Beiträge von Estandia

    Gute Frage :smile:

    Schutztrieb rührt ja EIGENTLICH aus einer Umweltunsicherheit heraus. Der Hund findet was seltsam und macht sich bemerkbar. Und wenn er eben gelernt hat er soll oder darf oder muss es selbst regeln, dann meinen viele Menschen er beschütze sie. Wenn der Mensch allerdings lernt adäquat zu handeln und dem Hund dabei Sicherheit und Führung gibt, kann es sein, dass der Hund "plötzlich" keinen Schutztrieb mehr hat...

    Ich kann mir vorstellen, dass der Hund einfach gelernt hat gewisse Dinge selbst zu regeln, was Probleme verursacht hat. Vllt. ist es auch ein Hund der wirklich starkes Management braucht und eben keine Fehler des Menschen erlaubt. Ich würde explizit nachfragen zwecks Vorfällen, speziell Beissvorfällen, wem gegenüber etc. pp. Wenn er wirklich über 12 Jahre lernen konnte, wie er Dinge selbst regelt, macht ein "Umkrempeln" vllt. keinen Sinn mehr, dafür aber einfaches aber wirksames Management.

    Es könnte durchaus sein, dass der Hund keinerlei Anzeichen von Schutztrieb gegenüber den anderen Hunden zeigt, da du ja den Umgang mit ihnen gewöhnt bist und sie dir (im Idealfall) auf's Wort gehorchen.

    Meine Bedenken wären NUR, wenn du wirklich so einsam wohnst, könnte jede Situation ausserhalb der Routine für den Hund doppelt interessant sein. Evtl. würde es sich anbieten im Vorfeld einen sicheren Rückzugsort zu schaffen, an welchen sich der Hund freiwillig begibt und auch dort die ganze Zeit verbleibt, wenn mal Besuch aus der Reihe ansteht.

    Wenn ich recht lese ist deine Pebbles ein Mix aus einigen Jagdhundrassen, WAS hat sei denn gejagt als sie Leinenknast bekam? Evtl. jagt sie an der Straße einfach Autos. Dem kann man entgegenwirken, indem man dem Hund adäquat beibringt Bewegungsreize auszuhalten und ihm Gegensatz erlaubt anderen Reizen nachzugehen, bei denen er nichts und niemanden gefährdet.

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    Ansonsten hab ich irgendwie ein schlechtes Gewissen - Luna hat zwar immer brav Platz (bei uns lie down) gemacht, aber sie ist auch sofort wieder aufgesprungen ... vorgestern hab ich sie dann ordentlich betoniert und seit dem bleibt sie super liegen - auch im Haus rennt sie mir nicht mehr pausenlos hinterher, sondern legt sich entspannt wo hin. Irgendwie hab ich jetzt ein schlechtes Gewissen, dass ich so heftig werden musste, auf der anderen Seite scheint Luna ja jetzt ruhiger zu sein, weil ich endlich Verantwortung für sie übernommen habe ...

    Das ist kein "Verantwortung übernehmen" sondern scheinbar einfach nur draufhauen - ansonsten hättest du nicht "betonieren" und "schlechtes Gewissen" geschrieben. Wer Ahnung von Lernverhalten hat und entsprechend den Hund ordentlich erzieht und trainiert braucht auch kein schlechtes Gewissen hinterher zu haben. Und ob der Hund entspannt ist, weiß nur der Hund selbst - das kann man von aussen nicht immer einwandfrei beurteilen. Hunde können lernen Anzeichen von Stress und Angst nicht mehr zu zeigen wenn sie ignoriert oder dafür gedeckelt werden...

    Mein Hund darf ziemlich viel, denk ich :???: Jedenfalls darf der seinen hündischen Bedürfnissen nachgehen solang und viel er will. Kann sein Revier erkunden, sich einsauen wenn er will, Sozialkontakte pflegen, auf Nahrungssuche gehen und einfach das tun was er mag und ihm wichtig ist. Er tut all dies in einem angemessenen Rahmen und einer Ruhe, die nicht ich festgelegt habe, deswegen kann ich auch nicht von Grenzen sprechen. Er bewegt sich von allein in einer Art und Weise in seiner Umwelt, die ihm (offenbar) reicht, ihm gibt was er braucht und er weiß einfach, dass seine Bedürfnisse täglich ausreichend befriedigt werden. Da findet er es nicht weiter schlimm mal nicht das tun zu können wonach ihm der Sinn stünde. Er geht völlig unaufgeregt durch die Welt und legt viel Wert auf eine entspannte Atmosphäre.

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    Letztens habe ich Mia aufn Rücken gelegt, damit sie sich unterordnet, die Miez kam sogar n Stück näher, aber als ich Mia wieder aufstehen lassen habe wollte sie gleich wieder hinter her!

    DAS wird dir bei deinem Problem nicht helfen. Der Hund bekommt dadurch nur angst und empfindet die Katze als noch schrecklicher :/ Auf den Rücken legen hat nichts mit Unterordnung zu tun und ist keine Erziehungs- oder Trainingsmaßnahme.

    Es gibt ein schönes Buch übers

    mit vielen Übungen und Ansätzen, auch die DVD dazu ist empfehelnswert. Der Jacky wird sicher nicht nur Katzen jagen wollen :D
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    Nein, das hast Du falsch verstanden. ich habe geschrieben, dass Dominanz per se nicht gut oder schlecht ist, es nur das Gefälle in einer Beziehung beschreibt. Wie dieses Gefälle entsteht, darüber sagt das Wort nichts.

    Durchs Mobben wird also Dominanz (auch) erreicht? Mobben gehört (technisch) zum Jagdverhalten. KANN Dominanz durchs Jagen erreicht werden? Ist der "Gewinner" dominant wenn sich der unterlegene Hund verteidigen muss?