Beiträge von Sundri

    Nun ja, der Husky bedrängte gestern halt massiv meinen Hund, er wollte ihn ständig besteigen und stellte sich vor ihm auch quer, blockte ihn also, wenn Lucas woanders hin gehen wollte. Und er kam, auch wenn man ihn weg nahm oder abrief, halt einfach penetrant wieder an. Lucas hat sich das nicht gefallen lassen, war aber irgendwann echt genervt.....

    Aus meiner Sicht ist bisher alles okay, ich war nur verunsichert, weil ich das Gefühl hatte, er sucht bei mir Schutz und die Assistentin meinte, es sähe für sie so aus, als würde er die anderen Hunde von mir fern halten wollen. Da ich das nicht so wahr genommen hab und man selbst manchmal etwas Betriebsblind ist, wollte ich das hier einfach hinterfragen. Und ich fühle mich bestätigt, es war Schutz suchen und ich werde, sollte das wieder vorkommen, dann auch mehr eingreifen und handeln. ;)

    Sundri

    P.S. ich hab schon Spielgruppen erlebt, da tratschten alle Leuts und niemand achtete auf die Hunde - da hat auch keiner bemerkt, das manches schief liegt und der ein oder andere Hund gemobbt oder gar heftigst angegriffen wurde, erst als die Beißerei laut geworden ist. :mute:

    Und, als ich Malik ausgebildet hab, haben unsere Hunde (auch noch im letzten Ausbildungsjahr) immer noch miteinander toben dürfen, ich hab da mitunter Gruppen von 60 Hunden gesehen - ohne jeglichen Zwischenfall - weil für jede kleinere Gruppe (6 bis 8 Hunde) ein Ausbilder da war, der darauf achtete, das es keine Probleme gibt, wer mobbte kam für eine Auszeit an die Leine, weil sich die Gruppe im freien Feld traf. Aber im Großen und Ganzen war es eine echte Freude - diesen Gruppen zuzusehen.....

    Ich hab meine HuSchu extra danach ausgesucht, weil es hier Spielangeobte gibt, die erste die ich mir angesehen hab, lässt überhaupt keinen Kontakt untereinander zu, es gab auch keine Pausen - fand ich ganz furchtbar.

    Moin,

    na ja, Lucas spielt wirklich gern, für mich überraschend auch mit jungen Hunden, die ermuntert er oder aber, wenn sie kleiner sind, legt er sich hin, damit sie mit ihm spielen können..... Malik fand junge Hunde immer sch.... und ging ihnen so weit er konnte aus dem Weg. Lucas nicht.

    Wenn wir unterwegs Hunde treffen, mit denen er gern tobt, quietscht er auch gern mal und zeigt sehr deutlich "ich will da hin" - Hunde die er unspannend findet, beachtet er nicht wirklich.

    In der Gruppe wird normalerweise sehr darauf geachtet, was passiert und eingegriffen, hab ich ja beschrieben, gibt für so manchen Hund auch ne Auszeit im Vorauslauf. Das find ich schon gut. Und, so wie gestern - war es bislang nicht, die Gruppe ist wechselnd, auch von den Hunden her, wer Zeit hat, kommt, wer keine Zeit hat kommt nur kurz - und bevor die Huskies kamen, spielte Lucas ja auch intensiv mit zwei Hunden. Er wartet mitunter sogar im Laufen, damit er ihnen nicht davon rennt ;) und sie ihn kriegen.

    Und ich gebe Euch Recht, so manches "der will nur spielen" empfinde ich durchaus als bedrohlich, wenn der HuHa nämlich die Bürste seines eigenen Hundes "übersieht" oder gar sagt "der beginnt sein Spiel aber immer so". Auch das lernen HuHa in der Spielstunde, das der Trainer ihnen sagt "wie sie ihren Hund lesen müssen" oder was der grad "erzählt", find ich schon spannend.

    Der Husky ist schon 3, also auch kein Jungspund mehr, vielleicht auch daher sein unterschwelliges "den test ich aus", wie gesagt, ich behalte ihn im Auge.

    Sundri

    Sundri

    Zitat

    Wie gesagt: Ich finde das Spielen nicht so megawichtig, wenn es um Kommunikation lernen geht. Muss ja keine zehn Meter sein...

    haben wir uns da falsch verstanden? Lucas muss das nicht lernen, er soll nur die Gelegenheit haben, es zu tun....

    Zitat

    Wenns mit zwei Hunden nicht geht, würde ich halt nur einen mitnehmen. Machst Du doch in der Stunde auch, oder?

    :hust: ja aber ich nehm nur einen Hund mit, weil der andere mit Sicherheit den Rest verprügeln würde und erst hinterher nachsehen würde, wen er da verdroschen hat.... Wäre Malik nicht SO unverträglich dürfte er gern mitkommen.

    Und, wie gesagt, er bleibt nicht mehr gern allein..... mit Lucas gemeinsam ja, aber ohne ihn - nicht. HuSchu geht für uns auch nur, weil dann eine meiner Töchter zu Hause ist und ihn betreut. Wenn wir unsere großen Runden im Feld gehen, ist das Vormittags und ich bin grundsätzlich allein mit den Jungs. Ich will auch Malik nicht quälen, das hat er nicht verdient. Er braucht die Bewegung ja auch, zwei große Runden schaffe ich aber nicht. Und, er ist bald 14, ich sehe das als begrenzte Zeit.

    Aber Danke, ich sehe schon den Sinn des gemeinsamen Spazieren gehens...... und bedaure es manchmal, das ich das nicht anders handhaben kann.

    Sundri

    Ich bin kein Fan von Schleppleinen, mit zwei Hunden finde ich das total schwierig und wickle mich da immer ein und zum anderen, wenn er Schwung nimmt und auf und davon geht, kann ich ihn an einer 10 mtr. Schlepp nicht halten.... aber vielleicht fehlt uns da einfach das richtige Training.

    Wie funktioniert das, an der Schlepp spielen halte ich für Brandgefährlich..... und ableinen geht, wie gesagt nicht.

    Ruhiges Spazierengehen mit anderen hatte ich gestern, mit Freundin Lotti, die wollte immer spielen, ich mit zwei Leinen, denn auch Malik kann keinen Freilauf mehr haben, weil er nichts mehr hört und ohne Leine sein eigenes Ding macht (meist die Runde beenden und empört vor der Haustür bellen, weil ich nicht aufmache - wie auch ich bin noch Kilometer weit weg - er ist dement) war sehr anstrengend...... und ich war froh, als Lotti dann mit ihrer Chefin abbog und eine größere Runde ging.

    Sundri

    Moin,

    ich hab da mal eine Frage..... bezüglich Dobermännern.

    Die sind ja, soweit ich weiß, klassische Schutzhunde. Bei uns in der HuSchu ist eine junge Frau mit einem jungen Dobermannrüden (10 Monate) und als ich gestern in den Raum kam, lag ihr Hund (nebenbei, das ist der größte und mächtigste Rüde, den ich je gesehen hab, echt ein Trum von Hund, kupiert (kommt aus Slowenien) und er ist mir durchaus ein wenig unheimlich) neben ihr und knurrte mich an, blieb aber liegen und beobachtete mich mit festem Blick.

    Nun sollte er das lassen.... Beides, Knurren und fixieren - ich hab das nicht als fixieren wahr genommen, sondern als "ich sehe Dich!", er wollte wohl zu mir, wurde aber ins Platz beordert, gehorchte auch, sah mich aber weiter an. Was er eben auch lassen sollte. :???:

    Nun frag ich mich, liegt es nicht in der Natur eines Dobermanns derartig zu reagieren? Klar muss man das händeln, aber ist das Verhalten nun normal weil Rassebedingt - oder ungewöhnlich. Das ist nur Interesse, sonst nichts.

    Sundri

    Zitat

    In einer Jungdhundegruppe? Fragt sich wer da vom wem was lernen kann ;) Wobei ich bekennender Nicht-Fan von Rumsteh-Spielgruppen auf festen Plätzen bin... ich würde wohl eher Kontakt zu Leuten suchen, mit denen man zusammen eine Runde geht.

    ;) ich glaube, ich schrieb irgendwo "die meisten sind um ein Jahr herum" -manche sind älter, es ist eine gemischte Gruppe, in die jeder kommen kann, der mag. Mir Leute suchen, mit denen ich gehen kann..... ich kann Lucas im Feld nicht ableinen - er spielt dann einen Moment und dann geht er seiner Wege..... zwar kann ich ihn dann irgendwann auf dem Feld einsammeln, weil er Mäuse sucht, aber das ist nicht das, was ich möchte..... manchmal klappt es und seine Freundin holt ihn vom Feld, indem sie ihn animiert und er ihr folgt, aber das klappt eben nicht immer und solang der Rückruf nicht sitzt - gibt`s keinen Freilauf. Ist mir zu gefährlich. Für mich ist die Spielgruppe momentan eine gute Alternative.

    Sundri

    Zitat

    Neulich las ich mal einen Leserbrief in dem, angesichts von Wölfen in Deutschland, die Befürchtung geäußert wurde, dass zukünfig wohl Rentner und Schulkinder auf Ausflügen nicht mehr sicher wären, "zu Duzenden umkommen" würden.

    :lachtot: das haut mich allerdings echt um :lachtot:

    Zitat

    Wenn man solche Meinungen liest, dann kann man eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass es in Deutschland noch viele Menschen gibt, deren Denken noch im Mittelalter ist.

    Nein, da ist noch eine jahrhundertealte Urangst gegen die es anzukämpfen gilt. Ich schrieb das ja schon an anderer Stelle, ich halte das für ein wirkliches emotionales Problem, das wir rational nicht lösen werden. Die Mär vom bösen Wolf ist nicht tot, sondern höchst lebendig. Ich erinnere mich spontan an keine nette Geschichte über Wölfe, oder Märchenstellen..... Füchse sind listig und führen einen hinter`s Licht, aber Wölfe sind böse. Das haben wir von klein auf gelernt (auch durch Märchen und Geschichten) das sitzt tief. Menschen mit wenig Reflektionsvermögen, alss solche die sich nicht oder kaum von sich weg stellen können und sagen können "Moment mal, ich bin jetzt groß und kann alleine denken" die kommen aus dieser Angst, die vielfach unbewusst ist, nicht raus. Und, was jahrhundertelang in allen Sozialisationen gewachsen ist, erziehen wir in einer Generation nicht weg.....

    Sundri

    Zitat

    Dann würde ich es ganz anders betrachten. Wenn dein Hund normalerweise aufpasst und auch dazw geht bzw sich nichts gefallen lässt, und plötzlich Schutz sucht, dann ist ihm der Husky zu heftig. Der merkt schon heute, dass mit dem nicht gut Kirschen essen sein wird. So einen Hund muss man verdammt gut im Auge behalten. Huskyrüden können sehr heftig werden, wenn sie älter sind. Und sie verhalten sich auch anders.

    Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, die Huskynothilfe gibt gerne Auskunft.

    Das war, wenn ich darüber nachdenke, mein Gedanke. Der Husky will austesten, wie weit er gehen kann und die Souveranität von Lucas, der auch äußerst geduldig ist und kurze klare Ansagen macht, reizt ihn einfach.... Der meint das durchaus ernst und ich würde erwarten, das sich sein Verhalten beim nächsten Treffen steigert. Ich kann mich täuschen, aber das ist mein Gefühl.

    Der Labbi wollte ernsthaft nur spielen, das war zu sehen, vielleicht war es auch die Kombination, einer der penetrant irgendetwas klären will und einer von der anderen Seite, der penetrant spielen will und nicht merkt, dass das verloren Liebesmüh ist.

    Wir treffen den Husky nur dort und die Halterin hat Erfahrung, ist nicht ihr erstere Husky und nicht ihr einziger. Die zugehörige Hündin ist ne ganz liebe und auch auf dem Platz.

    Sundri