Beiträge von malimuc

    Eddy09 ist jetzt komplett vom Thema, aber ich muss mal erwähnen dass dein Eddy auf dem kleinen Profilfoto so herzerweichend niedlich aussieht ❤️ denke ich mir jedesmal wenn ich‘s sehe.

    Der Schnorch war schon immer superschlank und drahtig, hat aber auch immer gefressenen wie ein Scheunendrescher. Die Futtelmitteltruppe der Veterinärmedizinischen Fakultät die dereinst mal seine Ration berechnet haben meinten entsetzt, er wäre Energietechnisch etwa 190% überversorgt („Futtermenge für ne Dogge…“) aber er brauchte das, sonst nahm er rasant ab.

    Das hat sich jetzt etwas normalisiert, aber er futtert immer noch eher mehr als normal - und hat immer Hunger!

    Sehr schlank ist er immer noch, nur das Bäuchlein hat die hochgezogene Form verloren und ist nach unten gesackt. Nachlassendes Bindegewebe meinte der TA lapidar nach dem Ultraschall (ich hatte Sorge es könnte freie Flüssigkeit sein…puh, große Erleichterung).

    Leider wird seine Haut grade nicht besser, trotz Antibiose…oder nur ein bisschen besser, aber da hätte ich mir mehr gewünscht. Armer Knopf, alt werden ist echt nix für Weicheier 😐

    Meine „Rasse“ ist ja Schäfermix - das ist einfach mein Hundetyp, die mag ich, mit denen arbeite ich gerne und die Kommunikation klappt auch.

    Die kamen bisher alle aus dem Tierschutz, das hatte in meiner Herkunftsfamilie schon Tradition. Sie waren aber alle schon erwachsen, da war immer schnell klar ob die Chemie stimmt, auf beiden Seiten.

    Würde ich Menschen die so einen Hundetyp suchen auch immer empfehlen, gibt für mich nichts besseres.

    Also Rasse „erwachsener Tierschutzhund“ - super!

    Was ich aber tatsächlich nie mehr bewusst wählen würde ist ein Welpe oder sehr junger Junghund aus dem Tierschutz - und würde es folglich auch eigentlich niemandem empfehlen.

    Wie wichtig die Prägung in den ersten Lebensmonaten ist habe ich wirklich so so unterschätzt - ist es schiefgegangen kannst das nie mehr aufholen. Das gemeine daran: das siehst und merkst du dem Hund in dem Alter oft noch nicht an, sie wirken noch recht offen und „normal“.

    Das dicke Ende kommt dann wenn du Pech hast mit voller Wucht. Meiner hatte einen ordentlichen Deprivationsschaden, extreme Ängste und Null Kooperationsbereitschaft mit Menschen (vermutlich weil er es einfach nicht kannte). Krank war er auch, aber das war echt das geringste Problem.

    Ich lieb ihn heute sehr, keine Frage und wir haben einen top Alltag hinbekommen- aber es hat mich jahrelang Kraft- und Nerventechnisch an den Rand des leistbaren befördert. Würde ich niemandem empfehlen.

    Jetzt habe ich so viel rumgelabert und bin garnicht zu dem Punkt gekommen um den es mir eigentlich ging…

    also, ich glaube die Frage der Fragen ist: mach ich‘s für den Hund oder mach ich‘s für mich?

    (egal ob einschläfern oder weiterbehandeln)

    Wenn man diese Frage wirklich reinen Herzens ganz klar mit „ich mache es für den Hund“ beantworten kann ist es richtig.

    Also ganz so würde ich es nicht sehen - ich z.B. denke alle naselang darüber nach ob der Hund eigentlich glücklich ist, einfach weils in meiner Natur liegt und er ja nichts sagen kann. Das war aber schon immer so, also altersunabhängig.

    Nicht mehr behandelbare Schmerzen, krasse Demenz oder auch eine starke und dauerhafte Bewegungseinschränkung wären Gründe, ja. Aber das ist so sehr individuell dass man da aus der Ferne schwer was sagen kann.

    Bisher hatten wir mit all unseren Hunden diesbezüglich eher Glück - die wurden halt immer älter und langsamer und lebten sozusagen einen entschleunigten Alltag mit, manche bekamen Medikamente, manche nicht (vor allem mit Schmerzmitteln wäre ich da großzügig, auch wenn’s Lebenszeit verkürzend wirken kann) und irgendwann wurde es entweder auf einmal rasant schlechter, der Hund frass nicht mehr oder wollte nicht mehr aufstehen, da war klar: jetzt ist es soweit.

    Das ging dann aber von einem Tag auf den anderen und es war kein Zweifel möglich.

    Der Tierarzt hat dann nur noch quasi etwas nachgeholfen, damit es keine Quälerei wird…

    Oder sie starben von selbst hochalterig an Altersschwäche, das gab es auch.

    Ich bin vermutlich jemand der eher keinesfalls zu früh einschläfert, könnte der Hund jetzt aber nicht mehr aufstehen oder hätte anderweitig wirkliches Leid wäre der Moment tatsächlich sofort da.

    Dummerweise haben sie aufgehört als sie mich gesehen haben.. :rolling_on_the_floor_laughing: (Chaos im Haus einfach ignorieren bitte...)

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    entschuldige, aber der entsetzte Blick vom hellen Hund als er dich um die Ecke biegen sah ist einfach zu geil 🤣🤣🤣