Beiträge von Estandia

    Das seh ich nicht so. Hetzen endet oft genug tödlich.

    Der normale Beagle treibt das Wild lautstark und da Wild zu dem Punkt zurückläuft, wo es hochgemacht wurde, wartet dort der Jäger und erschießt es dann. Das ist NORMALERWEISE so. Dass Hetzen dem Wild nicht schadet, habe ich nicht geschrieben. Nur, dass IM VERGLEICH zum Dackel der Beagle nicht packt und tötet. Hetzen endet OFT tödlich, weil das Wild mehrmals gehetzt wurde und sich zwischen zwei oder mehr Hundebegegnungen nicht erholen konnte.

    Ein Beagle ist doch ein toller Hund, warum nicht? ABER wenn deinem Opa das Wild und Erziehung wirklich egal ist, dann wird auch keine andere Rasse helfen! Aus Langeweile oder Stress, Unter- sowie Überforderung kann einfach JEDER Hund Jagdverhalten zeigen - und nur weil ein Hund "den Hasen eh nicht bekommt", sollte er nicht automatisch freilaufen dürfen ...

    Ein Jäger sollte sich mit Jagdhunderassen auskennen und weiß ja dann um die genetisch betonten Elemente der Jagdverhaltenskette. Demnach dürfte der Stöber- und Treibhund Beagle "weniger Schaden" anrichten als der Dackel, der Packen und Töten noch im Programm hat. Als Jäger müsste dein Opa auch wissen, welches Wild (weit flüchtend oder ohne Rückzugsort) sich im Wald befindet... Einen wildernden Hund zu erschießen ist immer eine persönliche Entscheidung und da spielen viele Faktoren mit rein, ob sich ein anderer Jäger dazu entscheidet. Aber nur weil es noch nicht passiert hat, sollte man nicht glauben, dass man Narrenfreiheit hat.

    Wie gesagt, wenn dein Opa sich nicht kümmern will, dann lieber gar keinen Hund. DEM HUND ZULIEBE.


    Wenn ich das richtig verstanden habe, ist damit in Berlin der Hundeführerschein gemeint, der besteht ja aus einem theoretischen und einem praktischen Teil mit unterschiedlichen Ablenkungsgraden.
    In NRW besteht die Sachkunde bei 20/40 Haltern ja nur aus einem theoretischen Teil oder?

    Faktisch würden den wohl die wenigsten Hunde aktuell bestehen, zumindestens wenn ich mir so das Bild im Park anschaue. Verantwortungsvolle HHs machen den sicher und kommen da auch durch, aber die meisten interessiert ja nicht was ihr Hund macht, da klappen schon die einfachsten Sachen wie Sitz nicht, von Rückruf, neben dem Halter ohne Leine laufen,... mal ganz zu schweigen.

    Und das Problem sind ja nicht die Hunde die eh gut erzogen sind, sondern die anderen und da interessiert die Halter die Leinenpflicht in Parks,... jetzt ja schon nicht und wird es auch nicht, wenn das neue Gesetz kommt, denn so wie es aussieht wird es zu wenig Personal beim OA geben, um das wirklich zu kontrollieren.


    Ja leider wird das so sein/ist das so. Wenn ich manchmal hier so mit Nachbarshundehaltern ins Gespräch komme wünsch ich mir langsam wirklich die Leute müssten auf jeden Fall "wenigstens" einen Theorieteil ablegen :/
    Ich hab meinen Hund jetzt fast 8 Jahre, habe in Pankow gewohnt, bin täglich durch Prenzlberg und Friedrichshain spaziert, wohne nun in Köpenick, bin jahrelang mit Hund gependelt und bin wirklich in allen Bezirken unterwegs - nur ein Mal wurde ich auf Leinenpflicht im Park nett und ruhig hingewiesen. Mein Hund war damals grad 8 Monate bei mir und angeleint. Das OAmt hat nur den obligatorischen Rundgang gemacht und alle damals anwesenden HH drauf hingewiesen.

    Ja, ich glaube gerade in Berlin gibt es durchschnittlich oft solche Leute.

    Das ist mMn definitv so. In Friedrichshain z.B. möchte ich nicht wohnen wollen, OBWOHL ich nen verträglichen und verkehrssicheren Hund hab. Eine "Scheißegal-Haltung" hab ich allerdings bei keinem HH feststellen können, mag sein, dass überdurchschnittlich viele Leute Begegnungen wesentlich lockerer sehen und auch handhaben - aber "scheißegal" was der Hund macht, war es bisher keinem HH, den ich getroffen habe ...

    aber eben nach der Rudelführung oder nicht? Und das lasse ich ungerne zu!

    Nein, das ist Quark. Leider hört man dieses Klischeeargument immer und überall. Es ist aber Unsinn, demnach musst du dir keine Gedanken machen, was du nicht zulassen willst. FÜHREN heisst LEITEN und hat nichts, aber auch rein gar nichts, mit Unterdrückung oder Gängelei oder Schikane oder mit dem an sich reissen von Dingen zu tun. Du leitest deinen Hund in allen Situationen an, indem du ihm klare und faire Vorgaben gibst, nach denen er sich RICHTEN MÖCHTE - nicht weil er es muss und ihn sonst böse Dinge erwarten. Freiwillige Kooperation mit dir, weil er weiß, dass es Spaß macht und Sinn ergibt! Herdenschutzhunde sind sensibel, das heisst nicht, dass sie kuschen - sie nehmen alles sehr genau und verzeihen keine Fehler. Wenn sie einen Menschen an der Seite haben, dem sie vertrauen können, der ihre Bedürfnisse erkennt und entsprechend handelt, dann sind sie die loyalsten Wegbegleiter, die man haben kann.

    Malu ist ja ausm Ausland, aus Ungarn. Sie soll auch auf der Straße gelebt haben. Aber dafür ist sie viel zu zahm....

    Straßenhunde betteln ja auch. Da sollte man schon zutraulich tun, um was zu bekommen ... Dass Hunde, weil sie von der Straße kommen, per se ängstlich oder aggressiv sein sollen halte ich für ein Gerücht. Und das sag ICH, die nen ängstlichen Straßenhund aus Ungarn hat :D

    Wisst ihr, ob die Tierschütze sich in solchen Fällen ein Geburtsdatum ausdenken müssen?

    Normalerweise schätzt der TA das Alter anhand der Zähne.