Beiträge von Estandia

    "Hudson, I warn you! Lass es bleiben!" Meist reicht das, oder ich eile zu ihm und wir schauen uns tief in die Augen, bzw. er überlegt sich das dann doch anders und hüpft nicht herum, sondern geht wieder normal gassi.

    Bei June reicht ein warnendes " Junie" und sie besinnt sich. Bei Reeba ein scharfes "Ree" und sie erinnert sich an die Regeln.

    Ehrlich, ich will nicht Jahre lang an irgendwelchem Gedöns rumerziehen.


    Klingt für mich jetzt nicht so schlüssig :???: Ich habe/hätte keine Lust meinen Hund/Hunde an irgendwas zu erinnern - egal über welche Signale ...

    Das war jetzt so meine Ansichtssache. :tropf:
    Wenn mir jemand erklärt, er möchte das sein Hund nicht auf das Sofa geht in dem er Leckerlis in den Hundekorb wirft, bedeutet das für mich er "umgeht das Problem quasi" aus welchem Grund auch immer.

    Ich sage einfach "nein" wenn mein Hund zum Sprung aufs Sofa ansetzt und das Thema ist erledigt.

    Ich glaube einfach das Hunde mit solch klaren Definitionen besser klar kommen; wie gesagt; meine Meinung :ka:

    ich sag "geh ins körbchen" ..... "nein" ist für mich keine grenze.

    Mal ne blöde Frage:
    was ist denn so schlimm daran, wenn ein Hund gehemmt wird, also Hemmungen hat, etwas zu tun, was er nicht darf?


    Mein Hund - ehemaliger Straßen- und TH-Hund - hat genug Hemmungen "mitgebracht". Es war schwer genug, um diese "herumzuarbeiten" und zu "mildern". Da möchte ich ihn nicht auch noch übers hemmen erziehen. Ich finde einfach in MEINER Erziehung hat bedrohen, weh tun, böse/blöde werden (und ich rede nicht von Extremen) nichts verloren - dafür hab ich mir keinen Hund geholt. Ich fühl mich kacke dabei und ich will nicht zu jemandem werden, den weder ich noch mein Hund MAG. Ich geh einfach den "netten Weg" weil's um ein Vielfaches einfacher und angenehmer ist. Ich kenn mich mit dem Lernverhalten von Hunden zur Genüge aus und weiß wie "gut und schnell" Hemmen funktionieren kann. Dennoch WILL ich es einfach nicht anwenden.

    Habt ihr eigentlich die Leinenführigkeit komplett positiv trainiert?

    Komplett positiv .... würd ich nicht sagen, OBWOHL mein Hund nichts davon als strafend empfunden hat. Angeleint werden und nicht mehr tun können wonach einem der Sinn steht ist mMn nicht wirklich positiv :D Meinem Hund war es nur egal, der Lerneffekt war eben nur gleich Null. Ich hab anfangs das mit dem Stehenbleiben probiert, wenn Zug auf die Leine kam. Das zog sich aber so dermaßen hin, weil der Hund zwar vorlief aber ohne "Dampf". Außerdem wollte ich nicht diese Umorientierung haben WENN der Hund dann Zug verspürt ... war mir halt zu nervig so eine Verhaltenskette trainieren zu wollen. Ich hab's dann geclickert. Einmal mit wenig Ablenkung, einmal mit viel. Effektiv irgendwas um die 45 Minuten vielleicht. Das ist jetzt fast 7 Jahre her, seitdem hab ich nie wieder was an der Leinenführigkeit geübt. Situationen wo der Hund mal zieht gibt es natürlich, ich habe nicht alles geübt. Dazu war ich zu faul und die 2 Situationen wo das Verhalten auftritt kenn ich :D

    Ich möchte gerne die Leckerchen reduziere wie mache ich das am besten?

    Du kannst "vom immer was geben" zur "variablen Verstärkung" übergehen. Verstärkerschemata ist da das Stichwort :smile:

    Ist das eine gute Idee wenn ich ihr mal was gebe dann wieder nicht?

    Ja ist es - natürlich abhängig vom Hund wie schnell/wie oft man das macht. Es hilft wenn man "vom immer was geben" zur einer "regelmäßigen Häufigkeitsverstärkung" übergeht beispielsweise mit einem 1:2-Verhältnis. Klingt zwar technisch ist aber ganz einfach. Jedes DRITTE MAL bekommt der Hund NICHTS fürs toll machen. Bei 10 Situationen streicht der Hund also (nur noch) 7 Leckerchen ein - der Frust NACH dem nichts bekommen dürfte sich in Grenzen halten, da dann wieder zweimal was folgt. Hilfreich sind aber auch Situationen die oft auftreten, damit die ersten Mal mit dem "nichts bekommen" zeitlich sich nicht so hinziehen.

    Ich habe nur Angst das sie dann Frust kriegt und dadurch wieder bellt was meint ihr?

    WENN der Hund zu Frust neigt, würd ich vorher - also bevor man wirklich NICHTS mehr gibt - dazu raten den Hund mit verschiedenen Sachen trotzdem IMMER noch zu belohnen. Gerade im Alltag wo man die ganzen Ablenkungen schwer einschätzen kann passiert es schnell, dass das Superleckerchen keinen/kaum noch Belohnungseffekt hat, weil der Hund einfach anderes im Kopf hat. Hab ich nen Hund der gerne und problemlos draussen Futter nimmt, kann ich ja da so einiges diverses Zeug mitnehmen - wichtig wäre nur, dass man in etwa weiß und SIEHT welches Futter hoch im Kurs steht bzw. welches Futter für welche Situation passend ist. Ansonsten hab keine angst vor dem Bellen - gibt schlimmeres :D Rückfälle wird es immer mal geben ...

    Aus deinen Texten lese ich leider nur heraus, dass weder du noch dein Hund einen Plan von irgendwas haben. Dein "Geschimpfe" und "Gelobe" scheint völlig wirr. Wenn du "richtig strafen" würdest, dann würde das "falsche" Verhalten deines Hunde GAR NICHT mehr auftreten. Offenbar belohnst du aber weiterhin all das was du NICHT haben möchtest ...