Alice Miller – Das Drama des begabten Kindes (Sachbuch)
Da ich letztes Jahr "Am Anfang war Erziehung" schon so gut fand, wollte ich unbedingt wieder etwas von ihr lesen.
Das Drama des begabten Kindes ist ein kurzes aber tiefgründiges psychologisches Büchlein, das sich auf die Kindheit und die emotionale Entwicklung von Menschen konzentriert, die in ihrer Kindheit besondere Sensibilität und Anpassungsfähigkeit gezeigt haben. Das Werk fokussiert sich auf die psychologischen Mechanismen, durch die Kinder sich an die Erwartungen ihrer Eltern anpassen und die langfristigen Auswirkungen dessen auf ihre psychische Gesundheit und Identitätsentwicklung. Das Buch ist ein Plädoyer für eine einfühlsamere und kindzentrierte Erziehung und mehr Selbstreflexion im therapeutischen Kontext.
Behandelt werden die Themen
- Elterliche Erwartungen und Anpassung
- Verleugnung des wahren Selbst
- der verlorene Zugang zu den eigenen Gefühlen
- langfristige psychologische Auswirkungen
- die unbewusste Wiederholung von Mustern
- therapeutischer Prozess und der Weg zur Heilung
- Kritik an traditionellen Erziehungsmethoden
Ich mag die Thematik und finde sie extrem spannend. Gerade Miller finde ich super zugänglich und easy zu lesen, auch wenn der Inhalt ganz schön hart und niederschmetternd sein kann.