Tja, bei so Hunden die wirklich Traumata mitbringen ist wohl Management das A und O. Management, Management, Management. Und bis man da angekommen ist, erfährt der Hund wahrscheinlich tausendmal am Tag irgendwelche Traumata, solang man nicht weiß warum weshalb wieso. Ohne ersichtliche Fortschritte werden manche Menschen schnell ungeduldig und schlampen beim Training. Angst kann ein Hund nunmal nicht aktiv kontrollieren und Traumata sind ja nochmal eine ganz andere Liga, die unverhältnismäßig stark und plötzlich im Hinblick auf einen "schwachen" Auslöser auftreten.
Mein Hund hat zB noch sein Traumata vom Einfangen, als ihn das TH-Personal von der Straße geholt hat. Um das Traumata auszulösen, müssen aber (gott sei dank) mehrere Bedingungen erfüllt sein, die aber nicht mehr einfach so zustande kommen. Auch ist die Stärke des Traumata durch Training und Habituation deutlich gesunken.
Es gibt ein schönes Buch von Nicole Wilde "Der ängstliche Hund". Ich persönlich würd in Sachen Therapie mit Medikation, Thundershirt, Entspannungssignal, Desensiblisierung und Gegenkonditionierung etc. pp. arbeiten. Aber auch da muss man erstmal hinkommen. Bei einem Hund der Menschen absolut gruselig findet kannt das ein weiter, harter und seeeehr langer Weg sein.