Also ganz theoretisch passt das Wiederaufkeimen von Unsicherheiten in die typische "Entwicklungskurve" rein. Bis Lacey richtig ausgewachsen ist kann dir das also noch ein paar mal passieren, dass ALLE Unsicherheiten nochmal hier und da verstärkt auftreten.
Ich würd versuchen die angsteinflößende Verhaltenskette aufzubrechen. Am Auslöser, der Leine, müsstest du irgendwas schrauben. Anderes Geschirr, andere Leine, Plastikkarabiner mit Gummierung evtl oder einfach ein anderes Ritual... Wenn ihm das "über ihn beugen" angst macht, lass ihn irgendwo raufspringen wo er "über" dir ist und du den Karabiner "von unten" an ihn ranmachst. Die Höhe baust du dann langsam ab, er muss nur (viel) weniger "böse" Anleinsituationen erfahren. Bestärke irgendwo "Raufspringen" immer und überall - wenn er es eh nicht schon kann.
Läuft er denn ohne Leine durch die Tür? Kannst du es dir evtl. erlauben ihn dort leinenlos durchzu"spielen", damit er in lustiger Spiellaune über die Schwelle hopst (auch wenn es gar nicht rausgeht)? Wie sieht's überhaupt mit beengten Situationen aus? Fahrstuhl fahren mit Leuten, enges Beisammenstehn in einer Bahn oder in einem Raum - kann er das denn oder isses ihm eher unangenehm?
Du könntest alle schönen Aktionen in den Türbereich packen. Kauzeug, Kong, n kleines Zerrspiel, ein paar Leckerlis in Teppich wickeln und an die Tür legen zum ausgraben etc. pp Also so, dass die tollen Sachen hauptsächlich da stattfinden. Das "gute Erfahrungen-Polster" muss irgendwie die doofen Erfahrungen aushebeln, wegbekommen wirst du es vielleicht nie, aber die Stärke der Angstreaktion kannst du vielleicht mindern, so dass du ihn wenigstens nicht mehr hochnehmen/locken/bitten musst. Je länger man rumdoktert/rumprobiert, desto komischer wird das für den Hund.
Du kannst auch durch ein bisschen "Territorialverhalten" dem Hund zeigen, ich check die Lage und dann gehen wir gemeinsam, weil ich vorher geschaut hab und alles in Ordnung ist. Tür auf, rausgucken, demonstrativ aber ruhig und für Lacey gut sichtbar nen Schritt raus machen und um die Ecken gucken - auch wenn gar nichts da sein kann und einfach so tun als wenn du die Lage ganz "Alphatiermäßig" checkst und für okay befindest.
Angst kann man mit Leckerlis nicht verstärken, schlimm ist schlimm und wird nicht schlimmer, weil da Futter liegt. WENN Lacey in einer solchen Situation noch Futter annimmt, ist es noch erträglich für ihn, da kann man noch mit arbeiten - also Kopf hoch, wird schon 