dauert ein paar Tage, aber irgendwann schnallt er, dass er was tun muss, wenn er nicht verhungern will;)

    Du findest etwas anderes, worauf er total abfährt. Nicht jeder Hund läßt sich mit Futter von anderen Reizen ablenken. Hat er ein Lieblingsspielzeug, das Du ihm dann z.B. nur noch draußen i.V. mit Dir geben könntest?

    Insgesamt solltest Du Dich selbst mehr in den Mittelpunkt seines Interesses bringen. Sonst nutzt Dir auch die Pfeife nichts. Also vielleicht mal weniger andere Hunde, dafür mehr Beschäftigung und Spiel mit Dir.

    Wichtig ist, dass Du selbst ganz ruhig und souverän dabei bist.
    Vorbeilaufende Passanten werden gar nicht begrüßt! Kommt also wer, sprich Deine Hündin an und konzentriere sie auf Dich (hier kann ein Leckerchen helfen, wenn sie Dich anschaut). Ich halte es mit meinen so, dass ich Blickkontakt zu mir immer wieder bestätige, vor allem, wenn uns wer entgegen kommt (auch Jogger, Radfahrer etc.).
    Bei "echten" Begrüßungen übst Du dann das Sitz ein. Und erst, wenn sie sitzt, wird sie auch von der Person begrüßt/bestätigt.

    Das ist ganz normales Junghunde-Verhalten, das jeder Hundehalter kennt.
    Wenn Du tiefer einsteigen willst, kann ich dir das Buch "Hunde sind anders" von Jean Donaldson empfehlen. Da ist auch das Anspring-"Problem" sehr gut beschrieben, vieles andere aber auch, was absolut hilfreich ist.

    Zum Muskelaufbau laß sie am besten langsam traben und dehne die Strecken auch nur langsam aus. Vielleicht kannst Du ja unterwegs auch mal ein Spielchen einlegen, damit sie mehr Spaß bekommt. Wähle weiche Untergründe (Feld-/Waldwege), möglichst keinen oder kaum Asphalt.