Beiträge von Sundri

    Moin,

    doch doch, am 1. Mai ist die Bockjagd aufgegangen (so sagt man dazu) Rehböcke dürfen jetzt bejagt werden. Natürlich begehe ich mein Revier regelmässig, es gibt auch andere Jagdmöglichkeiten, auf Füchse oder auf Schwarzwild. Ich weiß grad nicht, wie das aktuell ist, aber in Nds. war einige Zeit die Jagd auf junge Schweine ganzjährig erlaubt.

    Es wird nachgesucht, auch angefahrenes Wild - jeder, der Fährtenarbeit macht, weiß, wie sehr das einen Hund ermüdet und das dann durch Maisfeld und Co, im Sommer, wenn es heiß ist. Die Hunde leisten da schon richtig viel. Auch im Herbst ist man nicht täglich draußen um Wild zu erlegen - so viel Wild hat gar kein Revier - aber man ist täglich draußen um das ein oder andere zu tun. Kontrollen, Wildeinrichtungen bauen, Hecken anlegen und junge Bäume pflanzen, Wildäcker anlegen - der Hund begleitet einen gern auf solche Aktivitäten, hautsache draußen. ;) Und er zeigt auch in der Schonzeit das Wild an und ich sehe, welche Ricke führt und welche nicht, welches Reh kränkelt vielleicht und sollte im Herbst gschossen werden? Oder vielleicht gleich?

    Sundri

    Moin,

    als Diego damals so krank war, hab ich ihm Reddy Nieren Diätfutter gekauft. Gibt`s als Trocken- und Nassfutter, aber ich denke, das Trockenfutter bei Nierenkranken Hunden keine gute Wahl ist. Diego mochte das Dosen futter ziemlich gern.

    Es kann sein das es bessere Futtersorten gibt, am Ende kommt es auch darauf an, ob es gefressen wird, denn kranke HUnde verweigern gern mal und dann wird`s gefährlich. Kannst ja mal schauen ob es Dein ortsansässiger Futterhandel hat? Und eine Dose oder zwei ausprobieren. Fressnapf hat es, soweit ich sehen kann, nicht.

    Alles Gute für Euch
    Sundri

    Zitat

    Und das ist der entscheidende Punkt - es gibt zigtausend Jagdhunde, die ihr Leben in kleinen Käfigen verbringen müssen. Fast jedes Zuhause ist eine Verbesserung so einen Hund, aber das darf natürlich kein Vermittlungskriterium sein, zumindest nicht das einzige. Am Ende sollen möglichst alle glücklich werden, aber wenn man auf die Menschen wartet, die so einen Hund wirklich optimal einsetzen, dann wartet man ewig.
    Das ist traurige Realtität.
    Man muss sich damit zufrieden geben, wenn es Menschen sind, die Fährtenarbeit oder Ähnliches machen wollen. Das ist dann aber je nach Hund auch wirklich Voraussetzung. Wenn ich dazu keine Lust habe, ist das der falsche Hund für mich.
    Jemand schrieb hier "Wer entscheidet denn, welcher Hund zu einem passt?". Na, der Vermittler/das Tierheim/ der Verein. Ob das immer die richtige Entscheidung ist, kann man in manchen Fällen nicht sagen, vor allem nicht in denen, in denen die Entscheidung gegen eine Vermittlung fiel. Aber jemand muss es entscheiden und hellsehen kann keiner. Sonst wär´s ja einfach.

    Fehlentscheidungen fallen vor allem dann auf, wenn man den Hund vermittelt hat. Und das geht immer zu Lasten des Hundes.


    Ich halte das Warten auf Menschen, die Jagdhunde optimal einsetzen (zumindest die aus dem Tierschutz) auch für Utopie - denn eines ist auch sicher, die besten aller Jagdhunde, sind die, die auf der Straße sitzen, eben nicht. Es muss keiner glauben, das ein guter Jagdhund auf die Straße kommt - da sitzen diejenigen, die "Fehler" haben und durchaus halte ich viele davon für korrigierbar, in anderen Ländern geht man eben anders in der Ausbildung vor.... für Tierschutzhunde ist ein passionierter Mensch, der sie artgerecht auslastet und nicht erwartet, das ein jagender Hund ohne Leine einfach nur freudig spazieren geht, ein Geschenk.

    Es sind aber viel zu viele, die sich keine Gedanken um die Passion eines Jagdhundes machen, in Familienhand. Diejenigen die darüber nachdenken, füllen das Forum und beschäftigen sich damit, diejenigen die überfordert sind werden nicht hier sein und sich informieren.

    Von einer Tierschutzorga erwarte ich, das sie mir erzählt, was ich da für einen Hund bekomme und was auf mich zukommen kann, kaum ein Hund zeigt im Tierheim all seine Anlagen.... das habe ich ja mit meinem Spanier sehr bewusst erlebt, aber Tendenzen kann man aufzeigen und sollte man wissen. Das jemand einen Podencomix vermittelt bekommt, ohne zu wissen, WAS das für eine Hundesorte ist (oder einen Galgo etc.) das dürfte nicht passieren.... auch hier zählt der Niedlichkeitsfaktor oft mehr als die Anlagen des Hundes.

    Das kann man beliebig erweitern auf Herdenschutzhunde und Hütehunde und und und..... aber ich glaub, ich wiederhole mich da einfach auch.

    Sundri

    Moin,

    ja, berichte uns mal - aber eines möchte ich anmerken, so einen Tierarzt bräuchte ich nicht.... Bei uns in der Gegend ist es üblich, das unsere TÄ offene Sprechstunden haben und meine TÄ sowohl Vormittags als auch Nachmittags in den Abend hinein.

    Nur mal angenommen, ich hab einen Notfall, so wie seinerzeit bei Diego mit einem anaphylaktischen Schock, da will ich zu einer vertrauten Person und das möglichst schnell und dann nicht einen TA suchen, der vielleicht Zeit für mich hat? Ist ja auch nicht so, das ich als Halter gleich erkenne, wie groß mein Notfall ist! Hätte ich auf die Nachmittagssprechstunde gewartet, hätte Diego es nicht überlebt - aber WIE ernst das damals war, war mir nicht bewusst.

    Zwei Wochen warten? Kann bei schweren Krankheiten echt zu lange sein.

    Sundri

    Moin,

    es braucht keine Endoskopie um Würmer auszuschließen, die Filarien (Jungtiere vom Herzwurm) kann man ziemlich gut bei einem Bluttest feststellen - sind keine da, hat`s auch keine Würmer. Ich halte das für ein geschicktes Verkaufsargument eines Tierklinik und würde mir eine andere suchen. Lucas hat Herzwürmer gehabt und ich hab ihn, als er zu mir kam, nachuntersuchen lassen. Blutuntersuchung reicht völlig aus!

    http://www.tierkardiologie.lmu.de/besitzer/herzwurm.html

    Schau mal hier.

    Bei Lungenwürmern gibt es folgende Symptome:

    Befallene Tiere zeigen häufig Symptome wie Husten, Atemnot und Belastungsschwäche, die sich im Verlauf einer Erkrankung verschlimmern und bei fehlender Therapie zum Tode führen können. Bei rund einem Drittel der betroffenen Hunde treten allerdings nicht die typischen Atemwegsprobleme auf, sondern z.B. Nasenbluten oder Bluthusten. Auch zum Teil schwere zentralnervöse Störungen werden gelegentlich beobachtet. Weitere unspezifische Symptome sind Augenentzündungen, Durchfall, Abmagerung, Erbrechen oder Bauchschmerzen.

    Es können aber auch andere Ursachen der Grund sein, Borreliose etwa. Frisst sie normal? Und wie sieht der Urin aus?

    Sundri

    Moin,

    über den Begriff Familienhund lässt sich bestimmt ein ganz eigener Thread füllen, denn jeder versteht darunter mittlerweile etwas anderes -nämlich einen speziellen, spezifischen Hund, der exakt in die eigene Familie passt und (damit greife ich nicht Dich an, versteh mich nicht falsch, bitte) und, da sich der Trend, das einzige Wahre und Richtige zu tun und zu haben mehr und mehr durchsetzt - sind alle anderen Hunde natürlich irgendwie uncool.

    Ich kann mich davon auch nicht frei machen, wenn sich sag: Weimaraner? Never..... nicht geschenkt möchte ich den haben, nicht mal mit Eigenjagd dran. Mein Hund muss natürlich zu mir passen, denn er soll mit mir leben und was passt oder nicht, entcheide ich auch. Klar, ich hab mir einen Hund, nur nach Foto und Beschreibung, aus Spanien kommen lassen. Ich hab vertraut, das man dort weiß, was man über ihn schreibt (und, großen Dank ans Tierheim Kimba - ich hab den beschriebenen Hund bekommen und in den Worten auch wieder gefunden) - er hatte natürlich trotzdem Überraschungen dabei, seine große Autonomität war unerwähnt geblieben..... ich kann ziemlich gut damit umgehen, ich hab Jagdhunde geführt, die kleben einem auch nicht am Bein und treffen eigene Entscheidungen.

    Jeder würde den Begriff Familienhund auf seine eigene Art und Weise definieren und jeder würde "problemlos" auf seine eigene Art definieren, während ich also sag, Lucas ist ein toller Hund, der passt so super zu uns, sagen andere über ihn durchaus "meine Güte - also der - der wäre mir zu kompliziert......" Tja..... kann man so sehen, muss man aber nicht. :hust:

    Aber da sind wir wieder bei der eigenen Sichtweise. Und ja, ich glaub, wir meinen durchaus das Gleiche. Leider kenne ich in meinem Umfeld wenige Menschen, die sich intensiv mit ihrem Hund und seiner Rasse auseinander setzen, dafür umso mehr, die meinen, sie wüssten Bescheid - Hunde hat man doch schon immer gehabt und einer ist wie der andere - und da entstehen die Probleme.

    Eine Frau bei uns aus dem Ort - ein Beagle musste es sein, die sind so niedlich (tolles Kriterium), nun ist sie kreuzunglücklich, wei sie einen jagenden Hund hat. Überraschung, wie sie darauf nur kommt.....

    Mich sehen die Leuts komisch an, weil ich, auch meinen Kindern, immer erst ein Fachbuch über das Tier das zu uns kommen soll, kaufe und lese (auch über Hunde aus dem Süden) und dann zieht das Tier ein - wie viele Menschen kennen wir, die das tun? Ich finde, viel zu wenige - die Leittragenden sind unsere Hunde.

    Sundri

    Zitat

    Und immer noch wurde mir diese Frage von der TS nicht beantwortet :???:

    Gaby, ihre schweren Jungs und Finn


    Doch hat sie...

    Zitat

    Junge, gesunde, lernwillige Hunde, die sich auch von unerfahrenen Menschen gut führen lassen, die gerne unterwegs sind und bei jeder Wanderung Schritt halten können; die Spaß am gemeinsamen Arbeiten haben, es aber nicht exzessiv einfordern.

    steht mitten im Text, bissi versteckt, gleich im ersten Posting.

    Sundri

    Zitat

    Meiner Meinung nach vollbringt ein ganz normaler gut erzogener und angepasster Familien-Begleithund eine anspruchsvolle Leistung. Die finde ich viel wichtiger wie die Leistung im Sport oder sonstwo.

    Das mag ich unterschreiben - aber es ist so alltäglich geworden und wir haben schlicht verlernt, das Besondere in diesen Begleithunden zu sehen. Ihr Benehmen in der Stadt, etwa, die Leistung die sie bringen, mitten im Trubel, im Verkehr - die Anstrengung, die sie dazu benötigen - wer nimmt das denn noch wahr? Als Leistung?

    Das ist doch, schade, ganz alltägliches Benehmen geworden und keiner der Hunde meiner Kindheit hätte das gekonnt..... Auch all das, was zu einem netten angenehmen Miteinander gehört, im Alltag - ist bei vielen Hunden eine große und vielseitige Lesitung. Mir ist das auch erst mit meinem ersten Spanier wirklich bewusst geworden, was ich im Alltag mal so nebenher an Benehmen erwarte und verlange - das scheint mir manchmal mehr, als durch Tunnel krabbeln und um Stangen wetzen.

    Sundri

    Moin,

    ich wollt ja auch nur mal andere Meinungen hören, wie gesagt, unsere Welpenzeit ist schon lange her und mehr und mehr festigt sich in mir, das ich, glaub ich, keinen Welpen mehr haben werde. Wer weiß, mein Liebster träumt ja immer noch von einem Großhund - aber ich nicht und bis er in Rente geht, ist`s noch ne Weile hin.

    Ich vertraue ihr, sie hat ein Händchen für Hunde, ein Gefühl für den richtigen Moment, ein Gespür für Tiere - sie wird das gut machen..... und weil ich nicht möchte, das sie denkt, ich kritisiere sie (sie hat grad genug zu tun, mitten im Abi, neuer Hund und mehr Probleme mit ihrem Freund hinsichtlich der Erziehung - weil er auf so manches keinen Wert legt und schlimmer, keine Lust auf die Arbeit hat) möchte ich sie nicht verunsichern - eher stärken.

    So hab ich ihr versichert, das Hunde genau unterscheiden, was sie bei wem in der Familie dürfen - das kennt sie ja von unseren Jungs auch, mit denen ist sie aufgewachsen und sie war immer diejeniger, die all unseren Jungs Tricks und Unfug beigebracht hat. Selbst so ein Blödsinn wie "wie macht die Schlampe" war dabei und mein Diego warf sich immer brav auf den Rücken und streckte alle vier Pfoten von sich oder mein Jagdhund auf Kommando "tot!" fiel um und lag still, allen hat es Spaß gemacht. :lol:

    Ist doch schön, das ich mit meinen unsicheren Gedanken hier landen kann. ;)

    Sundri