Beiträge von Sundri

    Guten Morgen,

    die Belgier sind schon mal raus, nicht, weil ich hüten will oder etwas zum hüten hätte, sie scheinen mir zu kompliziert zu sein und überhaupt, leuchtet es mir bei einem Hund spanischer Herkunft auch eher ein, das darin ein spanischer Hund zu finden ist.

    Andere Länder - andere Sitten, das ist mir schon klar, aber ein Tervueren ist ja doch ein, eher selten zu findender Rassehund und das der in Spanien frei herum läuft und für Nachwuchs sorgt? Mir scheint, vor allem, nachdem ich mich jetzt so intensiv es mit möglich war, mit dem Pator Garadiano auseinander gesetzt habe, logischer, das so einer in meinemMix ist. Ich hab inzwischen auch einige Mix und Nichtmixe im Tierschutz gefunden und erkenne darin sehr viel von Lucas und Diego wieder.

    Das hüten, treiben und jagen nahe beieinander liegen ist mir schon klar, das kann jeder erkennen, der einmal Hund an Schafen beobachtet hat, körpersprachlich macht es kaum Unterschiede zu jagenden Hunden hinter Wild. Deshalb werde ichmir wohl entweder nur einen reinrassigen Garadiano aus dem Tierschutz holen, oder lieber noch einen Mix. Nachdem ichnun zwei davon hab/gehabt hab - glaub ich durchaus, das ich denen gerecht werden kann. Man wächst mit den Aufgaben, die einem gestellt werden und wenn wir Ende des Jahres endlich ein eigenes Haus mitumzäuntem Grundstück haben werden, kann Lucas so oft er mag, draußen liegen und Wache halten.

    Für mich erklärt es auch, warum er an allen unseren Wiedetieren ansatzlos vorbei geht, sie keines Blickes würdigt, aber die Ziege meiner Nachbarin lässt ihn höchst aufmerksam werden, immer noch.... und die Heidschnucken im Moor, die sind auch äußerst spannend.

    Manchmal ist es eben auch gut, zu wissen, was man da eigentlich hat, es macht vieles leichter..... Harzer Füchse sind dem recht ähnlich, glaub ich, bei uns im Zoo hütete einer zum Vorzeigen - ansonsten sind sie sehr selten und einen reinrassigen wollte ich da auch nicht haben. Eigenständig aber gefällt mir.

    Sundri

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    Ich glaube, hier prallen langsam Welten aufeinander :???:


    Das tun sie und wir müssen uns gar nicht einigen, sondern nur Verständnis für einander finden. Und das ist ganz schön schwer....


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    Danke, das macht mir ein bissel Mut, dass ich doch kein schlechter Mensch bin.

    Na das schreiben andere ja auch schon. ;)

    Sundri

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    Schonmal in der tiefsten Oberpfalz gewesen, in einer Stadt namens Pleystein? Nein? Dann besuch das Örtchen mal ;)
    Ja ich habs auch hinter mir...meine Oma war starrsinnig und altbacken und meine Tante auch. Und? Hier gehts aber nicht um die Familie, sondern um den Hund. Und wenn ich sehe und weiß, dass es dem Hund nicht gut geht und das so kein Leben ist, dann zettel ich halt nen Familienkrieg an...UND? Die müssen es auch lernen, dass wir nicht mehr in der Steinzeit wohnen! Und da wärs mir scheißegal, was die sagen und denken!
    Entweder ich kümmer mich richtig um den Hund oder ich geb ihn ab, damit er es gut hat...aber so definitiv nicht!

    Moin,

    aber am Ende geht es um die Menschen, um ihre Einstellungen zu Tieren, ihre Lebensentwürfe, ihre Vorstellungen und Erfahrungen innerhalb eines Familiengefüges. Familienkrieg sagt sich so einfach, wenn man die Situation nicht kennt. Glaub mir, ich hab solche Kriege begonnen und bitter dafür bezahlt, geändert hat sich nichts, denn wenn ich aus der Tür war, war alles anders.

    Mein eigener Ex, mit dem ich Malik zusammen kaufte und groß zog, der ihn mit zur Jagd nahm - da ich keinen Hund in meiner Wohung halten durfte, versprach, er könne bei ihm in der Firma schlafen... so holte ich ihn morgens und brachte ich Abends wieder in sein altes zu Hause und mein Ex - setzte den armen Hund an einer Laufleine in den Garten - er, der immer nur in seinem Korb im Haus gewesen ist, nächtelang hat er geweint und irgendwann rief ein Nachbar an und beklagte sich, auf mein "öh, was sagt denn mein Mann dazu?" "Das wäre ihr Hund und er wisse auch nicht, warum der im Garten sitzt und heult!" Na Danke aber auch.

    Seine ganze Familie stand hinter ihm und bestätigte ihn und ich hatte niemanden...... nö, ich würde mir das mit dem Krieg führen echt überlegen. Meinen Hund hab ich dann heimlich zumir geholt, zum Glück war er kein Beller.... mit drei Kindern ne Wohung suchen ist nämlich kein Zuckerschlecken.

    Aber darum geht es hier nicht.

    Sundri

    Moin,

    Teletakt ist hier verboten, aber es gab´s mal..... und die meisten bauten es nicht auf, sondern wollen ihrem nicht hörenden Hund mal heftig eines überbrezeln.... ein TT hilft nur sinnvoll, wenn der Hund absolut weiß, was er tun soll! Und nur dann... das heißt, ohne Ablenkung muss er jedes Mal 100%tig liegen (auf Pfiff) wenn dieser kommt.

    TT sollte immer getragen werden (das machen auch sehr viele User falsch), der Hund trägt im Alltag ein Plagiat (das ein anderes Gewicht hat) und im Job das echte TT - super Idee, weil unsere Hund ja auch völlig verblödet sind. Besser ist`s, die Fernbedienung daheim zu lassen.

    Je nach Hund reichen die unteren Stufen, bis Stufe 4 find ich es ganz gut aushaltbar, dann wird es unangenhem, auch ein beliebter Fehler - zu hoch anzufangen. Stufe 7 ist nur und ausschließlich für einen absoluten Notfall, so was wie Hund hetzt Reh auf die dicht befahrene Autobahn ohne Schutzzaun zu...... ich hab da aber die Erfahrung gemacht, das Männer wenig Gefühl für solche Dinge haben. Dazu kommt, es muss absolut Punktgenau eingesetzt werden und das kriegen viele ja schon im Alltag bei normalen Übungen nicht hin. Eine einzige Fehlverknüpfung kann dazu führen, dass das Erlernte futsch ist.

    Teletakt richtig eingesetzt kann ein gute Wahl sein, weil der Hund nachhaltig lernt; falsch eingesetzt und er hat alles verlernt.... und weil so viele es falsch benutzt haben, ist es verboten worden.

    Kein Hund hört 100%tig, das wurde ja schon gesagt, fragt sich, was passiert, mein Lucas etwa bricht ab, sobald das Wild außer Sicht ist..... das geht bei uns mit Hecken und Knicken ziemlich fix, damit bin ich im Alltag zufrieden und sehe keinen Handlungsbedarf.

    Das Wichtigste bei jagenden Hunden ist einfach, sie immer im Blick zu haben, kein träumererisches dahin schlendern, sondern immer Hund im Auge, immer die Windrichtung wissen, immer vorher die Hasenohren in der Wiese sehen oder die Rehohren im Feld, immer anhand der Rute erkennen, wie erregt ist der Hund, wie frisch die Fährte und immer eingreifen, solang der Hund noch nah bei einem ist - ist er erst mal ab - hilft wenig, außer Gelassenheit.

    Hunde im Jagdgebrauch sind leichter in Platz zu pfeiffen als zurück zu rufen - das hat auch seinen Grund...... immerhin liegt der Hund noch auf der Fährte, inne halten ist einfacher als abbrechen. Das wird vielfach übersehen und unterschätzt.

    Sundri

    Moin,

    hat jemand von Euch den letzten Spreewaldkrimi gesehen? Letzte Woche? Vielleicht mal sehenswert, war ein Familiendrama.... passt super zum Thema. Vielleicht kann man den ja nachschauen? Jedenfalls diejenigen, die sich das Leben in anderen Familien nicht vorstellen können....

    Ich hab`s hinter mir. Danke - reicht!

    Sundri

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    Schnuffeldecke hat er; ebenso ein T-Shirt von mir, was er überall mit hinschleppt, wenn er sich zum schlafen legt ;)

    In einen Zwinger will ich ihn eigentlich nicht sperren. Unser "alter Hund", der mit 16 Jahren leider alters- und krankheitsbedingt von uns gegangen ist, wurde von meinen Schwiegergroßeltern nur im Zwinger gehalten - so hat er sich dann auch benommen! Erst als ich hier vor 8 Jahren auf den Hof bin und er regelmäßig Beschäftigung und Spaziergänge erfahren hat, ist er "normal" geworden. Auf dem Hof hier, ist ein Tier eben ein Tier. Das gilt aber nicht für mich!!!


    Ich will dem kleinen Kerl nicht schaden!!! Wie kann ich ihm denn trotzdem versuchen, dass Leben so angenehm wie möglich zu gestalten ohne das ich hier einen Familienkrieg oder dergleichen auslöse?!
    Ich will wirklich nur das Beste für ihn und wenn ich dafür eben mit ihm in der Hütte schlafe bis er das Alleinesein über Nacht gelernt hat!

    Du sollst auch keinen Zwingerhund aus ihm machen ;) , sondern ihm, solange er klein ist, einen geschützten Raum bieten - später, wenn er etwas älter ist, kann man ja die Tür offen lassen..... so wie manche das mit einem Kennel zum Schlafen machen. Und die Grasecke dafür, das er mal pieseln kann oder sich lösen und nicht den ganzen Raum verschmutzen muss.

    Ich finde, Du tust offensichtlich das, was Du tun kannst, eines Tages kannst Du vielleicht auch alles anders machen, die Zeit kommt von allein, früher oder später und bis dahin.... machst Du das, was möglich ist.

    Lass Dich nicht verunsichern.

    Sundri

    8.1 Tierhaltung ist generell erlaubt
    8.2 sie bedarf immer der Erlaubnis des Vermieters, es sei denn es handelt sich um Kleintiere
    8.3 die Erlaubnis beschränkt sich auf 2 Hunde - fertig aus

    Der Vermieter wollte es sich einfach machen und hat generell zwei Hunde erlaubt..... um nicht jedes Mal gefragt werden zu müssen; alle weiteren muss man anfragen, für mich wäre so ein Vorgehen (also einen Dritthund holen, ohne Genehmigung) eine Zerrüttung des Vertrauensverhältnisses und ich würde über eine Kündigung nachdenken. Wenn ich der Vermieter wäre und das mitbekäme.

    Sundri

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    Wenn ich sowas lese, kriege ich ja schon so einen Hals. Weil es schon immer so war und weil alle anderen es auch so machen, muss es ja wohl richtig sein oder was? :motz:

    Richtig nicht, aber manchmal lässt sich das nicht ändern, meine Schwiegereltern waren auch so.... Tiere gehörten raus, fertig, egal ob Katze oder Hund, das war, beinahe möcht ich meinen, mit Blut festgeschrieben. So durfte mein Hund damals auch nicht ins Haus - nach einem Riesentrouble, immerhin in den Keller.... Malik war es allerdings gewohnt, allein zu schlafen, da er bei uns auch nur im Untergeschoß sein durfte (das war der Kompromiss den ich eingehen musste, um ihn zu halten) und selbst solche Dinge werden hier als Tierquälerei bezeichnet, da ist es doch eingentlich schnuppe, ob unten im Haus, oder draußen..... Manchmal muss man das ein oder andere anpassen. Der wird ja fix groß und Hofhunde hat es immer gegeben..... keiner muckt hier rum, wenn Herdenschutzhunde draußen gehalten werden. Die Welpen von Hunden, die die Herden bewachen,werden auch draußen groß und haben ihre Bindung zum Menschen.

    Was ich tun würde, für den kleinen Hund, hab ich schon geschrieben - ich würde übrigens jetzt nicht bei ihm übernachten - wenn er nicht heult (und glaub mal der Dalmatinerwelpe meiner Tochter kann heulen wie ein Wölfchen) würde ich das nicht heraus fordern und ihn an etwas gewöhnen, das ich ihm später wieder entziehe.

    Sundri

    Moin,

    das ist ja nun auch ein Symptom, das Lucas zeigt, er verliert momentan entsetzlich viel Fell..... und ganz klar, es gibt Phasen, in denen er das nicht tut -also - irgendetwas stimmt da nicht.

    Ich weiß, das starker Fellverlust ein Zeichen von Stress sein kann (bei uns kommt der Welpe meiner Tocher ab und an auf Betreuung und das stresst meine Jungs sehr) - Stress kann aber auch durch Schmerzen entstehen. Lucas hat aktuell Bauchweh, heute gibt einsn großen Ultraschall. Bei der Physiotherapie hat Lucas schlagartig viel Fell von sich geworfen..... während der Behandlung, obwohl er sie sich hat super gefallen lassen.

    Im Auge behalten und an solche Dinge denken. Oder den TA fragen, aber da brauchts einen guten, der auch sorgsam sucht und weiter vermittelt anstatt "probiern wir mal aus" lebt.

    Sundri

    P.S. Diego hat auch so sehr gehaart, heute denke ich einfach, der war schon viel länger richtig krank, als wir es wahr genommen haben..... möglicherweise, jedenfalls. Eigentlich müsste Lucas schon nackig sein. :hust:

    Moin,

    ich kenne das, in Schweden ist es nicht unbedingt sehr viel anders..... und, auch wenn es nicht nachvollziehbar ist, die Leuts lieben ihre Hunde und kümmern sich darum, jedenfalls die meisten.

    Warum legt Du dem kleinen Hund nicht eine Decke dahin, wo er morgens gefunden wird? Oder aber, Du begrenzt den Raum, solange er noch so klein ist, ist er durch herumstreifende Wildtiere ja durchaus auch gefährdet? Eine Fuchsbegegnung kann noch übel enden. Andere tun ihren Hund über Nacht in eine Box, daher denke ich, wäre ein Zwinger mit einer Erd- oder Grasecke - für einen so kleinen Hund eine Lösung?

    Ich bin mit Hunden / Hofhunden auf dem Land groß geworden, hat mir nie gefallen - der Umgang - aber ich kenn auch die Problematik mit eingeheiratet - das ist eine schwere soziale Last (kann es sein) und einfach ist oft anders. Schau, was Du für den Kleinen tun kannst, wenn er nicht rein darf.

    Sundri