Beiträge von Benny1

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    Hallo,
    ich kenne mich mit Tierschutzhunden nicht aus, aber meine Hündin hatte die gleichen Symptome. Drinnen brauchte sie einen absolut geregelten Ablauf und draussen ist sie immer auf Hochtouren gelaufen, reagierte auf jeden Reiz, war in ihrer eigenen Welt und nicht ansprechbar. Wurde schon mal die Schilddrüse auf eine subklinische Unterfunktion untersucht? Die Symptome sind die gleichen, die Du schilderst.

    Mein Hund hatte auch Probleme, Zusammenhänge herzustellen. SD Hunde können die einzelnen Reize schlecht verarbeiten. Bei ihnen kommt nur ungefiltert eine Flut an. Auch dieses auf und ab ist typisch. Wir hatten mal einen super Tag dabei, das Erlernte konnte abgerufen werden. Dann dachte ich schon: Bingo, geschafft. Und am nächsten Tag war schon wieder alles beim Alten. Ich habe an mir selbst gezweifelt, an meinem Training. Mit Beginn der Tabletteneinnahme war sie dann fähig, die erlernten Sachen abzurufen. Vorher wurden die Dinge einfach abgespult, ohne Sinn, weil sie keine Struktur erkennen konnte. Heute ist es Elly möglich, Zusammenhänge und Reihenfolge zu erfassen. Sobald die Dosierung nicht mehr stimmt, macht sich das alte Verhalten wieder bemerkbar.

    Bei Verdacht auf SDU ist es wichtig zu einem Spezialisten zu gehen. Die kennen sich damit aus und wissen, dass diese Symptome durchaus auch andere Ursachen haben können. Eine subklinische SDU ist eine Ausschlussdiagnose nachdem aufgrund von Untersuchungen eine andere Erkrankung ausgeschlossen wird. Kein Spezialist wird nur aufgrund der SDU Werte Tabletten verabreichen. Es gehört immer ein geriatrisches Blutbild und eine eingehende Befragung dazu. Mein erster Termin dauerte 1 1/2 Std. weil dort wirklich alles abgeklopft wurde.
    Mein Haustierarzt wollte Elly mit Medikamenten ruhig stellen.

    Ich kann Dir nur raten, wegen der Problematik zu einem Spezialisten zu gehen. Mein Tierarzt meinte ja zuerst, das Blutbild sei i. O. Als ich dann darauf bestand, dass ich einen Zusammenhang zwischen den SD-Werten und Verhalten sehe, wollte er auch selbst die Einstellung vornehmen. Die Anfangsdosis, die er Elly geben wollte, bekommt sie heute nach einem halben Jahr noch nicht! Die Einstellung ist nicht einfach und wenn dann noch das Problem mit der Epilepsie dazu kommt, würde ich das nur von jemandem mit Erfahrung auf dem Gebiet SD machen lassen. Diese Ärzte wissen viel besser bescheid über die Wechselwirkungen der einzelnen Medikamente.

    Du kannst das Blutbild auf jeden Fall bei Deinem TA machen lassen. Die Werte, die Du genannt hast, sind wichtig und auch das geriatrische Blutbild um eine Erkrankung auszuschliessen, die die Schilddrüsenwerte beeinflusst.
    Telefonische Beratung ist sicher möglich. Meist muss man vorab einen Fragebogen ausfüllen. Manchmal hilft auch in Video von der Verhaltensauffälligkeit.
    Ich bin in den anderen Angelegenheiten bei meinem Haustierarzt geblieben, weil ich dort ansonsten sehr zufrieden war, das war kein Problem. Die Schilddrüse ist einfach zu vielschichtig, dazu braucht es einfach einen Spezialisten und ich drücke die Daumen, dass euer TA dafür Verständnis hat.

    Eine subklinische SDU sollte man unbedingt von einem Spezialisten abklären lassen. Dazu ist auf jeden Fall ein grosses Schilddrüsenprofil notwendig. Die meisten Haustierärzte kennen sich damit nicht aus. Die Referenzwerte von Elly waren zwar noch im Referenzbereich, aber im unteren Drittel. Unser TA war der Meinung, dass damit alles in Ordnung sei. Da Elly aber verhaltensauffällig war bin ich mit ihr zu einer Spezialistin, die eine subkl. SDU festgestellt hat. Elly wird nun seit Februar substituiert und sie ist nun wieder ansprechbarer und trainierbarer.

    Meine Hündin hat eine subklinische SDU. Sie war auf dem Spaziergang auch wie im Tunnel und überhaupt nicht ansprechbar. Die Tabletten bewirken aber, dass der Hund nun erst trainierbar wird.
    Wir sind nun seit einem halben Jahr dabei, die richtige Einstellung zu finden. Es gibt Phasen, da komme ich an sie ran und merke, was wir schon für ein tolles Team geworden sind. Dann stimmt die Einstellung wieder nicht und wir sind wieder fast auf Anfang.
    Wichtig sind ein Arzt, der sich mit SDU auskennt und ein Trainer, der auf die speziellen Bedürfnisse eines SDU Hundes eingehen kann.
    Es ist nicht einfach, solch einen Hund zu haben und es zehrt oft an den Nerven. Doch man lernt, den Hund zu lesen und kann im laufe der Zeit immer besser auf die anfänglichen Schwankungen reagieren.

    Ich wünsche euch auf eurem Weg alles gute und ich finde es toll, wie sehr Du dich um diesen Hund bemühst.

    Viele Grüsse, Daniela

    Wurde sie schon auf Probleme mit der Schilddrüse untersucht? Deine Schilderungen erinnern mich an meine Hündin. Wir mussten auch einen absolut geregelten Tagesablauf einhalten. Sie war extrem stressanfällig, jede kleine Abweichung im Tagesplan war schlimm für sie. Draussen absolut fixiert auf eine Sache. Ich kam gar nicht an sie ran. Auch dieses Starren würde passen. Bei ihr wurde die subklinische Form diagnostiziert.