Ich auch nicht. Ich hatte noch nie das Problem, dass mein Hund was "testen" wollte. Trainingsfehler erkenn ich und behebe sie umgehend. Aber nicht indem ich was "durchsetze" ![]()
Beiträge von Estandia
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Jagdverhalten ist ein VerhaltensMUSTER, dass der Hund auf spezielle Reize hin zeigt. Es ist genetisch festgelegt und somit nicht "einfach löschbar" geschweige denn "verwächst" sich das mit Alter. Beim Labrador ist es doch mehr als einfach zu wissen welche Elemente der Jagdverhaltenskette überbetont sind und kann dementsprechend gut damit arbeiten. Es ist ein frommer Wunsch, dass der angeschaffte Jagdhund doch bitte möglichst wenig Jagdverhalten zeigt ... schön wenn es easy bleibt, fällt der Hund in die andere Kategorie und lernt zudem auch noch, dass er ungehindert jagen KANN, muss man halt sehen was man draus macht

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Übersprungshandlungen gehören aber eigentlich in die "Reflex-Ebene" des Gehirns. Nicht in den "aktiv denkenden Teil". Der Hund kann sich nicht ENTSCHEIDEN, was er tut, er folgt nur einem Reflex. Und erlerntes Verhalten (weil es immerfort erfolgreich war) von einem Reflex zu unterscheiden ... ich bezweifel, dass die meisten HH das klar von einander trennen können. Auch mein Hund ist sensibel. Böses Anschauen und laute Worte lösen Meideverhalten bei ihm aus. Und dennoch zeigt er umgerichtete Aggression, nie könnte ich ihm deswegen böse sein, wenn ich ihn in eine Siatuation getrieben habe, in der er sich nicht mehr anders zu helfen weiß ...
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Wir fandens beim letzten Mal recht gut. Ich hab aber am Tag davor nen großen Trainingsspaziergang auf der Liste, ergo werden wir eher nicht auch noch in den Tierpark hingehen.
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Berühren nutzt bei meiner auch nichts, wenn sie im Jagdmodus ist .Dann hilft nur aussitzen bis sie von selbst wieder Kontakt zu mir aufnimmt. Seit ich das mache, ist die Zeit des Aussitzens immer kürzer geworden. In den Momenten wird nichts registriert. Kein Ansprechen, Anfassen, kompletten Wassereimer über sie ausschütten habe ich noch nicht probiert, ist auch nicht praktikabel.
Aber meinen Rüden berühre ich schonmal statt das ich ihn anrede. Der Hund lebt seit 8 Jahren bei mir, er kennt mich und findet berühren statt anquasseln nicht schlimm. Beispiel: Wir apportieren/räumen auf/er gibt mir was an. Manchmal dreht er sich dabei ein wenig hoch, weil er ein Hund ist der sofort alles schnell und richtig machen will. Wenn ich ihn dann ständig ansprechen würde, würde er noch mehr hoch drehen. Berühre ich ihn leicht, wendet er mir seine Aufmerksamkeit zu und HÖRT dann auch zu, was ich ihm sage.
Die Logik erschließt sich mir nicht. Ich sage nichts gegen Berühren. Ich verstehe nur rein logisch nicht wieso du "Jagdmodus" aussitzen kannst aber nicht das Hochdrehen bei deinem Rüden in einer völlig ungefährlichen Situation, sag ich mal. Was ist so schlimm daran diese Aufregung abzuwarten? Meine einzige Schlussfolgerung wäre, weil Berühren einfach schneller funktioniert. -
Erschrecken fusst auf Angst! Angst ist unkonditioniert. Der Hund muss dafür KEINE schlechten Erfahrungen gemacht haben. Angst ist biologisch sinnvolles Verhalten. Der Hund erschreckt sich weil ihn etwas ängstigt. Und zwar SITUATIV.
Ein Hund erschreckt sich nicht sichtbar, wenn die Erregung zu hoch ist - heisst bei zu hoher Erregung ist der Schreckreiz abgeschwächt. Deswegen "muss" man zwangsläufig zu stärkeren Schreck-/Schmerzreizen greifen, je eher der Hund auf 180 ist.
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Wobei auch viele Leute "auf's Wort schwören", aber nicht merken, dass sie körpersprachlich was völlig gegenteiliges ausdrücken. Signalkontrolle ist da einfach das A und O. Viele Missverständnisse entstehen einfach, weil man glaubt man habe es das Signal doch deutlich genug ausgesprochen.
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Ahahaha, nein, einfach nur nein. An Wasserflaschen, Rütteldosen, Wurfschellen, Haltis etc ist nix Wattebausch.
Stimmt. Rütter arbeitet viel (zumindest in seinen Sendungen) über Schreckreize. Ergo über Angst.
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Erklär mir mal den Unterschied.Wenn er über die positive Verstärkung eine Übung einmal verstanden hat, ist das Signal, auf das er wie gewünscht reagieren soll, doch mein "Wort", also somit das, was ich zu ihm sage.
Es ist leider schon spät und ich hoffe ich versteh die Fragestellung richtig

Beim traditionellen Training ist es so, dass der Hund ZUERST das Wort gesagt bekommt und er DANN dazu gebracht wird das Verhalten zu zeigen. Also "Sitz" > Hintern runterdrücken. Man MUSS ja was tun, von allein zeigt der Hund das Verhalten nicht, da er weder das Signal an sich noch die Verknüpfung kennt.
Bei der pos. Verstärkung wird zuerst das Verhalten ausgebaut und dann ein Signal davor gesetzt. Der Hund zeigt das Sitz eh, weil er danach immer was Gutes bekam. Im Grunde ist es hinterher eine Kette. "Sitz" > Verhalten > Belohnung. Das Training mit der Belohnung am Ende verursacht, dass die Freude auf das Futter "nach vorne greift". Das Verhalten wird zur Belohnung, das Signal bekommt eine belohnende Wirkung. Die eigentliche Futterbelohnung am Ende kann ausgeschlichen werden.
Der Hund reagiert bei beiden Methoden AUF das Signal. Wichtig ist für manche Leute eben warum. Aus Freude oder aus Angst. Ganz pragmatisch ausgedrückt.
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Rall ich net. Wenn der Hund noch unerzogen ist - warum auch immer - dann verhindere ich, dass er Fehler macht ODER reflektiere das und weiß woran ich arbeiten muss/will. Aber Unerzogenheit als Rechtfertigung für Methoden zu nehmen (die hier kritisiert werden) - gerade vor dem Hintergrund, dass es auch anders geht - find ich net nachvollziehbar.