Beiträge von Estandia

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    Sie lassen es wahrscheinlich gar nicht so weit kommen

    Denk ich auch. Also eher so ein Präventionsding: Ich bringe dem Hund VORHER "positiv" bei auf Kommando von der Couch zu gehen - is ja nix verwerfliches dran.
    Ich persönlich würde mir dann aber eher Sorgen machen, wenn der Hund nur "dressiert" wird, dass es in der Beziehung nicht stimmt und er anfängt, seine Interessen über die des vermeintlichen Leckerlis zu stellen. DANN körperlich zu werden, ohne dass der Hund gelernt hat, dass es solche Grenzen gibt und er sie entsprechend akzeptiert, WEIL danach wieder Friede, Freude, Eierkuchen herrscht - finde ich bedenklich. Daraus entstehen wahrscheinlich auch diese Fehleinstellungen, dass Körperlichkeit in der Hundeerziehung nichts zu suchen hätte, weil der Hund sie nicht "versteht" und aggressiv reagiert, er aber im Gegenzug nie die Chance bekam, Grenzen über Körperlichkeit zu erfahren. Und mit Körperlichkeit meine ich nichtmal anfassen, das fängt ja schon bei physischer und psychischer Präsenz des Halters an.

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    Es ist völlig unnötig, den Hund mit körperlicher Züchtigung zu kommen, egal in welcher Form und mit welchen Worten es hier "schön geredet" wird. Wenn es Fehlverhalten gibt, dann nicht beim Hund sondern nur beim Mensch.
    Es ist der geringste Widerstand, die für den Menschen bequemste Methode, unfair, zeigt sein Unvermögen, sein Versagen und seine Hilflosigkeit. Es gibt nicht ein Argument, aber auch nicht eins, das dieses körperliche Vorgehen rechtfertigen kann. Wir haben heute bessere und wirksame Erziehungsmethoden, jeden Tag fast im TV zu bewundern und anerkannte Experten, Fachleute und Trainer, die Euch helfen können.
    Ich verabscheue jede körperliche Züchtigung zutieft. Das es nicht in Ordnung ist, zeigt auch die Überschrift des Threads, die alles andere als frei und offen ist und die eigentliche Thematik versteckt, da beginnt es schon mal.
    Es gibt in der Tat im Net Empfehlungen, seinen Hund bis zur Schmerzgrenze zu traktieren, und ich frage mich, wie krank so etwas ist. Seit Bestehen des Internet tun sich regelrechte Abgründe auf, wobei das "Würmer erst mal kommen lassen, Flöhe erst mal kommen lassen" die harmlosesten Varianten sind, dann folgt die körperliche Züchtigung bis hin zum Missbrauch der Tiere, für letzteres gibt es wohl schon eine Petition, dieses unter Strafe zu stellen und genauso wie für Kinder Missbrauch und jede körperliche Züchtigung unter Strafe steht, sollte man es auch für Tiere tun, sie gehören auch zur Obergruppe der Lebewesen, und der Mensch hat absolut kein Recht ethisch-moralische Grenzen zu überschreiten.

    Dein "Tierschutz-Gedanke" in allen Ehren und ich finde deine Vehemenz Gewalt in der Hundeerziehung abzulehnen bewundernswert (!) aber das was du beschreibst, darum geht es hier nicht. Bitte, geh doch mit der gleichen Vehemenz raus in die Hunde-Welt und entwickel dich weiter, es gibt weit mehr als "rein positiv" oder "rein aversiv". Dass was du ablehnst, lehnen hier auch alle anderen ab.

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    aber was kann man im notfall machenn wenn hund drinnen panik bekommt? vorsorglich was beruhigendes vom ta holen? in den wahrscheinlcih ruhigsten raum setzen und gut zureden?

    Ich glaub ich würd eine verdunkelbare Box anbieten und notfall-Dap-Halsband kaufen, aber nur wenn der Hund so vollkommen plötzlich panisch wird. Ansonsten wird ja schon lange vorher geknallt, da müsste man sehen inwieweit der Hund das schon so mitmacht. Reden würd ich nicht, Nähe anbieten ja aber ansonsten völlig ignorant n Buch lesen oder ähnliches.

    Ich hab gelesen dass sich Hunde stärker am Artgenossen als am Menschen orientieren in solch einer Situation. Daher würde ich gar nichts machen und so verfahren wie ich immer mit dem ruhigeren umgegangen bin. Fatal ist nur wenn man selbst angst hat oder unruhig wird, auch ist wohl bewiesen, dass Streicheln in solcher Situation das Stresslevel der Hunde weder senkt noch verschlimmert. Daher würd ich wiederum einen Hund auch durchaus streicheln WENN er denn von allein zu mir kommt und Nähe sucht.

    Meiner stört sich an dem Geknalle wenig, trotzdem gehen wir laaaaaange vor- und nachher nicht raus. Das anzünden und abzischen der Raketen ist noch mal eine ganz andere Erfahrung als der laute Knall selbst. Macht euch nen schönen Abend, aber der Hund wird schon genug mitbekommen, da muss er nicht auch noch mittendrin sein - vor allem nicht wenn es sein erstes Silvester ist :)