Wenn Dein Hund sich nicht anfassen lassen will, kannst Du das auch anders aufbauen. Nämlich indem Du das Markerwort sagst, sobald sich der Hund im Verlauf des Tages von selbst entspannt. Klassiker ist die Situation, in der der Hund sich im Liegen wohlig streckt oder in der er sich liegend mit dem Rücken gegen etwas drückt. Damit regt er nämlich selbst die Ausschüttung von Oxytocin an und diesen Moment kannst Du einfangen.
Das mit dem Markerwort habe ich so gemacht. Aber wenn ich es dann aufladen wollte, ist sie aus der Ruhephase wieder aufgesprungen, wie von der Tarantel gestochen sobald sie das Wort gehört hat. Irgendwie hat sie es dann anscheinend mit der Stresssituation verknüpft.
Ich habe es jetzt mal mit einer Strophe eines Schlafliedes versucht - und das klappt jetzt besser. Sie kann noch nicht wirklich entspannen, aber ich habe den Eindruck, dass der Stresslevel sinkt.
Mit der Entspannungsmusik habe ich vor ein paar Tagen angefangen. Da bin ich noch im Aufbauen und bin sehr gespannt, ob es hilft.
In manchen Sachen ist Elly einfach sehr kompliziert. Ich habe z. B. nachts in die Nähe ihres Schlafplatzes bei mir ein paar Tropfen Lavendelöl auf ein Tuch getropft. Sie kam die ganze Nacht nicht in meine Nähe. Bei ihr muss alles ritualisiert sein und ich denke, da es sonst nie nach Lavendel gerochen hat, durfte es nicht nach Lavendel riechen. Solche Sachen bringen sie aus der Fassung. Das Entspannungslied klappt vielleicht deshalb besser, weil ich es ihr schon von Welpe an gesungen habe und das Markerwort hatte ich vorher nie benutzt.
Vielen Dank für Deine tollen Anregungen, ich werde nochmals in mich gehen, wo ich evtl. noch Veränderungen vornehmen kann.