Moin,
erst mal, Glückwunsch zum vierbeinigen Nachwuchs, ansonsten - machst Du schon, soweit ich das erkennen kann, alles richtig!
Das ist ein bisschen so, wie bei Hunden aus dem Ausland - sie brauchen eine Zeit, um anzukommen - sie kennen unsere Sprache nicht - und daher fängt man ganz neu an, wie bei einem Welpen.
In der Wohnung in Ruhe lassen, wenn sie erschreckt, den Schwanz klemmt, flüchtet - einfach ignorieren, kein Mitleid haben, Mitgefühl und beobachten ja, aber ihr ängstliches Verhalten einfach nicht beachten. Ich kann mir vorstellen, das sie sich an immer wieder kehrende Geräusche einfach gewöhnen wird. Mit der Zeit.
Erst mal hat sie ihr Zuhause verloren, alles ist anders, bis auf die Sprache - Gerüche, Geräusche, Menschen, einfach alles, für einen Hund, der nicht viel kennt, ist das ganz schön viel. Es dauert gut drei Monate bis so ein Hund ankommt (war jedenfalls bei meinen Spaniern so), in manchen Dingen geht es schneller - andere dauern etwas länger.
Kommandos beibringen, wenn sie Leckerchen nicht kennt, such einfach welche, die sie mag. Meine Spanier haben längere Zeit alles ignoriert, bis sie merkten "huch - das kann man fressen und hey, das ist lecker, wo gibt´s mehr davon?" Das kann dauern - wie gesagt, wenn sie das nicht kennt. Wenn sie das nicht mag wird es schwieriger.
Wir haben mit Perrito begonnen, die gibt es aber selten im Futterhandel, meine Jungs fliegen darauf...... die nahm selbst der skeptische Lucas und das gern. Käse oder Würstchen können aber auch toll sein. Probieren...
Und dann lernen, wie mit einem Junghund, Du wirst merken wann sie dazu bereit ist - nichts fordern, erst mal, sie hat genug zu tun mit der Umstellung.
Draußen machst Du das gut, Sicherheit vermitteln, nicht trösten oder streicheln, einfach ignorieren und schauen, ob sie mit zunehmender Gewohnheit gelassener wird. Mach sie auf Fahrräder aufmerksam (meine erschrecken sich auch nach Jahren noch, wenn die von hinten angesaust kommen, ich "zeige" sie ihnen) und loben, wenn sie ruhig bleibt, darfst Du sie schon - nur trösten nicht.
Halt die Spaziergänge vorerst kurz - auch das kann Sicherheit vermitteln, schon so, das sie Bewegung hat, aber solang sie keien Freude daran hat - würde ich das Stresspensum klein halten. Diego fand Spaziergänge total überflüssig - er lief ins Gras, machte seine Geschäfte und wollte wieder rein. Gehen? Um Himmels willen - das hat ne Zeit gedauert. Helfen kann ein gelassener souveräner Hund - wenn Du jemanden kennst, der so einen hat, gemeinsam gehen.... das kann viel Scheu nehmen. Ich hatte meinen Althund und an dem hat Diego sich sehr eng orientiert, zu Beginn..... mit der Zeit war er gern draußen.
Viel Erfolg
Sundri