Beiträge von Estandia

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    ... was macht Ihr dann mit ihm?

    Bokey muss im Flur warten bis ich sein Handtuch hole und dann wird Hundi ordentlich abgerubbelt. In seinem kurzen, starren Fell bleibt glücklicherweise nichts hängen, da sein Bauch aber ziemlich dicht über dem Boden daherschwebt ist der IMMER nass und dreckig, auch bei moderatem Wetter. Die Fellnase mag aber das abrubbeln sehr gern und lässt auch längere Pflegeprozeduren kommentarlos über sich ergehen :D

    Ich füttere zur Zeit auch ein Futter das stark aufquillt, deshalb fütter ich dreimal (vorher einmal) am Tag ungefähr eine Handvoll der Kroketten und dazwischen kann Hundi auch noch den ein oder anderen Haufen loswerden :D
    Magendrehung ist zwar bei uns kein Thema worüber ich mir einen Kopf mache, aber ich achte einfach darauf, dass der satte Hund nicht über die Stränge schlägt und der Magen in extreme Schwingungen durch Spiel oder Aufregung gerät.

    Wir machen Dummytraining einmal in der Woche, meistens ein Tag am Wochenende. Dafür fahren wir auch mitunter bis zu 2h je nachdem was ich für Gelände brauche. Üben tun wir ausschließlich Markierungen in allen Varianten und ebenso nutze ich Dummies in allen Formen und Farben.

    Bokey ist von Hause aus sehr sensibel, da muss ich bei Motivation, Belohnung und Korrektur dreimal vorher nachdenken. Als Nicht-Retriever und Null Erfahrung in Sachen Zusammenarbeit mit dem Menschen, gepaart mit einem praktisch nicht vorhandenen Beute-/Bringtrieb, war Dummytraining eigentlich das Allerletzte was ich machen wollte.

    Aber das ist lange her :ugly: Der Hund hat gelernt in die Hand abzugeben, er ist steady egal was fliegt und fällt, er merkt sich Mehrfachmarkierungen, er kann ort- und zeitverzögert geschickt werden und er ist mit unglaublicher Freude bei der Sache - egal wie oft die Säcklein fliegen. "Keinen Bock" hab ich bei ihm noch nicht feststellen können, eher mal Ratlosigkeit :hust:

    Für einen Hund, dem die Arbeit Spaß macht aber das Tragen einer Beute kein Hochgefühl verschafft was alle Leckerlis in den Schatten stellen würde, bringt er eine hervorragende Leistung. Und wenn ich glücklich bin, isses der Hund auch :^^:

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    Mein Hund hat von kleinauf zu keinem Hund Kontakt gehabt aber mit nem röchelnden Bully hat er keine Probleme :???:


    Dann wäre es keine Frage der Sozialisation, sondern eine Charaktereigenschaft deines Hundes. Souveräne Hunde stehen ÜBER solchen Sachen, egal wie gruselig und missverständlich das Gegenüber ist. Aber leider gibt es nunmal nicht nur coole und abgeklärte Hunde auf dieser Welt genausowenig wie es perfekte Hundehalter gibt :ka:

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    Genau das habe ich auch gelesen, da ich aber die Zeiten der Kurse und das Angebot generell sehr ansprechend finde, werde ich dort mal probeweise vorbeischauen, denke ich. Du kommst ja aus Köpenick, wo gehst du denn zur HuSchu wenn ich fragen darf? Ich komme auch aus dem Süden, deswegen fänd ich etwas hier in der Nähe nicht verkehrt.

    Wir haben vorher in Pankow gewohnt und sind nach Buch rausgefahren zu Kerstin Gerke. Da wir aber wirklich nur seeeeehr sporadisch zur HuSchu gegangen sind ist/war mir der Anfahrtsweg egal, zur Zeit besuchen wir einen Kurs bei den Spreewölfen, der Platz ist z.B. eine halbe Stunde zu Fuß vom Bhf. Karow entfernt.
    Angedacht hatte ich auch mal den HSV Plänterwald, dieser Platz ist ja nur 10 Fuß-Minuten vom Bhf. Spindlersfeld weg, da passen die Zeiten allerdings nicht sooo zu meinen Arbeitszeiten :/

    Ich würd mir Greh auch einfach mal anschauen und wenns nix is, gibt ja noch mehr Vereine und Schulen :smile:

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    Da ihr ja scheinbar alle sehr fleißig und teilweise lange dabei seid, hat da jemand eine gute Literaturempfehlung für mich, die sich für Anfänger zum einarbeiten eignet aber trotzdem eine vernünftige Arbeitsgrundlage darstellt?

    Norma Zvolsky "Trainingsbuch für Retriever" und Anke Bogaerts "Die drei Charaktere" :D

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    Ist es nicht auch so, dass der Klick quasi das Kommando aufhebt? Der Hund setzt sich an der Straße, Klick, Hund darf aufstehen und sich die Belohnung abholen?

    Am Anfang ist das definitiv so. Die Erwartungshaltung des Hundes ist einfach viel höher dass es gleich ein Lecker gibt, da laufen viele schon mal auf den Halter zu :D Da muss man einfach am Timing arbeiten aber das kommt mit der Übung.

    Gerade wenn mein Hund dazu neigt nach dem Click aufzustehen, würde ich sowas nicht an der Straße üben. Da sind Korrekturen ja praktisch vorprogrammiert und der Hund könnte nur unnötigerweise verunsichert werden ..

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    allerdings haben wir jetzt einen sehr ansprechenden Flyer der Hundeschule Greh beim Tierarzt bekommen, über die ich allerdings nur sehr gespaltene Meinungen finde. Hat jemand dort Erfahrungen gemacht?

    Ich war nie persönlich da, ich weiß auch nicht genau warum ich mich damals gegen die HuSchu entschieden hab, die Webseite hat mich wohl einfach nicht überzeugt. Mittlerweile habe ich nur negatives über GREH gehört, von "inkompetenter Massenabfertigung" bis "rassebedingte Ablehnung".

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    Ich reite gen Straße der Hund läuft ca. 10m vor. Die Straße kommt und er setzt sich auf Triller brav vorher ab. Kann er den Clicker mit den ganzen Nebengeräuschen überhaupt noch warnehmen?

    Können kann er schon :D Aber machs dir doch nicht so schwer. Dass du mit dem Clicker arbeitest sollte der Hund erstmal in ruhigen/ablenkungsarmen Umgebungen lernen, also üb das Sitzen/Trillern/Clickern/Füttern nicht erst wenn es ernst wird, sondern zwischendurch, wenn Hundi eigentlich gar nicht sitzen muss und er scheinbar gelangweilt neben dir herläuft. Ansonsten könnte es irgendwann passieren, dass der Hund die Straße als Sitzsignal erlernt und es in "anderen" Situationen nicht mehr ausführt.