Moin,
nun ja, das Bauchgefühl, oft belächelt und viel diskutiert, behält eben doch hin und wieder Recht... natürlich gibt es neuere Forschungen und die will ich nicht schlecht reden oder madig machen, so lange sie niemand widerlegt - haben sie ihre Gültigkeit.
Die Sache mit dem Widerlegen allerdings kann und darf man durchaus im Auge haben, finde ich. Was gab es nicht alles für Aussagen die widerlegt worden sind? "Alte Hunde lernen nichts" bis hin zu "der ist noch klein, der muss das nicht können" (bei 6 Monate alten Junghunden) aber bis zu dem Zeitpunkt der Widerlegung war es beinahe geltendes Recht und wer anderes sagte, der hatte keinen Schimmer.....
Mir kommt der moderne Umgang mit Hunden manchmal so vor, als seien wir weit weit weg von dem was Mensch und Hund als Team einmal ausgemacht hat. Beinahe so, als man Babies im Bauch klassische Musik vorspielte, damit sie intelligenter werden..... so gehen wir heute mit unseren Hunden um, dabei ist bestimmt auch Unsinn (wie ererbte Rudelstellungen) und auch viel Wahrheit. Jeder darf sich heraus suchen, was er persönlich mag - jedenfalls halte ich das so.
Ich hab lange überlegt und nachgedacht, was den Unterschied in der Ausbildung von Malik und meinen Spanieren am Ende machte, Malik wurde nicht auf Plätzen ausgebildet sondern in freier Natur - auf Wegen, in Wald und Wiese - er kannte das nicht anders.... mit den Spaniern übe ich das ein oder andere zu Hause und wundere mich, das es draußen nicht so gut klappt..... Nein, ich wundere mich nicht, ich weiß ja woran das liegt - geabreitet wurde mit Malik draußen, drinnen war Ruhezone.
Und wie andere das auf dem Platz halten ist jedermanns persönliche Sache - ich glaub nicht, das neu erlerntes schwindet wenn Hund spielt.... Wieviel lernen sie im Spiel? Und wie wichtig ist das für sie? Ich glaub, das ist einfach nicht zu unterschätzen..... Immer mehr Hunde sind Verhaltensauffällig (ich meine nicht die mit Traumen aus dem Tierschutz) sondern ganz normale Hunde, zu Hause gehalten, hier aufgezogen - manchmal frag ich mich einfach woran das wohl liegen mag?
Und ich hab den Eindruck, das gesunder Menschenverstand deutlich nachlässt - nein, ich will nicht missverstanden werden, ich meine niemanden insbesondere - sondern ich beobachte meine Umgebung.... und mir wird zuviel geregelt zwischen Menschen und Hunden. Zuwenig intuitiv auf Hunde eingegangen, so als wolle man alles perfektionieren ohne Rücksicht auf....
Sundri
P.S. Unser jetziger Trainer sagt immer, lieber 20 mal eine Minute etwas lernen, als 20 Minuten am Stück arbeiten (das gilt für junge Hunde) und auch, das Spielen ansich vieles erleichert, es lockert auf.... und das halte ich für sehr wichtig. Aber ich gebe auch zu, bei Schutzhunden und Ähnlichen kenne ich mich nicht gut aus, möglich das es dort anders läuft, da laufen Hunde ja auch gegen Laternenmasten weil sie ihren Führer anhimmeln müssen - wozu das auch immer gut ist........ 