Beiträge von Sundri

    Moin,

    wie stressig so ein Transport ist, kommt auf die Orga an - dort wo ich meinen Hund her hab, fahren sie mit Wohnmobil von Spanien nach Belgien (als Beispiel) und es sind Leute dabei, die die Hunde bereits kennen. Ich hab Fotos gesehen, die sahen total gechillt aus, alle, Mensch sowohl als auch Hund und ich dachte noch "das ist die schönste Art eines Tiertransportes über so eine weite Strecke!" Total nett, 2 Menschen, 8 Hunde, ein Ort auf Rädern - ohne Boxen!

    Ansonsten, Lucas war, als er hier ankam, sehr gepflegt - auch das kommt auf die Orga an. Ehemalige Ostblockländer haben noch einen anderen Umgang mit ihren Hunden als etwa Spanien.

    Ich mein, wenn ich mir das eine Tierheim (weiß grad den Namen nicht) in Rumänien ansehe - angeblich um die 5000,- Hunde - wer will da ein einzelnes Tier kennen oder gar einschätzen? In Situationen, die für den Hund nicht Alltag sind? Da wird natürlich geschönt - und auch beim Alter getrickst - jünger gemacht - die meisten Menschen wollen eben junge Hunde haben und ein, zwei Jahre machen da entsetzlich viel aus. Lucas ist auch älter als angegeben - das hat mich ein wenig verärgert, ja - aber er ist ansonsten genau der Hund, wie er beschrieben war - ein toller Hund...... keine böse Überraschung, außer der Wirbelblockaden - und die können auch auf dem Transport entstanden sein, weiß man nicht.

    Lucas kam an einem Freitag - Samstag sind wir zum TA - mal "Hallo" sagen und meine TÄ meinte, einen so gepflegten Hund aus dem Tierschutz habe sie noch nicht gesehen, gut genährt, gepfegt, sehr freundlich und gelassen und genauso ist er geblieben.

    TA Untersuchung würde ich unbedingt machen lassen, eventuell - je nachdem wo der Hund her kommt - auch ein Blutbild. Wir wussten das Lucas Herzwürmer gehabt hat und haben das noch einmal testen lassen, im dümmsten Fall entsteht so ein Befall ja durch einen Mückenstich auf dem Weg vom Tierheim zum Flughafen. Sicher ist Sicher. Bei uns war bei beiden Untersuchungen (es dauert ne Weile bis man so einen Befall festgtellt) alles in bester Ordnung. Ich hab heute noch Kontakt zu der Orga und schreib mal "lose" wie es uns so geht.

    "Unser" Tierheim hat ca. 300 Hunde, das ist überschaubar, und ich kann die Aktivitäten durchaus verfolgen..... heute hab ich vor Ort noch einen Patenhund, um ein wenig zu helfen.

    Aber, es dauert, bis so ein Hund ankommt, man kann die ersten Tage nicht viel sagen - die ersten Rehe fand er einfach interessant, machte keine Anstalten hinterher zu gehen - das ist heute anders. Manches hat so seine Wochen gedauert, bis er begann mich aus den Augen zu lassen - vergingen einige Wochen. Heute bleibt er problemlos allein, läuft in Schweden ohne Leine. Hier nich, er hat einen Wohlfühlradius, so lange er mich sieht - und das können 300 Meter sein, er kommt nicht, wenn ich rufe solange er mich sieht. In Schweden kam er sehr zuverlässig und lief nicht weit von mir, aber hier, übers freie Feld? Kann ich unsere Runde allein gehen, er kommt dann heim, irgendwann und da ich das nicht will, heißt es Leine.

    Erst jetzt, ein halbes Jahr später, beginnt er andere Hunde anzuzicken, vorher? Traumhaft, nichts.... jetzt aber, meint der Trainer, fühle er sich hier zu Hause.... und betrachte die Gegend als "Meins"! Kann sein.... Wir werden sehen.

    Ich wünsche Euch alles Gute
    Sundri

    P.S. und wenn es nötig ist, ich würde den Hund waschen, kommt eben echt darauf an, wie er riech - da gibt es ja von Eigengeruch bist hin zu "hilfe ich glaub ich erstinke" Riesenunterschiede. Vielleicht ist er auch schmutzig, je nach Transport sind sie ja ewig lang in den Boxen....

    Auch das war bei meiner Orga ganz anders, die Hunde werden an Boxen gewöhnt und fahren im Auto zum Flughafen und gehen erst dort in die Box, wenn es los geht. Es gibt Bilder, auf denen die Hunde (es waren drei, die zusammen flogen) vorher spielen....... ich fand das unglaublich schön.

    Moin,

    nun ja, offensichtlich stimmt mit dem Futter etwas nicht - vorgestern hat Malik es erbrochen - heute wollten sie es beide nicht fressen und das Malik Nassfutter ablehnt - das ist äußerst unwahrscheinlich, der würde dafür sterben.... ich hab es mir mal genauer angesehen, kann aber nichts fest stellen, außer das ich das Gefühl hab, es riecht anders als sonst , aber - vergleichen kann ich eben auch nicht. Von daher..... gab`s TroFu und dann seh ich mal weiter.

    Hab grad mit Miezebello gesprochen (Tierfutterhandel), sie nehmen es zurück und bekomme eine Gutschrift, das werde ich in dem Fall wohl in Anspruch nehmen, da der Handel ausschließt, das es am Futter liegt. Okay - aber ich hab soviel davon da (mache immer ne Großbestellung), das ich es nicht einfach entsorgen mag.

    Lucas ist das ein wenig empfindlicher, von seiner Wahrnehmung her, als Malik es ist - ich vertraue ihm da einfach mal.

    Liebe Grüße
    Sundri

    Moin,

    ich drücke auch die Daumen und verweise noch mal auf das Arisel - für Nachts. Normalerweise gibt man das PhenPred ja morgens und abends.... Malik schläft seit der Umstellung auf Atrisel wirklich ganz ruhig und ohne nächtliches Wandern.

    Meine TÄ meinte, sie habe damit sehr gute Erfolge und es täte den Hunden unwahrscheinlich gut, schlafen zu können, das hab ich dann auch selbst erlebt. Mein Hund war wirklich wie ausgetauscht, hab ich vorher noch gedacht, "bald ist es soweit" - konnten wir doch noch mal nach Schweden fahren und haben wunderschöne Tage miteinander gehabt.

    Es ist schwer zuzusehen, wie sehr ein Hund auf seine letzten Tage/Wochen abbauen kann. Malik ist schmal geworden, seine Hinterhand schwächelt, er kann kein Häufchen mehr am Stück setzen, sondern er verteilt es beim laufen auf viele Meter (gut, das ich auf dem Land am Ortsrand lebe) und mehr und mehr hockt er sich zum pullern einfach nur noch runter - in Schweden hab ich gemerkt, das er zwar keine Rücksicht nimmt und rennt und tobt und springt wie blöde (ohne Leine), aber tagsüber geht es ihm dann schlecht und da hab ich ihn auf den Wegen behalten, das hat ihm spürbar gut getan.

    Aber irgendwann ist auch das zu Ende..... ich drücke Euch alle Daumen und frag einfach mal nach, wenn Dein TA wieder da ist.

    Alles Gute Sundri

    Moin,

    es ging ja darum, das der Hund meidet, wenn ich absichtlich auf seine Pfoten trete und nicht - wenn mir das aus Versehen passiert.... und ich glaub da nicht so ganz dran.

    Ich glaub eher dann kommt`s auf den Hund an, Malik hätte wohl nicht mal gezuckt, Diego hätte geweint, der war so sensibel, das er mich nach solchen Vorkommnissen ein, zwei Tage gemieden hätte - bei ihm bin ich - entgegen allem was man so glaubt oder rät, dazu übergegangen ihn zu trösten.... und irgendwie hat er verstanden, das es mir leid tut und er hat mich dann nicht gemieden, aber auch nicht gelernt, extra Theater zu machen, solche Hunde gibt`s ja auch noch. Er war aber auch ein ganz besonderer Hund.

    Kam aber in unserer Zeit auch nur zwei, drei Mal vor, er hielt immer ein wenig Abstand.

    Sundri

    Zitat

    Hier kam das Beispiel mit dem auf die Pfote treten. Geschieht das aus Versehen, reagiere ich als Mensch in dem Moment erschrocken, da es ja nicht in meiner Absicht lag. Der Hund wird zukünftig mehr darauf achten, nicht zu dicht an meine Füße zu geraten, dem aber weiter keine Bedeutung beimessen. Jetzt stellt euch vor jemand tritt mit Absicht auf die Pfote seines Hundes, weil es ihn nervt das der Hund ihm ständig vor die Füße läuft. Im Prinzip gleiche Situation, aber völlig andere Motivation. Der Hund wird das auch ganz anders einordnen und nicht nur die Füße des Halters sondern den ganzen Halter meiden. Beides war aber eine Konsequenz auf ein bestimmtes Verhalten.

    genau das glaube ich nicht, woher soll der Hund unterscheiden, ob es aus Versehen oder aus Absicht geschah? Allerhöchstens am Verhalten seines Halters kann er einen Unterschied feststellen, aber was, wenn es keinen gibt? Ich hab gelernt, kein Aufhebens von Missgeschicken zu machen, also, trete ich aus Versehen meinem Hund auf die Pfoten, tröste ich nicht - sondern gehe darüber hinweg - würde ich das aus Absicht tun, würde ich ebenso reagieren? Woher also soll mein Hund unterscheiden können?

    Sundri

    Moin,

    nachdem das Trocoxil bei Malik, gleiche Probleme, 14 Jahre alt, nicht mehr half (nach knapp einer Woche war es wirkunglos) sind wir auf PhenPred umgestiegen. Meine TÄ machte mich darauf aufmerksam, das es - auch Abends gegeben - zu Unruhe führen kann und das sie dann, sollte das der Fall sein, ein anderes Mittel hätte, das sie in solchen Fällen immer als Kombi gegen würde, da PhendPred den Stoffwechsel und Kreislauf anregt.

    Malik reagierte auch mit großer Unruhe, seitdem bekommt er morgens PhenPred und Abends ein Mittel, das Atrisel heisst. Es bekommt ihm supergut und er schläft total gut, keine Unruhe, kein wandern, er ist auch viel besser drauf. Ausgeschlafen und ausgeruht, das macht unglaublich viel aus.

    Das hat aber am Ende doch so knapp 10 Tage gedauert, das Mittel braucht wohl seine Zeit. Malik geht es damit so gut, das wir noch mal nach Schweden gefahren sind, vorher sah es wirklich nicht mehr gut für mein Alterchen aus. Ich bin ganz froh, das ich mich darauf eingelassen hab.

    Frag doch mal Deinen Tierarzt danach.... er müsste sich damit auskennen.

    Liebe Grüße und alles Gute
    Sundri

    Moin,

    probiere es aus, so, wie es geregelt ist, - es kommt mittags jemand, der mit ihm raus geht, Du bist den Rest der Zeit da - sollte das, wenn Dein Hund das mitmacht und aushält, klappen.

    Mein Malik war auch so ein Hund, er konnte ewig lang allein bleiben und es hat ihm nicht viel ausgemacht. Manchmal sind wir morgens aus dem Haus und sins erst zum abendlichen Gassigang wieder da gewesen, gelitten hat er, soweit ich das beurteilen kann, nie - er hat die Zeit verpennt.

    Lass Dich nicht vererückt machen, ich finde immer, auch unsere Hunde müssen sich unserem Leben anpassen, sie sind unsere Begleiter, nicht wie die ihren und wenn jemand kommt, den er kennt und mag - sehe ich erst mal kein Problem. Entwickelt sich eines, kann man immer noch umdisponieren.

    Dir alles Gute
    Sundri

    Moin,

    ja, Konsequenz in eine bestimmte Richtung ist wichtig, ich kann heute nicht mal alle fünf grade sein lassen und meinem Hund Dinge erlauben, die er sons nicht darf. Zuverlässigkeit ergibt sich aus einer bestimmten Konsequenz und das ist etwas, was Hunde dringend und unbedingt benötigen.

    Der Hund als Individuum bringt eine eigene Persönlichkeit mit und was bei dem einen dazu führt, das er den Kopf hängen lässt führt beim nächsten dazu, das er sich freut und glaubt, "alles super". Beispiel, während der Jagdhundeausbildung kam eine Vizlahündin ohne Fuchs von der Schleppe zurück. Ihr Frauchen stemmt die Arme in die Seite, holte etwas Luft und sagte (normaler Tonfall, ernst) "Aber Lisa!" Lisa stutze, drehte postwendend um und raste die Schleppe zurück und holte den Fuchs...... Spreche ich so mit meinem Hund, springt der ins Auto und glaubt, für heute ist der Tag gelaufen, Superjob!

    Ich muss also mein Verhalten meinem Hund anpassen, hätte ich jemals versucht mit unserem Diego so zu sprechen wie es mit Malik üblich/notwendig war, der hätte Angst vor mir bekommen. Das haben wir auch in HuSchu`s getestet. Die eine meinte "wenn ihr Hund sich verweigert müssen sie strenger werden - während sich Diego bereits auf den Boden war -flehender Blick bitte tu mir nichts- ich bin gegangen, DAS war der flasche Weg für diesen Hund - Malik hätte sich nie nicht auf den Boden geworfen - hat er noch nie gmacht..... er fordert aber eine andere Handlungsweise als es Lucas tut, bei dem muss ich auch nicht laut werden, ein einfach gesprochenes "Nein" reicht bei ihm völlig aus. Ich muss mich auf meinen Hund einstellen und nicht alle über einen Kamm scheren.

    Ich glaub, auch das macht Aussagen dieses Threads schwer nachzuvollziehen. Wenn ich davon ausgehe, das alle Hunde so wie Lucas oder Malik reagieren, verstehen wir uns nicht und haben echte Probleme.

    Sundri

    Moin,

    nun ja, ich hätte doch ganz naiv gedacht, das ein Nassfutter in jedem Fall erstrebenswerter als TroFu wäre - da habe ich mich wohl getäuscht. :???: Diego wäre für Nassfutter gestorben..... ehrlich, der hätte den Napf angebetet, aber gut, Lucas ist nicht Diego.

    Heute Morgen nach dem Spaziergang, Nassfutter? Angeekelter Blick und Abwenden vom Napf, als ich den dann hoch stellte (damit Malik ihn nicht leer atmet) deutlicher Blick und drei Schritte Richtung Schranktür - Blick zu mir und zum Schrank. Ich hab ihm TroFu gegeben und er hat es gern genommen.

    Na gut, Hunde sind unterschiedlich. Nichts fressen löst bei mir persönlich (und das ist mein Problem) leichte Panik aus, so fing es damals bei Diego an, plötzliche absolute Verweigerung des Futters - und das Ende ist ja leider bekannt :tropf: , seitdem reagiere ich da vielleicht ein wenig panisch. Aber das würde ich daheim ausprobieren wollen, da hab ich auch einen TA in der Nähe, hier eher nicht.

    Viele Grüße aus dem wilden Wald
    Sundri

    P.S. ansonsten zeigt Lucas überhaupt keine Auffälligkeiten, außer das er ein wenig verpennter ist, aber da er hier offline läuft und eche Meter macht - halte ich das durchaus für normal. Soviel kann er zu Hause nicht laufen.

    Hm, am Ende ist die Art in der man mit Hund oder Kind umgeh vermutlich völlig egal - Hauptsache man handelt immer gleich / verlässlich und am Ende komm eine Konsequnez dabei heraus, die der zu Erziehende (Hund oder Kind) annehmen kann.

    Bäse gesagt, wenn ich immer alle verhaue, wissen sie auch irgendwann, wie sie das vermeidne können und benehmen sich.

    @ Kaddimo, ich hab drei Kinder groß bekommen, ohne jegliche Strafe. Es gab kein Stubenarrest und widersprechen - ich hab sie darum gebeten - nur wer widersprechen und diskutieren darf, wird erwachsen und lernt für sich zu entscheiden. Dein Sttement für "falsch und falscher" macht mir da glatt Angst. Wir gehen und gingen gleichwertig miteinander um. Eine andere Meinung war immer ein Grund für Auseinandersetzungen aber nie für "jetzt gehst auf Dein Zimmer und Ruhe ist!" Ich gehe davon aus, das Kind dann nur lernt "okay, der Stärkere hat Recht" - das war nie ein Ziel von mir.

    Ansonsten gab und gibt es bei uns Regeln, für meine Töchter gebenso noch wie für uns und auch für meine Hunde. Das ist keine Frage, nur wie ich sie umsetze ist eine. Bei Kindern kann ich erklären und ihnen die Wahl lassen (in geschützten Bereichen) und sie erleben, fühlen und spüren lassen, was passiert, wenn sie den Regeln nicht folgen - ganz ohne Strafe oder "das haste nu davon!" Bei Hunden geht das nicht.

    Ihnen kann ich nichts erklären, daher müssen sie lernen, zu folgen, weil eich was sage. In Worte gefasst sag ich meinem Jagdhund oft das worum es geht "weil ich das will!" Nicht, was Kinder lernen sollten.....

    Körperlich heißt für mich nicht Gewalt, und da sind wir wieder bei der Definitionsfrage. Körperlich heißt auch, wenn mein Hund mitten vor der Tür liegt, das ich diese einfach öffne - er steht dann schon auf und geht davon oder, wenn er mitten im Weg liegt das ich ihn anstupse - wenn ich durch will. Ich geh nicht um ihn herum oder über ihn drüber, er hat aus dem Weg zu gehen. Ich kann das verbal tun "husch...." oder aber einfach indem ich stupse - nicht trete oder ihm die Tür ins Kreuz ballere - Zwischen körperlich und körperlich gibt es deutliche Unterschiede. Letzteres wäre für mich Gewalt.

    Selbstverständlich gilt das auch für andere Formen der Gewalt, psychisch oder pysisch - beides ist keine Variante in der Erziehung, gleich von wem. Und psychischer Einfluß, der meinen Hund ängstigt ist ebenso Gewalt und daher keine adäquate Erziehungsform, finde ich. Wobei ein wohl eingesetzter Schreck durchaus einen Lernerfolg im Rahmen von Vermeidungen ergeben kann.

    Der Hund meiner Freundin klaute immer wie ein Rabe vom Tisch, es war bei ihr mitunter nicht möglich, alles abzuräumen oder ihn weg zu sperren. Irgendwann hat sie eine große Kanne Wasser an die Fleischwurst gebunden und der Hund bekam eine tolle Dusche, als er diese klauen wollte.... sie war nicht mal in der Nähe..... aber, er hat nie wieder etwas vom Tisch angrührt. Der Schreck war nachhaltig.

    Sundri