Beiträge von Sundri

    Moin,

    einen Haken hab ich bewusst nicht vorgeschlagen - weil ich mir bei diesem Hund vorstelle, das ihn das stresst. KörbchenTraining hab ich mal bei Rütter gesehen, der warf immer ein Leckerchen in den Korb, so dass der Hund bald freudig von allein hin lief und dort blieb, weil der Korb so toll war.... Ich würde das auch mit Leckerchen aufbauen. Kurze Übungseinheiten und, gleich zu Beginn, "aus dem Korb heraus" immer nur und ausschließlich (wenn jemand da ist) durch Kommando, ein Auflösen des Befehles sozusagen, sonst lernt er nicht, das er darin bleiben soll.

    Ansonsten neige ich dazu, wenn ich einen Hund anbinden muss - immer eine kleine Kette zu nehmen, denn DER Erfolg, sich selbst zu befreien, der würde dazu führen, das er viele Leinen durchbeisst und bei einem abdrehenden Hund ist wohl damit zu rechnen, also, Leine durchbeißen unbedingt vermeiden. Erst wenn solche Übungen sitzen und nicht mehr stressbehaftet sind, kann die Leine kommen.... meine Jungs kann ich im Garten anbinden (der ist nicht meiner und nicht verschlossen) sie kämen nicht auf die Idee, ihre Leinen zu zerfetzen. Aber sollte das einmal passieren, ist es ein ungeheuerlich erfolgreicher Prozess, der sofort gespeichert und widerholt wird.

    Ich hab an meinem Korb auch eine kleine Kette gehabt...... weil ich Diego gefühlte 120 mal während eines Frühstücks zurück bringen musste - ich in Panik, schweißgebadet, der Familie war schlecht, aber Diego war ein ganz anderer Hund und nahm das an. Einer, der unter Kontrollverlust leidet, wird alles versuchen, da weg zu kommen.....

    Sundri

    Moin,

    genau, wenn er aufsteht, zurück schicken oder notfalls bringen.

    Gib nur ein Kommando, das Du durchsetzen kannst und willst. Und wenn Du ihn 100 mal zurück bringst, irgendwann wird er es lernen.

    Ich war das mit dem Betonboden, für einen absoluten Notfall - nicht für immer,wenn Du aus dem Haus musst. Irgendwo muss man so einen Hund in so einer Situation doch lassen können, ohne das man hinterher Haus und Einrichtung neu besorgen muss..... Und Donnerwetter ist bei mir eine klare verbale Ansage, da zuckt bislang noch jeder Hund - aber - das ist mein Notfallanpfiff - wenn mein Hund etwas lassen soll, dann reicht es, mitihm in normaler Zimmerlautstärke einfach "Nein" zu sagen. Der war aber schon so, als er kam, ein Sensibelchen.....

    Ich hab das malerlebt, ich kam vom einkaufen und Diego hatte aus meiner 4,80 Bücherwand ein halbes Regal leer geräumt und unzählige Bücher zerfetzt, DAS gab, derweil ermitten bei war, einen Anpfiff, der hatte sich gewaschen, nicht das ich ihn nun stundenlang angebrüllt hätte oder ihm die Bücher um die Ohren gekloppt hab, aber deutlich und laut war ich schon. Ihn hat das so beeindruckt, das er das nie wieder gemacht hat und ich glaube duchaus, wenn mein Hund neben mir ins Sofgfa beisst - mit Zerstörungsabsicht - ich säße nicht da und ließe das zu, ich säße nicht da und hielte ihn duch sanftes Streicheln davon ab, ich nähme ich auch nicht nur still beiseite, das gäbe ne Ansage - dafür sind solche Momente da und sie schaffen, auch für meinen Hund, Klarheit. Ich erhebe meine Stimme nämlich nur sehr selten.

    Bis er alles, was erlernen soll, gelernt hat, muss es Momente geben, die in einem Notfall greifen. Maulkorb ist, hab ich hier auch gelesen (ich habe keine, nie gahabt) keine gute Idee - im Umgang damit hab ich manches nicht bedacht oder zu einfach gesehen.

    Bei mir ist es so, Aktivitäten gibt`s draußen, drinnen nicht, das ist sozusagen Ruhepflicht. Wenn ich so darüber nachdenke haben wir ne Menge Regeln, an die sich alle Hunde die hier sind, halten müssen und an die sie sich auch halten.

    Sundri

    Hmh, wenn ich das nun so alles betrachte - vielleicht hat er ein ganz anderes Problem? Gesundheitlich, neurologisch? Ich würde ihn, wenn ihr mögt und es könnt, vielleicht mal komplet beim TA duchchecken lassen?

    Und für den Notfall - auch wenn ich jetzt Ärger bekomme, aber in Situationen wie mit Eurem Sohn - kleine Kette kaufen, 2 mtr. lang (die man nicht durchbeißen kann) und einen Platz suchen, an dem man den Hund für einen Notfall anbinden kann, Garten, Garage - einen Ort, an dem er nichts anstellen kann. Am besten noch Betonfußboden, Korb hinstellen, etwas Leckeres anbieten, Wasser in der Nähe - Das darf in gar keinem Fall Gewohnheit werden, aber in Notfällen muss es Lösungen geben...... Es kann nicht sein, das sich das ganze Leben um den Hund dreht, drehen muss..... er ist unser Begleiter, nicht wir der seine. Ich hab auch drei Kids, war lange und bin es unter der Woche noch, alleinerziehend, da gibt es Momente, in denen ein Hund keinen Raum hat und dafür muss es Lösungen geben, normales Einkaufen kann man schieben, so dass wer zu Hause ist, Notfälle oder Besuche bei Ämtern eben nicht. Mitnehmen und vor d er Tür lassen? Wäre das einen Versuch wert? Aber an Kette, nichts als Leine, das er durchbeißen kann. Wäre vom allein sein,die kürzeste Variante für ihn.

    Trainer willst ja schon holen, aber TA scheint mir in jedem Fall auch eine unbedingte Variante zu sein und lass Dir nicht erzählen, das eine Kastra solche Probleme löst - dann nimmer besser einen anderen TA.

    Alles Gute
    Sundri

    Moin,

    nie nicht..... da hätte ich viel zu tun, gewaschen wird, vor jeder Zubereitung von Lebensmitteln, nach dem Einkauf (ist mir viel schmutziger als meine Jungs), wenn mir danach ist oder wenn mein Hund wirklich krank ist, aber ansonsten im Alltag?

    Es gibt wichtigere Momente in denen Händewaschen angesagt ist....

    Sundri

    Moin,

    ja bestimmt, aber - auch das muss geübrt werden, positiv verknüpft, nicht kaufen,anziehen und gut ist es..... ein Maulkorb muss auch langsam aufgebaut werden und für den Hund keine Einschränkung sondern Normalität bedeuten. Wenn Du einen MK aufsetzt und ihn sich selbst überlässt, kann das wirklich böse enden, bitte tu das nicht.

    Warum er das macht? Weil er ein Hund ist...... Hunde sind so, es gibt viele Theorien, ich persönlich glaube trotz allem, das drei Hunde ein kleines Rudel bilden und das einer die Führungsrolle übernimmt, das tun Hunde auch gegenüber ihren Menschen, wenn die ihre Führungsrolle nicht klar kommunizieren. Es liegt in ihrer Natur..... er sieht Euch als seine persönliche Ressource und hält Konkurrenten - die anderen Hunde - von Euch fern. Wäre er eine Möwe würde erum Euch kreisen und schreien "meinsmeinsmeins". Vermutlich jedenfalls.

    Aber das kann einen jungen Hund auch sehr überfordern, denn im Grunde schätzen sie es durchaus, geführt zu werden.

    Hol mal jemanden und lass ihn drauf schauen..... unbedingt. Ich glaub nicht, das man so ein Problem allein lösen kann, besonders nicht, wenn man die Ansätze nicht erkennt.

    Sundri

    Zitat

    Was ich vergass zu erwähnen, sobald er mit unseren anderen Hunden zusammen ist, versperrt er ihnen den Weg, so dass sie Schwierigkeiten haben zu uns zum kraulen zu kommen, er schneidet ihnen regelrecht den Weg ab.

    ah - der junge Mann reglemetiert also die anderen - mir scheint - das Problem sitzt viel tiefer..... und es ist Deine Aufgabe, Ruhe hinein zu bringen. Wenn er daheim Deine Aufgabe übernommen hat, die Hundebande zu reglemetieren und über sie zu wachen, dann kann er auch nicht zur Ruhe kommen. Das ist aber nur ein einziger Aspekt an dem Ganzen.

    Mehrere Hunde erfordern eine kompetente Führung und Anleitung, die manches Verhalten schon im Keim erstickt, sie laufen nicht friedlich neben einander her..... solange sich die anderen das gefallen lassen, okay, aber sobald sie sich zur Wehr setzen wirst Du böse Beißerein haben. Es kann nämlich in so einem Fall auch sein, das der Guteste keine Verlassensangst hat, sondern stinksauer ist, weil Du Dich seiner Kontrolle entziehst und das erfordert einen ganz anderen Ansatz.

    Noch einmal, meine Vorschläge waren nur Feuerwehrvorschläge - ich ließe meinen Hund derart nicht gewähren. Die ganze Komplexität in Körpersprache und Verhalten kann nur ein kompetentet Trainer vor Ort in Zusammenhang bringen und darauf reagieren. Such Dir jemanden aus Deiner Nähe.

    Sundri

    Moin,

    natürlich, Ihr habt Recht, das muss man üben und lernen, mein Tipp war auch nur für "vorerst" damit er eben nicht die weitere Wohnung derart zerstört, sozusagen, eine Feuerwhermassnahme. Denn uns alles ist wohl klar, das ist kein Problem, das ich in drei Tagen löse, sondern unter Umständen ein sehr langer Lernprozess.... und in diesem sollte das Zerstören als Tätigkeit durchaus unerbrochen werden.

    Oder würdet Ihr einem solchen Hund freien Zugagn zu all Euren Einrichtungsgegenständen lassen und daran glauben, eines Tages wird das neue Sofa (das wievielte dann) alt werden, er wird es nicht zerstören....... Klar, das Ziel ist ein anderes, aber als Feuerwehrmassnahme? Oder Euch auf den Tisch pinkeln lassen? Dann habt Ihr meinen Respekt, aber bei mir hörte es da auf, ich würde das unterbinden und nach einer Lösung suchen und daran arbeiten - nur andersherum wird bei mir kein Schuh daraus.

    Im Korb bleiben oder einen festen Platz haben ist ein guter Ansatz, zur Ruhe kommen aber auch.... nochmal, möglicherweise hat er je gelernt, das er, wenn er etwas zerstört, große Aufmerksamkeit bekommt? Und es gehört längst in sein Repertoire. Erlerntes Verhalten...... wie auch immer.

    Sundri

    Zitat

    Maulkorb ist irgendwie gemein, wenn er es zu Stressabbau nutzt. Da muss erstmal der Stress vorher weg, finde ich...

    Ja, aber sein Verhalten ist auch gemein - das Problem ist ja viel größer als nur "ich kann nicht allein bleiben" - wäre es nur das, wäre alles anders. Wenn mein Hund durchdreht, wenn ich ins Bad gehe - hab ich ein ganz anderes Problem. Ich hab Lucas Ende Oktober bekommen, der hatte nach drei Tagen raus, das ich aus dem Bad wieder raus kam und nach 4 Wochen fand er es zu blöd, mir zu folgen, weil er meinen Tagesablauf begriffen hat, aufstehen, Badezimmer, wieder ins Schlafzimmer, anziehen..... nie wäre er auf die Idee gekommen, neben mir zu liegen und zu weinen.... und Lucas hat schon merhfach sein zu Hause verloren, das er Ängste hat, empfinde ich als ganz normal.

    Ich kann aber auch aus lauter Verständnis nicht zulassen, das mein Hund meine Einrichtung zerstört, auf Tisch eund Bänke springt und pieselt - er lernt ja durch diese Gelegenheiten eben auch "ich darf das!" Ich frag mich immer, was lernt mein Hund aus meinem Verhalten? Und dieser Hund lernt einfach, das es keine Grenzen gibt, das er tun und lassen kann, was immer er will - gut - tut ihm das nicht. Es gibt keinen Einhalt, irgendwie.

    Ich wollte keine Box vorschlagen, weil ich Boxen als Aufbewahrungsort einfach schäbig finde.... aber ein Kinderbett etwa - das den Raum begrenzt - oder ein Maulkorb, das ihm die Freiheit lässt, ohne ausgesperrt zu sein?

    Sundri

    Hmh, vielleicht hat er einfach nicht gelernt, das er manche Dinge nicht tun darf? Oder es kommen viele Dinge zusammen, nicht allein bleiben können, Kontrollverlust, mangelnde Erziehung (auch schon vorher), Überforderung.... Langeweile.... ist halt schwer zu beurteilen. Im shclimmsten Fall hat er aus Eurem Verhalten gelernt, das er etwas kaputt machen muss, um Aufmerksamkeit zu bekommen - auch das wäre möglich.

    Jedenfalls, würde mein Hund neben mir ins Sofa beißen - das gäbe ebenso ein Donnerwetter, wie, als wenn ich aus dem Bad käme..... oder nen Maulkorb, ich lass mir mein ZuHause doch nicht von so einem Knirps zerfetzen, zumal, ich würde, so nett er auch ist, nicht ausschließen können, das ich unterschwellig verdammt sauer wäre und er das spüren könnte. Hunde verstehen eine Menge mehr von Körpersprache als wir denken..... möglicherweise bekommt er einfach widersprüchliche Reaktionen?

    Sundri

    *kicher* so sind sie, unsere Hundchen. Mein Lucas (ich hab ihn seit Ende Oktober) musste jetzt das allererste Wochenende ohne mich verbringen, er war hier zu Hause (der Liebste war da, meine Tochter, unser Althund - eben zu Hause) unauffällig, hat gefressen, nicht geweint - alle erzählten mir, es wäre gut gewesen.

    Als ich Nachmittags heim kam, stürzte er auf mich zu, ließ sich knuddeln und irgendwie war er dann reserviert. Wich mir zwar einen Moment nicht von der Seite und stupste auch stets meine Hand, aber dann ging er seiner Wege. Als ich Abends auf dem Sessel saß kam er und kletterte auf meinen Schoß. DAS tut er sonst nie.... dort rollte er sich zusammen und kuschelte sich an mich. Er hat mich ganz doll vermisst...... aber sich wacker geschlagen.

    Heute ist allerdings alles wieder schön.

    Sundri