Der Hund wollte in Ruhe gelassen werden. Mehr nicht. Der hat sich verteidigt, nicht das Sofa. So seh ich das. Und dafür fliegt der (bei mir) nicht. Wenn ich weiß ich bekomm Besuch und der wird auf der Couch sitzen, geht der Hund VORHER an einen anderen Ort, wo er 100pro Ruhe haben wird.
Beiträge von Estandia
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Ich seh das als ausgesprochen netten Hund! Er lässt etwas Unangenehmes kommentarlos über sich ergehen und knurrt dann erst als ihm langsam zu nervig wird. SIE kam zu ihm, hat ihn aufgeweckt, angefasst, seine Individualdistanz überschritten und ist auch noch dort geblieben, als er es schon scheisse fand - SIE ist böse
nich der Hund. -
Ich mutmaße mal spontan

Der Hund bespaßt sich selbst und scheint nicht gelernt zu haben, dass MIT dem Menschen spielen noch mehr Spaß macht und vor allem länger hält. Er reagiert sich vollends beim ersten Mal am Spielzeug ab und will es somit auch behalten und danach ist eben die Luft raus und er hat keine Lust mehr, weil er es nicht besser weiß.
Wenn du mehr mit ihm spielen willst, such dir verschiedene Spielzeuge, mit denen er verschieden spielen muss. Das regt verschiedene Gehirnregionen an und die Abwechslung könnte eben Lust auf mehr machen. Ein interessantes Spiel sind auch verschienen Gangarten, also mal schnell, mal langsam, mal ganz langsam, springen, kriechen, balancieren - sowas lockert einen Spaziergang auf und unterhält den Hund. Wenn er versteht, dass mit dir mehr Action und Spannung steigt, könnte er kooperativer werden. Wenn du Lust hast, kannst du ihm auch richtiges Apportieren beibringen, das müsste aber kleinschrittiger/anders als normal aufgebaut werden, da der Hund schon gelernt hat mit Aggressivität dem "Aus"-geben zu entgehen.
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Also, meine Frage: warum ist diese Theorie so populär und hält sich so hartnäckig? Irgendeinen Gewinn müssen die Menschen, die daran festhalten, ja haben, sonst wäre sie doch nicht so populär. Vielleicht habt Ihr ja Ideen dazu.Weil viele Menschen viel Geld damit verdienen und sowas gibt man doch nicht auf
Ich glaube, der Grundstein dafür liegt eben in der Annahme, dass man über Tiere herrschen muss, "zur Not" mit Gewalt. Und als das "Hundetraining" begann gab es eben keine verfügbare, gute Literatur geschweige denn andere Medien oder Trainer oder Untersuchungen zum Lernverhalten von Hunden etc. pp.DASS Hunde unterschiedliche Dominanzbeziehungen eingehen und ebensolches Verhalten an den Tag legen steht ausser Frage. Das hat aber nichts damit zu tun, was auf "Hundeplätzen der alten Schule" so geraten wird...
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Wo ist da jetzt der Unterschied? Meiner Meinung nach nur ein anderes Wort für genau die gleiche Tatsache.
Welche Tatsache?
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Ein Beispiel, Hund liegt auf dem Sofa(blöder Klassiker!:)) Frauchen kommt rein, will sich setzen, der Hund knurrt! Was würdest du jetzt dazu sagen?Verteidigung von Ressourcen

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Doofe Frage: was ist ein "Happy-Dummy"?
Bei uns ist das ein Dummy was sofort fliegt und wo der Hund sofort hinterher darf ohne "Regeln" sozusagen. Wie eine fette Spielebelohnung eben

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Ich lasse das natürlich nicht einfach so stehen und lasse sie gewähren, sondern es gibt dann immer ein Abbruchssignal und ich rufe sie zu mir (beides sitzt in jeder anderen Situation bombenfest, sogar wenn sie ein Kaninchen 10m vor ihr wegsprinten sieht!). Allerdings klappt das hier immer erst beim 3. oder 4. Mal, und ich muss schon einen ganz schönen Ton anschlagen und in die Hände klatschen und rumhampeln, da sie so dermaßen aufgeregt ist in ihrer Rumprollerei....Ich sehe hier ne gute Möglichkeit ihr Verhalten zu ändern. Das Abbruchsignal ist an sich ne gute Sache, scheinbar ist es bei euch aber nur der Hinweis darauf, dass du sie gleich rufen wirst - was ja keine Strafe ist/sein sollte. Deshalb bleibt das vorige Verhalten (Stänkern ist ja selbstbelohnend) weiterhin bestehen. Und auch das Hinauszögern und ignorieren (können) ist ein Zeichen dafür, dass auf ungebührliches Verhalten keine angemessene Strafe folgt, die das Verhalten mindert oder sogar löscht.
Die Literatur rät zu einem "Hinweis"-Kommando in der Sekunde, wo sich der Hund falsch verhält. Macht er weiter, folgt das Einsammeln und eine Auszeit, dem Hund wird somit komplett der Zugang zu anderen Hunden genommen. Bricht er auf das Hinweis-Kommando wirklich das blöde Verhalten ab, beobachtet man nur die Situation. Was du dir ja erlauben kannst, da sie ja auch ganz normal mit Hunden spielen kann.
Der Hund lernt je nachdem mehr oder minder schnell wann das Kommando kommt - wenn man konsequnt in Timing und Konsequenz ist - und fängt dann im günstigsten Fall an an sich selbst zu "regulieren".
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Wird eigentlich zwischen einem Angriff mit Beschädigungsabsicht und einem, wo es lediglich eine Rauferei ohne ernsthaftes Beißen geht differenziert? Muss man die Hunde generell trennen?
Ich hatte hier in letzter Zeit einige Male eine Prügelei zwischen intakten Rüden, bei der es offensichtlich um anwesendes Weibsvolk ging. Das sah für menschliche Augen ernst aus, ich habe aber das Gefühl, dass es das nicht war. Es war sehr schwierig, die Hunde zu trennen, und ich hatte eher das Gefühl, sie damit noch mehr aufzuregen. Wie sollte man sich da verhalten?Zumindest sollte man das

Das Ding ist, man kann ziemlich viel verhaltenstechnisch verändern und beeinflussen, was aber kaum bis gar nicht durch Training veränderbar ist, ist die Härte beim Zubeissen. Du kannst einem Hund, der generell beschädigend andere Hunde beisst, gut beibringen ein Leckerli vorsichtig aus der deiner Hand zu nehmen, du kannst ihm aber nicht antrainieren, nicht hart zuzubeissen, wenn er in eine, noch so nichtige, Rauferei gerät.
Außerdem bewegen sich Hunde in Sachen Beissen oft in einem Rahmen. Hat ein Hund 5 mal in seinem bisherigen Leben zugebissen und nur blaue Flecken verursacht, wird der 6. Biss auch sehr wahrscheinlich nur blaue Flecken hinterlassen.
Wenn ich die Beiss-Historie eines Hundes kenne, kann ich viel daraus ableiten und somit entscheiden, ob ich Fremdkontakt zulasse oder nicht. Wenn ich weiß, wann mein Hund zubeisst und mit welcher Härte, kann ich auch Kontakt nur bis zu einem bestimmten Punkt zulassen. Das kann aber eben auch in die Hose gehen, wenn ich ungenau und/oder unehrlich bin und den Hund unterschätze.
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Ich hab keine Termine und war auch nirgens - aber gibt es was Neues aus Rumänien?
Ein TV Moderator soll live im Fernsehen gesagt haben, es wären umgerechnet 60 EUR pro LEBEND gehäutetem Hund zu verdienen. Ärzte für Tiere soll das wohl erfahren haben.