Beiträge von Estandia

    Ich hab zur Untermalung auch mal einen Wikipedia-Artikel :D

    http://de.wikipedia.org/wiki/Verst%C3%…8Psychologie%29

    Zitat

    Als Bestrafung bezeichnet man ein Ereignis, bei dem die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens gesenkt wird. Unterschieden wird dabei zwischen Bestrafungstyp I, der Zufügung eines unangenehmen, also aversiven Reizes (...) und dem Bestrafungstyp II, der Entfernung eines angenehmen Reizes bzw. Entzug eines Privilegs (...), auch Deprivation genannt.

    Nicht mehr und nicht weniger. Gewollt oder ungewollt, der Hund entscheidet, ob er diese Konsequenz vermeiden möchte. Daran gibt es nichts zu rütteln :pfeif:

    Ich hab damals 15 EUR bezahlt, 4h war der meistens Hund weg, davon 2h Gaudi im Auslaufgebiet.

    Wenn ich heute so guck dann beginnt der Service meist bei 25 EUR und je öfter man den Hund pro Woche oder Monat mitgibt sinkt der Preis etwas. Aber unter 15 EUR/Tag/Auslauf hab ich jetzt noch nix gesehen. Jedenfalls nicht bei den kommerziellen Gassiservices hier.

    Liv, wir reden hier von Hunden und diesbezüglich ist Strafe klar definiert. Und das auch noch völlig wertfrei. Strafe war's wenn das unmittelbar vorher gezeigte Verhalten abnimmt.

    Und die Minderung sieht man, ob das Verhalten seltener, langsamer, schlechter oder kürzer gezeigt wird oder sogar ganz zusammenbricht.

    Wenn ICH meinem Hund aus Versehen beim Vorsitz auf die Pfote trete kommt er schon beim nächsten Mal nicht mehr heran. Egal wie leid mir das tut, für ihn war es eine Strafe.

    Gesendet von meinem SM-T315

    Zitat

    woher soll der Hund unterscheiden, ob es aus Versehen oder aus Absicht geschah?

    Der Hund "braucht" nicht zu unterscheiden, ob es Absicht oder aus Versehen war. Schmerzen sind Schmerzen. Sie sind eine Konsequenz, die ein normaler Hund gern vermeiden möchte. Und wie Maanu schon schrieb, passiert's mir aus Versehen, mach ich da kein Drama drum.

    Zitat

    Ist doch im Prinzip nur logisch..wenn du deinem Hund aus Versehen auf die Pfote trittst, bezeichnest du das doch auch nicht als positive Strafe?
    Deine Intention war es nicht, dass ein Verhalten seltener auftritt und einen erzieherischen Erfolg kannst du dadurch auch nicht erzielen. Und so ist es beim Abblocken ja auch..

    Ob es die Intention des Halters war?! Der Hund wird dir sehr wohl eher aus dem Weg gehen, um zu verhindern, dass seine Pfote nochmals unter den Fuß gerät. Egal ob es bewusst oder unbewusst vom Halter war. Das Verhalten "in der Nähe des Halters sein" würde somit gesenkt. Ergo Strafe durch Hinzufügen von etwas Unangenehmen.

    Ein Hund, der angst vorm Tierarzt hat, erfährt ebenso "positive Strafe" durch die Umwelt (im weitesten Sinne durch den Halter, da ja mit ihm zum TA geht). Die Zeit beim TA muss der Hund das Unangenehme aushalten und erfährt Erleichterung (negative Verstärkung) durch das Verlassen der Praxis.