Ressourcenbewachung therapiere ich über Desensibilisierung, Gegenkonditionierung und Managementmaßnahmen. Zum Knurren sollte es da überhaupt nicht kommen. Aggressionsverhalten ist natürliches Hundeverhalten, ich wüsste nicht, dass das eine "negative Verhaltensweise" wäre ![]()
Beiträge von Estandia
-
-
Zitat
Dass sie Angst haben KÖNNEN, bezweifle ich auch nicht. Nur die wenigsten knurren in der Situation mit dem Kauknochen aus Angst heraus. Und wenn mein Hund mich anknurrt, dann will ich ihn auch genau dafür bestrafen. Für diesen Akt der Aggression mir gegenüber. Sagte ich ja bereits. Aber ich sehe schon, wir kommen auf keinen grünen Zweig. Letztendlich muss jeder seinen Weg finden.oh weh. Na MEIN Weg wäre es nicht. Ich will, dass mein Hund auch NACH einem Beissvorfall sauber mit mir kommuniziert und ich ihn genau deswegen einschätzen kann, wenn ich dann adäquat mit ihm an dem Problem arbeite.
-
Zitat
Wollten wir nicht Samstag brunchen???
:pssst: Erst lecker mampfen und dann fahr ich rüber

-
Du hast da einen Hund, der wahrscheinlich noch nie in seinem Leben richtige Ansprache und Training geschweige denn artgerechte Haltung erlebt hat, da ist es nicht ungewöhnlich, dass der (erstmal) nur läuft und schnüffelt - denn das sind Dinge die er einfach kann und die ihm Spaß bereiten.
Er sollte kleinschrittig, straffrei und adäquat - wie ein Welpe - nun die Zusammenarbeit mit dem Menschen kennenlernen. Dass das durchaus länger dauern kann sollte nicht ungewöhnlich sein, für einen Hund dem sehr wahrscheinlich viele Eindrücke und Erfahrungen aus einer sensiblen Zeit einfach fehlen, weil er aus Faul- und Unwissenheit von Menschen weggesperrt und angekettet wurde.
-
Ich bin das WE bei meinen Eltern
aber das da drauf müsste doch was zu reissen sein 
-
Zitat
Ich kenne hier leider niemanden aus dem Forum.... Vllt möchte sich ja jemand mit mir vor der Türe treffen ? :)
Gesendet von meinem GT-I9001 mit Tapatalk 2
Du wirst uns sicher erkennen
Ich werd ne Kamera vorm Gesicht haben 
-
In Sachen Training gibt es noch einen etwas anderen Ansatz. Ich hab's mal aus dem Buch
übersetzt.- Mit dem MK in der einen und den Leckerchen in der anderen Hand, zeigen Sie ihrem Hund den MK. Markern Sie (bspw. verbales "Ja") den Moment wenn ihr Hund den MK anschaut und füttern sie ihn. Sobald der Hund das Leckerchen gefressen hat, verstecken Sie die Leckerchen und den MK hinter ihrem Rücken. Wiederholen Sie bis ihr Hund den MK fröhlich und erwartungsvoll anschaut.
- Umschließen Sie die Spitze des MKs mit ihren Händen, sodass einfüllte Leckerchen nicht herausfallen und ziehen/legen sie die Riemen beiseite. Wiederholen Sie Schritt 1 (Anschauen markern), legen sie jedes Leckerchen jedoch in den MK, damit ihr Hund daraus frisst. Treten Sie zurück, wenn ihr Hund das Leckerchen herausgenommen hat, so nehmen Sie jeglichen Druck von ihrem Hund in MK-Nähe zu sein. Ebenso muss der Hund nun Ihnen folgen, um an den MK zu kommen. Wiederholen Sie 10 mal.
- Steigern Sie die Anforderungen: Warten Sie mit dem Markern und der Belohnung, bis sich der Hund auf den MK zubewegt hat (behalten Sie das Weggehen bei, wenn der Hund frisst). Wiederholen Sie solange, bis der Hund sich mindestens 8 von 10 mal auf den MK zubewegt.
- Steigern Sie die Anforderungen: Warten Sie mit dem Markern und der Belohnung, bis der Hund seine Nase in den MK gesteckt hat. Wiederholen Sie solange, bis der Hund mindestens 8 von 10 mal den MK berührt.
- Arbeiten Sie Blöcken mit 10 Berührungen. Marken und belohnen Sie nur wenn der Hund seine Nase für mindestens 1 Sekunde im MK behält. Wiederholen Sie solange, bis dies 8 von 10 mal gelingt. Steigern Sie dann die Anforderungen mit 2, 4, 8, 10, 15, 20, 25 und 30 Sekunden. Sollte dies für Ihren Hund zu schwer sein, ist ein Targettraining (mit einem Post-it) sinnvoll, um "Nase an Target (be)halten" zu üben. Der Post-it kann in den MK geklebt werden, um dem Hund verständlich zu machen, dass seine Nase dort für einen längeren Zeitraum hineingehört.
- Beginnen Sie nun von weiter weg zu üben, sodass der Hund einen längeren Weg zum MK zurücklegen muss. Bisher mussten er nur Ihren Rückwärtsschritt während des Fressens wieder aufholen. Starten sie mit 3 Schritt vom Hund weg, wenn er frisst, dann steigern Sie auf 6 Schritt wenn der Hund gut mitmacht. Wenn Sie die Distanz vergrößern müssen sie einen anderen Parameter verringern. Belohnen Sie, dass der Hund den MK wieder irgendwo berührt und wiederholen Sie dies 10 mal. Steigern Sie dann zum Nasentarget und üben Sie 10 mal. Danach wie gehabt 10 Wiederholungen zu je 2, 8, 15 und 30 Sekunden.
- Nun da Ihr Hund in den MK taucht, wenn Sie ihn hervorholen, können Sie nun so tun, als ob Sie die Riemen anlegen - halten Sie diese jedoch nur für eine halbe Sekunde in der Hand. Markern und belohnen Sie im MK. Wiederholen sie 10 mal.
- Steigern Sie allmählich die Zeit, in der Sie die Riemen über dem Kopf/Nacken des Hunden halten und beginnen Sie dann die Riemen zu schließen. Fahren Sie mit dem Markern und belohnen der Dauer fort. Wenn der Hund mit der Pfote den MK abstreifen will, bedeutet dies, dass Sie wahrscheinlich zu schnell zu viel verlangt haben. Verlangen Sie etwas anderes, wie ein "Sitz", und belohnen Sie durch den MK. Wenn der Hund frisst, nehmen Sie den MK ab.
- Üben Sie in verschiedenen Umgebungen mit verschieden hohen Ablenkungen. Sie können den MK auch an das Halsband hängen, sodass er locker herabhängt. Spielen Sie, wenn möglich, "Fang den Ball" oder lassen Sie den Hund Leckerchen suchen.
- Belohnen Sie den Hund weiterhin, sobald Sie ihm den MK aufsetzen, entweder mit Futter, Spielzeug, Aufmerksamkeit oder etwas anderem, dass er mag.
Wichtig: Mindestens 30 Sekunden VOR und NACH dem Aufsetzen des Maulkorbes sollte aus Sicht des Hundes nichts Schlimmes passieren, um einfach eine negative Assoziation zu vermeiden.
Passend dazu gibt es auch ein Trainingsvideo von UK Hundetrainer Chirag Patel
[youtube][/youtube]Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt. -
Hallo

Ich glaube, weil der Hund soviel Aufmerksamkeit bekommt und es in einem Kampf ausartet, wenn ihr den Stock wegnehmen wollt, hält sie so sehr daran fest und sucht sich dementsprechend auch schnell einen Stock, weil es für sie ein großartiges Spiel ist.
Ich würd vorschlagen
- Verstärker abbauen. Heisst ihr dreht euch um und geht von ihr weg, wenn sie einen Stock hat. Nicht angucken, nicht reden, einfach die Aufmerksamkeit von ihr weg ganz woanders hin. Wenn sie mit dem Stock abhaut oder euch "hoppelnd umrundet", tut so als wenn ihr was Spannendes auf dem Boden gefunden habt. Nicht rufen oder locken, sie soll von allein kommen, am besten verliert sie dabei noch den Stock. Dann gibt es bei euch eine dicke Belohung mit etwas da sie nicht jeden Tag bekommt.
- Zeigen, womit sie spielen darf. Nehmt euch Spielzeuge mit, die ihr werfen, verstecken, dran zergeln könnt. Nimmt sie trotzdem zwischendurch einen Stock auf, spielt "allein" mit ihrem Spieli und nehmt hin, dass sie einen Stock hat, euch das aber total unwichtig ist. "Nach Stöckern suchen und rumtragen" könnte sie ad hoc stärker zeigen, weil sie ein Verhalten, dass plötzlich nicht mehr funktioniert, aus Irritation einfach vehementer ausprobieren wird. Bleibt einfach konsequent.
- Draussen (in Wald und Flur) "Aus" trainieren, straf- und kontextfrei - nicht erst wenn es nötig wird und man schon leicht gestresst ist, weil es (vorher schon) nicht funktioniert (hat)

- Verstärker abbauen. Heisst ihr dreht euch um und geht von ihr weg, wenn sie einen Stock hat. Nicht angucken, nicht reden, einfach die Aufmerksamkeit von ihr weg ganz woanders hin. Wenn sie mit dem Stock abhaut oder euch "hoppelnd umrundet", tut so als wenn ihr was Spannendes auf dem Boden gefunden habt. Nicht rufen oder locken, sie soll von allein kommen, am besten verliert sie dabei noch den Stock. Dann gibt es bei euch eine dicke Belohung mit etwas da sie nicht jeden Tag bekommt.
-
Klingt als hätte der Hund einfach nur (massibven) Stress und sucht sich permanent Ventile. Seine Welt, die er seit 5 Jahren kennt, hat sich um 180 Grad gedreht - da ist das normal, aber nicht schön. Ruhe, Konsequenz und dem Hund zeigen, was erwünscht ist sollten da helfen. Ich würd ihm ein paar Kauspielzeuge befüllen und ihn daran in Ruhe arbeiten lassen, wenn er denn solche Spielzeuge überhaupt kennt ...
-
Ich auch :)
Gesendet von meinem SM-T315