Beiträge von Estandia

    Kann ich voll verstehen. Bökes hat auch Niere, und das schon länger, da muss ich demnächst mal die Werte checken lassen, wie schlimm das mittlerweile ist :tropf: Man merkt ihm das Alter halt mittlerweile wirklich an, das war vor einem Jahr noch ganz anders :/


    Wenn ihr dann den Haudrauf nachdrücklich korrigiert, wie reagiert das Sensibelchen da, wenn es direkt daneben steht oder läuft? Wird das dann eurer Meinung nach als "Kollektivstrafe" empfunden?
    Würde da an der einen Stelle eine fruchtbare Korrektur den anderen in einen Angstzustand bringen, der ihm das Lernen erschwert?

    Ich hatte das Problem am Anfang mit meinem Hund in Verbindung mit dem Labrador einer Freundin. Der wird und wurde ausschließlich körperlich korrigiert, mein Hund fand das ganz gruslig und hat lange gebraucht, um sich davon "frei zu machen". Ich hab dann angefangen meinen Hund vorzeitig vom Labrador, wenn er in der Nähe war, abzurufen, wenn bei ihm gleich wieder eine Korrektur anstand. Mein Hund sah das immer als Kollektivstrafe (aufgrund der räumlichen Nähe) - über die Jahre haben wir einige Leute mit solchen Hunden getroffen - er hat halt nicht verstanden warum so etwas passiert, fing an, diese HH zu meiden und wollte auch nicht mehr so wirklich was mit den entsprechenden Hunden zu tun haben. Anfangs hatte ich ganz schön zu tun, meinen Hund wieder in den Mitdenk-Modus zu holen, damit er schnellstmöglich verstand, dass die Situation vorbei ist und jetzt wieder andere Dinge passieren, die leichter nachvollziehbar sind.

    Huhu :winken:

    Dem Kontrolletti-Wahn ist gut beizukommen wenn man grundsätzlich erst mal genau überlegt wen und was der Hund alles verteidigt und eine Liste davon anlegt. Manchmal kommt da eine bunte Reihe an Dingen zusammen, Ressourcenverteidigung ist gut untersucht und es gibt einige Möglichkeiten das in den Griff zu bekommen. Ebenso ist es wichtig zu sehen, welche Entscheidungen der Hund selbst trifft und wie er diese durchsetzt. Oberstes Gebot ist immer die eigene Sicherheit + die von Dritten. Wenn du dir unsicher bist wie vehement dein Hund dich verteidigen wird, Maulkorb drauf und wenn nötig überhaupt nicht in Konfrontationen gehen. Das Training der Ressourcenverteidigung besteht immer aus mehreren Bausteinen, kann sich sehr ziehen und viele viele Schritte beinhalten. Zudem kann es sein, dass manche Problematiken nur bis zu einem gewissen Grad trainierbar sind.

    Wir hatten gerade eine schöne ultraentspannte Seniorenrunde bei 25 Grad und Sonnenschein, deswegen war der Hund auch anbaden :D :herzen1:

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    Ich kann nur ganz pragmatisch sagen, dass ich schon sehr früh entschieden habe, dass Hundehaltung für mich kein Wettbewerb ist. Ich messe mich und meinen Hund an nichts und niemandem.

    Ich habe mich vor der Übernahme des Hundes im Juni 2007 in Form und Umfang so informiert, wie ich es für sinnig gehalten habe und hatte somit einen sehr entspannten Start mit dem Tierchen, das nichts kannte und konnte.

    Seine Ausbildung hat großen Spaß gemacht, vor allem aber auch das Lernen über ihn, weil es einfach stressfrei war.

    Rein faktisch habe ich nach 2010 nichts notwendiges mehr trainiert, weil der Hund "alltagsfertig" war.

    Jetzt mit 16einhalb ist das Tierchen zwar taub und niereninsuffizient aber immer noch für jeden Spaß zu haben, verfressen wie nix gutes und weiß immer noch wie man sich gut benimmt :nicken:

    Ich kann nur den Schluss ziehen, dass ich vieles zumindest grundsätzlich richtig gemacht und in seinem Tempo absolviert habe.

    Eine Herausforderung war und ist das Tierchen allemal, aber eine die viel Spaß macht und an der wir alle (zusammen)gewachsen sind.