Beiträge von Estandia

    Haha, in der SitzPlatzFuss hab ich den Artikel doch glatt übersehen :lol:

    Die Wuff muss man abonniert haben, um den vollständigen Artikel lesen zu können. Man darf ihn aber auch nicht verbreiten |)

    Hab mich Sonntag erst mit unserer Trainerin über RS unterhalten. Sie meint, sie hat WIRKLICH versucht es zu verstehen und hat sich echt damit beschäftigt, aber sie kann weder einen Sinn erkennen noch irgendwelche Rudelstellungen bei Welpen ... und sie schaut sich Welpen seit Jahren an und bewertet, ob die sich für Behinderbegleithunde eignen :pfeif: Sie meinte auch, wahrscheinlich muss man auch einfach nur dreist genug sein, um den Leuten so etwas zu verkaufen ... Es sind wirklich nur schöne Buchstaben für eine nicht neue Idee ...

    Hallo :hallo:

    Schön, dass ihr einen Hund aus zweiter Hand genommen habt :gut:

    Ich schreib einfach mal, was mir so einfällt.

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    Wie soll ich beispielsweise die Spaziergänge händeln, wenn er ohne Click, Futter etc... also das konkrete Training, sofort wieder zieht? Und was mache ich wenn er sich nicht mehr für das Futter interessiert? Soll ich ihn effektiv nur noch auf der kleinen Runde führen auf der ehr ansprechbar bleibt und alle grösseren Spaziergänge unterlassen?

    Ich würd den Clicker noch gar nicht mit raus nehmen. Die Aufregung ist noch viel zu groß, ich hätt Bedenken, dass ich a) explizit Aufregung reinclicker und b) was clicker, was ich eigentlich nicht haben will, was ich aber jetzt noch nicht sehe. Die eigentliche Belohnung für den Hund ist ja das Vorankommen, um da genau DA VORNE zu schnüffeln. Ich würd nur ein Markerwort verwenden für das ruhige bei mir laufen, Situationen wo er irgendwo hinhechtet noch aussen vor lassen. Wenn die Spaziergänge kurz und (noch) immer relativ gleich sind, müssten sich die Chancen auf "eher gelangweiltes Gehen" und somit auf eine Belohnung erhöhen. Wenn du Futter verwendest, würd ich tatsache VIEL Futter verwenden und eine gute Situation mit mehreren Keksen flott nacheinander belohnen als alle 10 Meter einen Keks. Der Hund soll wissen was RICHTIG geil war und nicht gleich die Aufmerksamkeit wieder abgeben, weil nur ein Keks kommt. Wäre mein Ansatz. Zwischendurch stehenbleiben - und vllt ein Anschauen vom Hund abwarten (8 von 10 Mal wo er NICHT zieht, damit man keine "nur bei Fehlern bleib ich stehen-Kette" bekommt) und mit einem Freigabesignal dynamisch weiterlaufen, damit sich der Hund seine Umweltbelohnungen einheimsen kann.

    Ich bin mit meinem Hund beispielweise 4 Wochen lang um den Block geschlichen, 5 - 10 Minuten, bis zu 10 mal am Tag und hab den schnüffeln und machen lassen, so lang wie er eben brauchte. Menschen fand er gruslig, er hat aber nicht panisch reagiert. Da konnte ich ganz ruhig einfach umdrehen oder ausweichen.

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    Ich kann unmöglich vermeiden, dass unsere Nachbarin 5 - 10 mal pro Tag durch den Flur geht. Ich kann zwar belohnen wenn er mal ruhig bleibt, aber wie gehe ich damit um wenn er bellt und knurrt?

    Mach ihm eine Hausleine dran und führe ihn ruhig auf seinen Platz. Parallel kannst du ihm ein Kommando dafür beibringen. Hat der Hund eine ruhige, abgeschirmten Platz im Haus? Möglichst keine Fenster für ihn zum Rausgucken und auch so, dass er nicht im Weg liegt bzw. nicht alles was in der Wohnung vor sich geht beobachten kann. Ich denk das Knurren und bellen wird sich mit der Zeit legen, einerseits lernt er, dass nichts passiert, andererseits bringst du ihn aus einer für ihn noch bedrohlichen Situation weg. Auch wenn sich seine generelle Unsicherheit mit Training und Einleben in den Alltag legt bzw. daran gearbeitet wird, könnte sich das Problem schneller lösen als gedacht. Wichtig finde ich, dass man dem Hund nicht einfach verbietet, an der Haustür zu bellen, man muss ihm auch zeigen, was er stattdessen tun soll - und das ist aus der Situation raus und auf seinen Platz gehen. Da warten die feinen Dinge.

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    Wir werden Rocco erstmal überhaupt nicht komplett alleine lassen, aber momentan reagiert er schon stark, wenn meine Freundin den Raum verlässt oder nur kurz mal wegmuss, was sich nicht vermeiden lässt, wie gehe ich damit um? Ich kann ihn ablenken und er beruhigt sich nach einiger Zeit aber nie zu 100%. Wird das mit der Zeit wenn meine Freundin geht und ich ihn ablenke und er merkt, dass sie wieder kommt?

    Ruhig auf den Platz führen UND einfach den längeren Atmen haben :D Es gibt keinen Grund sauer zu sein oder unwirsch zu werden, weil der Hund zum x-ten Mal aufgestanden ist. Der fühlt sich noch unwohl und weiß sich erstmal nicht zu helfen. Da machen Rituale einfach Sinn. Immer gleich reagieren gibt dem Hund Sicherheit. Was sich die Vorbesitzerin da "mühsam" in einigen Jahren aufgebaut zu haben scheint, wird der Hund nicht so schnell ablegen. Auch kann es sein, dass das einfach "Löschungstrotz" ist, der Hund zeigt ein Verhalten, dass sich vorher gelohnt hat nun stärker, weil es eben nicht mehr belohnt wird.

    Wie gesagt, dranbleiben - wird schon :smile:

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    Freilauf muss der Hund sowieso nicht haben!


    Wenn ich so drauf bin, suche ich doch auch nicht nach Alternativen, oder? Dann brauche ich keinen eingezäunten Freilaufplatz, keinen Garten, kein Auslaufgebiet ... wenn ich wirklich adäquaten Freilauf ausschließe, weil ich es möchte, dann interessiert mich doch einfach nicht, ob der Hund nun hier oder dort freilaufen KÖNNTE ...

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    Wie ist es bei euch?


    Freilauf gibt's hier zur Genüge. War auch immer mein Ziel. Ich war auch immer bereit, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, wenn es nicht möglich gewesen wäre. Die Stadt und die Wälder sind hier voll von sich frei bewegenden Hunden, da möchte man das wahrscheinlich einfach auch. Mein Hund bewegt sich nicht übermäßig viel, er rennt nicht aufgeregt 2 von 3h permanent umher - aber ich find's für ihn schön, wenn er auf den Gassirunden und Ausflügen selbst entscheiden kann, wann er wie wo lange schnuppert oder sonstwas tut, wonach ihm der Sinn steht.

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    Na, ich denke, die Stellung erkennt man am Verhalten. Wird dann der Stoffhund in anzunehmenden Position vom Mensch verhalten - sozusagen?
    Als Statist wie Du das erwähnst, ist das ja nicht so wichtig und haargenau nachzustellen.

    Für mich besteht "Verhalten" zu einem undefinierbaren Teil aus Lernerfahrungen - und die kann man nicht genetisch zuordnen. Sicher gibt es Tendenzen, aber "Charakter" ist veränderbar, Genetik nicht - wobei man nicht sagen kann was genau nun auf Lernerfahrungen und was auf Genetik zurückzuführen ist. Für mich hat dieser Stellungskram keinen Sinn und zwängt den Hund irgendwo (wieder mal) hinein, wo er nicht hineingepresst werden sollte...