Beiträge von Sundri

    Zitat

    Diese Sache mit dem schlecht drauf sein hat Daisy ca. von Oktober bis Februar, wenn das Wetter so nass kalt ist.
    Ab nächster Saison wird sie auch Dauerschmerzmittel bekommen, aber im Sommer braucht sie das (noch) nicht.

    Allein das klingt für mich einfach nach Schmerzen..... ich hab es da einfacher, denn Malik leckt sich seine Vorderbeine bis sie sich verfärben oder aber, er zerbeisst sie regelrecht - nicht die Pfoten.... er bekommt momentan 2 Phen-Pred morgens und 3 Arthrisel Abends, das sind schon ganz schöne Hammer - aber es geht ihm dadruch spürbar besser. Mir ist aber auch klar, das er austherapiert ist, sollte die Wirkung hier nachlassen.

    Ich will nun nicht sagen, das Dein Hund so behandelt werden sollte - aber jedes Tier zeigt seinen Schmerz anders.... manche kaum... wenn ich für mich die Videos nehme, sieht es nach Schmerzen aus, können ja auch einfach Krämpfe sein, die natürlich nachlassen, durch Bewegung.

    Schau einfach und frag ggfs. einen zweiten TA nach seiner Meinung? Und viel Erfolg bei der Physio.

    Sundri

    Moin,

    "wie sie es schon ist, wenn sie schlecht drauf ist" - DAS spricht meiner Meinung auch durchaus für Schmerz, ich kenne das von Malik, der hat so schlechte Tage gehabt, das er einfach mit sich beschäftigt war und jeden, der ihm zu nah kam und das ging fix, weil er nicht mehr gut hört und sieht - angriff - seit er Schmerzmittel bekommt, geht er allen aus dem Weg, aber er zickt nicht mehr herum.

    Er wird nächste Woche 14.

    Alles Gute für Euch
    Sundri

    Moin,

    na ja, ich hab auch den Eindruck, das Epimedikamente viiiieeel zu schnell gegeben werden, Malik hat sie vor langer Zeit bekommen und sich durch sie extrem stark im Wesen verändert - die sind nicht ohne und das muss man berücksichtigen. Am Ende war es keine Epi, was immer es auch war - es kam nicht wirklich wieder, ich vermute heute, das es Vergiftungsanfälle waren aufgrund von Boutulismusbakterien - das kann sehr ähnlich aussehen.

    Und die Wesensveränderungen sind bei uns gravierend gewesen, ehrlich - allein bleiben ging nicht mehr, weil Malik stundenlang bellte (tat er vorher nie und hinterher auch nie). Pexion ist ein neues Mittel und auch nicht ohne, informiere Dich bitte über die Nebenwirkungen - der Preis ist nicht ausschlaggebend.

    Lucas sollte auch gleich Epimedikamente bekommen - ich hab es nicht gemacht und siehe da, seine Anfälle waren Schmerzanfälle, die wir durch Röntgen (Ausschluß) und eine richtig gute Physiotherapeutin, die Wirbelblockaden ohne Ende fand, weg bekommen haben, ich habe einen ganz anderen Hund. Keine Anfälle, er läuft ganz anders und spielt auch wieder..... kein Unterschied zu vorher.

    Ich schrieb ja schon, für mich sieht es nach Schmerzen aus und ich würde weiter suchen und nicht herum doktern. Natürlich vertraut man seinem TA, ich hätte - hätte mir das Epiforum nicht so zur Seite gestanden und ich das ein oder andere bereits gesehen hab, Lucas durchaus solche Medis gegeben - kann sein, daser keine Anfälle mehr bekommen hätte - aber seine Schmerzen, die hätte er behalten und am Ende hätten wir beide verloren.

    Karsivan muss einen bestimmten Spiegel aufbauen, ob es hilft oder nicht dauert seine Zeit, ich mein, meine TÄ hätte etwas von zwei bis drei Wochen gesagt? Es wird dann dauerhaft gegeben, ohne Unterbrechung.

    Physiotherapie ist wirklich eine ganz wunderbare Sache, ich würde meinen Hund einfach mal vorstellen. Meine Physiotherapeutin arbeitet in einer Klinik, da geht alles Hand in Hand.

    Sundri

    Moin,

    das ist eben von Hund zu Hund verschieden - bei einigen wird es mit zunehmendem Alter besser, bei anderen eher schlechter....

    Mein Diego hat auch sehr gelitten, nur jammerte er nicht leise, es sang tatsächlich laute "schmutzige" Lieder von Morgens 4 Uhr bis Nachts gegen 23 Uhr - da waren meine Nerven blank - zudem, Malik, der nie nicht irgendein Lied gesungen hat, der sang einfach mit und ich hatte zwei heulende Hunde hier sitzen, die nichts beruhigte. Weder ne Ansage noch sonstwas... sie mussten teils am anderen Ende des Hauses schlafen, weil ich sonst auf dem Zahnfleisch kroch. Immerhin ging das über gut 8 Tage so. Es konnte auch niemand eine Tür öffnen, ohne das Flcuhtversuche statt fanden und wenn die Jungs still waren, dann kam Nachbars Liebste und sang ihre Lieder vor der Tür, ich sprang im Kreis...... :hilfe:

    Wir haben Diego nach dem zweiten Mal, deutlich schlimmer - kastrieren lassen - Malik sang allein nichts, der sabberte zwar und versuchte abzuhauen (er kann Türen öffnen) und ging dann durchaus allein aus, aber er war zumindest leise und nicht so sehr gestresst. Während Diego ernsthaft im Kreis lief.

    Danach wurde es besser, Deigo war zwar interessiert, änderte sich weder vom Wesen noch seiner liebenswerten Art und Malik war wie immer, sabbernd, aber ruhig. Nun ist er fast 14 und war immer intakt. Aber Anfang des Jahres hab ich ihn chippen lassen, weil er aufgrund seiner Demenz den kastrierten Lucas (unseren Zeithund nach Diegos Tod) unaufhörlich bedrängte und knurren nicht mehr hörte und eine Ansage nach der anderen von Lucas kassierte - war auch nicht schön - jetzt hab ich zu Hause Ruhe unter den Jungs.

    Ich finde, man muss das abwägen, wenn ein Hund sehr gestresst ist und eindeutig leidet, wenn es viele Hündinnen in der Nähe gibt (wie bei uns beinahe nur) und es den Alltag derart fordert, kann Kastration eine Lösung sein - ich würde es immer ohne bevorzugen, aber wenn es gar nicht anders geht, kann man drüber nachdenken. Wie gesagt, das ist von Hund zu Hund einfach unterschiedlich.

    Sundri

    Moin,

    ja, das ist eine tolle Übung und leuchtet mir total ein, so unterschiedlich sind eben auch die Anforderungen unterschiedlicher Abreitsweisen, unsere Hunde arbeiten durchaus ja auch außer Sicht - die würden sich, wäre eine Hündin läufig - aber im Gebüsch eher vergnügen, als die Schweine hoch machen :lol: - unbeobachtet von Herrchen ganz gewiss.

    So hat jede Arbeitsweise ihre eigenen Regeln und Anforderungen, schon spannend.

    Sundri

    Na, ich glaub mal, man kann Geschmack nicht erklären - warum ich etwas schön finde ist doch für jemanden, den das Gleiche gruselt, nicht verständlich oder erklärbar?

    Das ist wie bei Pferden, die einen mögen die lässige Art der Westernpferde und sehen das als natürlich an, die anderen mögen unnatürliche Haltungen und Wölbungen des Halses und meinen das sei Edel.....

    Ich wüsste nicht, wie ich erklären sollte, das ich unkupierte Dobis schöner find als kupierte, ist einfach so und ebenso einfach ist es auch, wenn jemand sagt, ich find kupiert einfach schöner - okay.

    Sundri

    Das nenn ich mal Herausforderung für die Rüdenbesitzer - ich erinnere mich bei einem unserer Lehrgänge an eine läufig werdende Hündin und so einige durchdrehende Jungrüden - auwei...... Läufige Hündinnen nimmt man auch nicht mit auf Gesellschaftsjagden, aber unser Grundgehorsam ist durchaus auch ein anderer. Wobei ich ernsthaft bezweifele, ob das immer gelingt, Arbeiten unter so starken Trieben?

    Für uns Jagdhundeleute ist miteinander und untereinander mit Hunden arbeiten eine Pflicht, auf Gesellschaftsjagden soll der Hund ja das erlegte Wild bringen und nicht mit anderen Hunden herum raufen und auch eben nur apportieren auf Kommando, leicht ist das auch nicht immer. Apportieren von Wild durch andere, abliegende Hunde, ist hohe Kunst.

    Sundri

    Hmpf, das ist so eine Sache mit dem kupieren.... als ich meinen Malik vor 14 Jahren ausgebildet hab, da fand der Welpenkurs auf dem Gelände eines Dobermannvereines statt.

    Die Doberleuts standen am Zaun und belächelten uns mit unseren Jagdhunden und Welpen und drinnen, in ihrer Butze, da klebten sie den eigenen Welpen die Ohren neu und wir draußen hörten das Geweine..... ich höre die Schreie der Kleinen noch heute - verstanden, wie ich meinem Hund, der mit mir durch Dick und Dünn gehen soll, andauernd weh tun muss - habe ich nie.

    Auf meine entsetzen Einwände, das sei doch verboten hörte ich "Ja und? Das kann man umgehen!" Man fährt also mit dem unkupierten Welpen nach Holland, verkauft ihn dort vor Ort an befreundete Züchter, die lassen ihn kupieren und verkaufen ihn zurück - schwupps ist er Dobermanlike und schick...... alles kein Problem. Ob das dort heute noch genauso ist - keine Ahnung. Bei uns in der HuSchu ist eine junge Frau die hat sich einen Rüden aus der Slowakei mitgebraucht, kupiert - nun wundert sie sich, das sie dauernd angefeindet wird..... :hust:

    Bei Boxern hab ich derartiges Verhalten nie erlebt, die hatten eines Tages alle lange Ohren und Ruten - ich find sie so viel netter....

    Man weiß nicht so recht wie sich die Dinge entwickeln, ich finde, das Hunde die kupiert sind, mehr und öfter mit dem Hinterteil wedeln - als ob sie etwas ausgleichen wollen - und wenn man sie dann nicht kupiert, hagelt es oft Verletzungen und Brüche und daher kupiert man - ist ein wenig so die Frage nach Huhn und Ei, wer oder was war zuerst da?

    Ich hab mich für KlM entschieden, keine Rasse die je kupiert worden ist..... Verletzungen im Jagdgeschehen sind häufig, ja bei kurzhaarigen Hunden häufiger (langes Fell schützt vor Vielerlei, auch vor Dornen, in denen das Fell hängen bleibt und bei kurzhaarigen Hunden gibt`s eben gleich Risse.... die gibt`s aber auch im restlichen Fell..... allerdings tendiere ich dazu, das einfach mal auszuprobieren, operieren kann man auch noch im Notfall, wenn eine enrste Verletzung da ist und nicht vorher aus "könnt ja sein, dass...."

    Sundri

    Ts, das aber schrieb ich bereits in meinem ersten Beitrag - so ein Spiel muss gut angeleitet, beobachtet und gehandelt werden, wilde Hetzjagden und Mobbing muss man unterbinden - es soll für alle Hunde ein gutes Erlebnis sein und nicht dazu beitragen, das allesamt wild übereinander herfallen.

    Die Hunde machen lassen und nebenbei nen Kaffee trinken oder gar weg gehen - ist nichts, was ich damit meine oder schätze. Unser Trainer ist bei 15 Hunden gut beschäftigt ;) Läufige Hündinnen nehmen bei uns nicht teil, weder in Gruppe oder Ausbildung noch beim Spiel.

    Sundri

    Moin,

    nun ja, das Bauchgefühl, oft belächelt und viel diskutiert, behält eben doch hin und wieder Recht... natürlich gibt es neuere Forschungen und die will ich nicht schlecht reden oder madig machen, so lange sie niemand widerlegt - haben sie ihre Gültigkeit.

    Die Sache mit dem Widerlegen allerdings kann und darf man durchaus im Auge haben, finde ich. Was gab es nicht alles für Aussagen die widerlegt worden sind? "Alte Hunde lernen nichts" bis hin zu "der ist noch klein, der muss das nicht können" (bei 6 Monate alten Junghunden) aber bis zu dem Zeitpunkt der Widerlegung war es beinahe geltendes Recht und wer anderes sagte, der hatte keinen Schimmer.....

    Mir kommt der moderne Umgang mit Hunden manchmal so vor, als seien wir weit weit weg von dem was Mensch und Hund als Team einmal ausgemacht hat. Beinahe so, als man Babies im Bauch klassische Musik vorspielte, damit sie intelligenter werden..... so gehen wir heute mit unseren Hunden um, dabei ist bestimmt auch Unsinn (wie ererbte Rudelstellungen) und auch viel Wahrheit. Jeder darf sich heraus suchen, was er persönlich mag - jedenfalls halte ich das so.

    Ich hab lange überlegt und nachgedacht, was den Unterschied in der Ausbildung von Malik und meinen Spanieren am Ende machte, Malik wurde nicht auf Plätzen ausgebildet sondern in freier Natur - auf Wegen, in Wald und Wiese - er kannte das nicht anders.... mit den Spaniern übe ich das ein oder andere zu Hause und wundere mich, das es draußen nicht so gut klappt..... Nein, ich wundere mich nicht, ich weiß ja woran das liegt - geabreitet wurde mit Malik draußen, drinnen war Ruhezone.

    Und wie andere das auf dem Platz halten ist jedermanns persönliche Sache - ich glaub nicht, das neu erlerntes schwindet wenn Hund spielt.... Wieviel lernen sie im Spiel? Und wie wichtig ist das für sie? Ich glaub, das ist einfach nicht zu unterschätzen..... Immer mehr Hunde sind Verhaltensauffällig (ich meine nicht die mit Traumen aus dem Tierschutz) sondern ganz normale Hunde, zu Hause gehalten, hier aufgezogen - manchmal frag ich mich einfach woran das wohl liegen mag?

    Und ich hab den Eindruck, das gesunder Menschenverstand deutlich nachlässt - nein, ich will nicht missverstanden werden, ich meine niemanden insbesondere - sondern ich beobachte meine Umgebung.... und mir wird zuviel geregelt zwischen Menschen und Hunden. Zuwenig intuitiv auf Hunde eingegangen, so als wolle man alles perfektionieren ohne Rücksicht auf....

    Sundri

    P.S. Unser jetziger Trainer sagt immer, lieber 20 mal eine Minute etwas lernen, als 20 Minuten am Stück arbeiten (das gilt für junge Hunde) und auch, das Spielen ansich vieles erleichert, es lockert auf.... und das halte ich für sehr wichtig. Aber ich gebe auch zu, bei Schutzhunden und Ähnlichen kenne ich mich nicht gut aus, möglich das es dort anders läuft, da laufen Hunde ja auch gegen Laternenmasten weil sie ihren Führer anhimmeln müssen - wozu das auch immer gut ist........ :hust: