Beiträge von Sundri

    Moin,

    im dümmsten Fall geschieht eine erneute Infizierung auf der Fahrt vom Tierheim zum Flughafen und es dauert ein halbes Jahr, bis dieser Befalll nachweisbar ist.

    Wenn sie im April zu Euch kam und nun einen feststellbaren Befall hat, besteht schon die Möglichkeit, das etwas schief gelaufen ist. Allerdings würde ich eher von menschlichem Versagen ausgehen, als von Betrug - so etwas spricht sich herum und eine Orga, die Hunde vermittelt hat mehr Interesse daran, das alles gut läuft, als dass sie kranke Hunde vermitteln - wer holte sich dann dort einen zweiten oder überhaupt einen, wäre so etwas üblich? Natürlich, bei all dem Mangel der dort herrscht, an Zeit, Futter, med. Versorgung und an helfenden Menschen - kann das passieren - ohne böse Absicht.

    Das Nummern vertauscht werden - kann vorkommen. Ich würde mich aber mit der Orga in Verbindung setzen und nachfragen, denn - irgendwo müsste ja dann noch ein zweiter Hund sein, mit falscher Chipnummer? Oder ohne eine?

    Dir nutzt das nun nicht wirklich viel, der Hund muss behandelt werden und vermutlich auf Deine Kosten, aber wie gesagt, das hätte auch passieren können, wäre alles okay gewesen. Kurz ein Beispiel von meiner Orga, dort wurde auch ein, hier frisch angekommener Hund, positiv auf Filaria getestet - von denen kann ich aber auch die Laborergebnisse bekommen, per Mail - geht ganz fix (die von Lucas hab ich alle hier) und dann kam heraus, dass das deutsche Labor einen Fehler gemacht hatte..... so kann`s kommen.

    Ich wünsche Euch alles Gute
    Sundri

    Man hält es einfach aus - es bleibt einem ja nichts übrig.... als Diego letzten Oktober plötzlich von uns ging, mit nur 5 Jahren - es war, als bliebe die Zeit stehen....

    Ich hätte es ahnen können, morgens sind wir bei uns über den Berg gegangen und er blieb hin und wieder stehen und sah sich um,so, als nehme er ganz bewusst wahr, was da um ihn herum zu sehen war, er forderte mich zum spielen auf - das kam so selten vor....... und ich dachte, es geht ihm besser, er schafft es, alles wird gut. Dabei nahm er nur Abschied. *schnief* Er war ruhig den tag über, fraß mit Appetit und alles schien gut.

    Ich war kurz zuvor noch bei ihm, streichelte ihm über den Kopf und fragte, wie so oft "na Mausi, alles klar bei Dir?" und er wedelte - es war so unendlich viel Freude in diesem Hund, der konnte mit der Schwanzspitze wedeln, so, als müsse er all seine Freude aufbrauchen, in den 5 Jahren die er hatte.... und dann, als wir wieder im Wohnzimmer waren, heulte er auch und brach zusammen, binnen Minuten war er tot - es war, als ging ein Stück von uns, wenn ich mich daran erinnere, dann muss ich immer noch weinen. Wir saßen um ihn herum, berührten ihn und konnten es nicht glauben, meine Jüngste und ich. Fassungslos sagte sie "Mama, ich glaube unser Hund ist Tod...." wir haben so sehr geweint.

    Morgens beim wach werden, wie lang hab ich auf das trippeln seiner Füße gewartet - diese vielen ersten Male, ohne ihn aufwachen, spazieren gehen, nach Schweden fahren, heim kommen -ohne das er sich freut - jedes war wie ein Stich und tat unsagbar weh.... erst da habe ich begriffen, was Seelenhund heißt. Wir haben ihn nach Schweden gebacht und ich hab bunte Tulpen und rosa Mohn auf sein Grab gepflanzt, es vergeht kaum ein Tag, an dem er mir nicht fehlt und manchmal, so wie jetzt, kommen mit immer noch die Tränen.

    Ich glaube, ich habe um diesen meinen Hund mehr geweint, als umso manchen Menschen in meinem Leben. Und ich habe soviel von ihm lernen dürfen, heute weiß ich, er hat mein Leben verändert, mich ganz tief berührt. Und etwas von ihm wird immer bleiben.

    Als Malik vor vier Wochen (oh Gott, ist das schon vier Wochen her) starb, war alles anders, wir denken liebevoll an ihn, 14 Jahre hat er unser Leben geteilt, er fehlt, keine Frage, aber anders, ruhiger, seine Zeit war gekommen und am Ende war es gut so. Wir haben lange Abschied genommen, mit jedem bisschen mehr Verfall ein klein wenig mehr, mein Seelenhund ist er nie geworden, aber mein treuer Begleiter, das war er immer. Aber hier ist es Wehmut und kein so tiefes Verlustgefühl wie bei Diego seinerzeit.

    Und Lucas - der Diego so ähnlich sieht und so ein sanftes liebes Wesen hat - er könnte einer werden. Diese Sorte Hund berührt mich einfach innerlich auf eine Art und Weise, sie bringt eine Saite in mir zum klingen, ich kann es kaum beschreiben. Beide sind ja die gleiche Mischung und doch ganz anders, aber auf eine kaum in Worte fassbare Art sind sie einander ähnlich.

    Sundri :tropf:

    Moin,

    im dümmsten Fall wurde Dein Hund auf der Fahrt zum Flughafen neu infiziert - kann passieren. Ich hab Lucas auch testen lassen, kurz nachdem er hier war und kürzlich, als dashalbe Jahr in etwa um war. Sicher ist sicher.

    Herzwürmer lassen sich behandeln,allerdins muss der Hund während der Behandlung gut geschont werden, derweil sehr oft auch blutverdünnende Mittel zur Unterstützung gegeben werden müssen, das hängt vom Befall ab.

    @ Lunze, wie wird bei Dir behandelt?

    Sundri

    Hallo Bitti,

    dann ist das halt so..... ich bin durchaus der Meinung, das sich Hunde an unser Leben anpassen und das es Ihnen damit besser geht, als wenn sie von uns fort müssten.

    Du kanst ja andere Dinge mit ihm im Garten machen, Suchspiele? Fährten legen - mit Futter - etwas, wozu er nur die Nase braucht und das ihn müde macht. Dir fällt bestimmt das ein oder andere ein.

    Und, wenn alle Stricke reissen, vielleicht findest Du einen Gassigänger?

    Alles Gute für Euch
    Sundri

    Moin,

    dann ist sie vermutlich eben doch traumatisiert, nicht, das ich ihr damit einen Freifahrschein gebe, aber Verhaltensauffälligkeiten sind bei solchen Hunden tatsächlich häufig, ich kann damit dann einfach geduldiger umgehen.

    Ich würde mit ihr üben, manche Dinge müssen eben sein.... oder selbst scheren? Manches im Handling muss so Routine sein, das sie es zumindest duldet.

    Meine Tochter übt jetzt schon mit ihrem Welpen, sie gehen mal eben beim Tierarzt vorbei, wiegen oder Leckerchen abholen (unsere TÄ macht so etwas zum Glück), sie schaut dann mal ins Ohr, oder ins Schnäuzchen - wenn nichts los ist, natürlich nur. So kennt er das, für den Ernstfall und man muss dann nicht noch mit Maulkorb und Festhalten agieren, was so ein Tier noch extra stresst.

    Training von solchen Dingen, irgenwie in den Alltag eingebaut, so dass sie wenigstens bei Dir still hält und sich nicht wehrt und bei Tätigkeiten die eben immer wieder passieren müssen - an manchem geht ja kein Weg vorbei.

    Sundri

    Moin,

    sagen wir mal so, knurren ist ein Warnzeichen und besser, der Hund darf es benutzen und warnen, als das er eines Tages soweit ist und schnappt.

    Ich weiß nicht, woher Deine Hündin kommt oder welche Geschichte sie hat. Ich hätte aber, bei einem normal hier gezogenen Hund, der sozialisiert ist und den man von Beginn an hat, durchaus ein Problem, wenn der mich anknurren würde, wenn ich ihm eine Zecke entferne. Meine Hunde müssen müssen sich überall, jederzeit, anfassen lassen. Das üben wir, selbst Zähne zeigen, üben wir, für den Tierarzt.

    Aber, ein Hund mit traumatischer Vorgeschichte wäre etwas anderes..... Wie das bei Euch ist, kann ich aber aus Deinen Worten nicht ersehen.

    Sundri

    Moin,

    nein, der weiß nicht, das ihm keiner was tut..... wer weiß, was das arme kleine Ding in seinem Leben schon mitgemacht hat? Manche Hunde verlieren diese Angst nie..... und behalten sie ihr ganzes Leben lang, das er Dir gegenüber immer noch so ängstlich ist, ist ein Zeichen dafür, das sein Trauma tief sitzt.

    Solche Hunde können unter Umständen auch nie wirklich allein bleiben ohne Stress und das Zerstören von Dingen ist ein Zeichen von Stress. Er weiß nicht, das ihr immer wieder kommt und man kann es ihm leider nicht sagen. Ich würde das Allein sein üben, kleinschrittig und den Raum begrenzen (nichts herum liegen lassen - kann helfen) und ihm etwas geben, das er notfalls zerstören kann, wie Pappkartons oder -rollen etc. Im Grunde aber würde ich ihn nicht wirklich allein lassen.

    Du solltest ihn soweit wie möglich ignorieren, warte, auch wenn`s lang dauert, bis er Kontakt sucht und näher kommt, locke ihn nicht - viele Hunde werden angelockt und dann gefangen und misshandelt - für sie ist das Leckerchen nur ein mieser Trick.

    Und hab Geduld....

    Sundri

    P.S: KEINE Kastration, das verstärkt die Ängstlichleit unter Umständen unglaublich und macht alles nur viel schwerer. Tierärzte sagen oft, das würde helfen, aber denen geht es um die OP und das, was sie daran verdienen, ich hab noch keinen Hund erlebt, der dadurch gelassener, ruhiger und einfacher wurde. Das sind Aussnahmen, die aus anderen Gründen kastriert werden. Wirklich, lieber nicht!

    ;) Ich bin vorsichtig mit meinen Äußerungen, lieber sag ich was ich meine, als das ich missverstanden werd, es ist ja ein sehr heikles Thema.

    Alte Hunde deren Lebenszeit begrenzt ist - wenn da einer vor meiner Tür sitzen würde, bekäme der durchaus noch ein schönes Plätzchen und eine gute Zeit - die meine ich nicht.

    Hospiz heißt für mich "Todsterbenskrank" dazu "keine weiten Wege, weil das nicht mehr zumutbar ist" und da beginne ich einfach zu zweifeln, das ein Wechsel von Ort und Bezugspersonen vielleicht auch eine Gratwanderung ist. Es geht hier nicht um lange Monate, sondern eher, so verstehe ich das, um Wochen? Wir hatten eine ähnliche Disskussion ja an anderer Stelle, wenn Hunde so krank sind, das sie weder aufstehen, laufen, noch allein fressen oder trinken können, wirklich Körbchenlägerig sind und pflegebedürftig.

    Und ja, Schlabberhund kann ich da zustimmen, so sollte es sein.... ;)

    Sundri

    @ Fusselnase,

    ich hab aber leider zunehmende (und damit meine ich nicht Dich und Deine Fellnasen) den Eindruck, das immer häufiger nicht zum Wohle des Tieres entschieden wird, sondern um Menschen etwas Gutes zutun, und sei es nur, das sie sich Besonders oder Besser oder Gut fühlen - zu Lasten eines Tieres.

    Ich mag mich täuschen, aber ich sehe da durchaus einen Trend. Leider

    Sundri

    Moin,

    nein, ich würde es nicht tun..... ich hab zwar Hunde aus dem Tierschutz und betätige mich auch dort (samt Patenhund) und auch anderweitig (Kinderhilfe in Niedersachsen) und unterstütze Freunde (monatlich) aber das ginge mir und meiner Familie zu weit.

    Alte Hunde - okay - wobei Lucas da auch erst auf 6 geschätzt wird (bisserl zu alt für eine gute Vermittlung) und solche, mit denen ich noch ein schönes Leben haben kann und sie mit mir, aber nur zum Sterben holen und pflegen und betütteln? Nein, das ginge mir einfach zu weit.

    Ich hab grad vor ein paar Tagen einen Bericht über Hundeparalympics gesehen und seitdem überlege ich für mich, ob ich hartherzig bin oder schräg drauf? Ich ziehe doch so eine Grenze für mich, bei gelähmten Hunden, die gefahren werden müssen, die Windeln tragen und die natürlich nur liegen können ohne Wagen - ich weiß nicht, ob jede Hilfe wirklich eine Lebensqualität für ein Tier bedeutet und möchte das deutlich anzweifeln. Hospiz - zum Sterben noch an einen netten Ort gebracht, für Menschen, die das bewusst erleben - gar keine Frage, aber für einen Hund? Der im hier und jetzt lebt? :verzweifelt:

    Großen Respekt für diejenigen die es tun - aber alte Hunde sind auch noch eine andere Nummer als Hospizhunde.

    Sundri