Beiträge von Estandia

    Ich hatte von vornherein keine Ambitionen Sport zu machen und habe den Hund auch nicht danach ausgesucht. Dennoch EIGNET sich Bonkers für viele Arten von Sport und hat/hatte viel Spaß daran. Rein körperlich wärs eher schwer gewesen wirklich was zu reissen, doch war es ohne Frage möglich verschiedene Sportarten regelmäßig über einen längeren Zeitraum auszuführen.

    Wenn ich persönlich jetzt wirklich wirklich im Sport was erreichen will, würde ich dennoch nach einem Rassehund schauen, weil ich einfach denke, dass ich dort einen besseren Rahmen für die Bedingungen und Anfordungen an den Hund festlegen kann. Mischling ist immer ein Überraschungsei, man kann sich mit vielem arrangieren und auch Ambitionen FÜR einen Hund aufgeben, dennoch denke ich, dass hin und wieder etwas Enttäuschung mitschwingt. Der unmotivierte Mischling im Agi kann ein 1A-Fährtensucher sein - muss man eben wissen, ob man mit Plan B genauso glücklich sein kann. Natürlich kann man auch bei einem Rassehund ins Klo greifen, aber das wahrscheinlich seltener, wenn man sich dorthingehend AUSREICHEND informiert.

    Cesar Millan: THEORETISCH vertretbar, PRAKTISCH die Hölle.

    Anita Balser: Hat mir ungelogen in Sachen Verständnis mit meinem Hund SEHR geholfen, der Umgang ist nicht ganz so meins und das was sie heutzutage so von sich gibt find ich alles n bissl widersprüchlich. Neue Begriffe für alte "Weisheiten", sag ich mal.

    Maja Nowak: Früher war sie deutlich besser. PRAKTISCH hatte sie einiges drauf, heute erzählt sie eigentlich nur noch Unsinn. Irgendwie scheint sie vom rechten Weg abgekommen zu sein, seit der Quatsch mit den vererbten Rudelstellungen aufkam ...

    Also Anita und Maike kenn ich persönlich, die Meinung über Millan hab ich mir NACH entsprechender "Bildung" gebildet.

    ich höre in der welpengruppe imer wieder von welpen, die nur auf ihrem schlafplatz pinkeln. gino hat den auch als klo bevorzugt. hat auch nicht mit schlechter aufzucht zutun.

    Themis spricht aber nicht von DEINEM Hund. Warum Welpen DOCH auf ihren Platz machen kann viele Gründe haben (zB. wenn der Welpe angemotzt wird weil er irgendwo in die Wohnung macht und er lernt, dass er auf seinem Platz KEINEN Ärger bekommt), dennoch NUTZT man im Stubenreinheitstraining aus, dass sie es "eigentlich" nicht gerne tun und somit von dort weglaufen - der Moment mit dem Welpen rauszugehen.

    Ich versteh, dass du du Bedenken hast ins "falsche" Erregungslevel reinzuklickern, es geht aber beim Clickern (auch) um das emotionale Level und das ist gekoppelt an die Erwartungshaltung, die der Click auslöst. Der Hund kann nicht anders als sich (vor)zufreuen. Selbst wenn Cala immer noch aufgeregt scheint/ist, so ändert sich die emotionale Lage und DANN kann man eigentlich nicht mehr von "Unmut" sprechen. Muss man eben abwägen, mir persönlich wäre hier der Zwischenschritt den "Unmut" (durch reinklickern) zu wandeln und DANN die Aufregung zu senken den Versuch wert.

    Naja - ich würd mir die Tendenz nach vorn schlichtweg mit einem einfachen NEIN (notfalls auch mit Wattebäuschen aufgebaut) verbitten..... Bei meinem Hund funktioniert in der Situation auch ein einfaches "Ey!" oder "Laß es".

    Warum in die Ferne schweifen, wenn die Lösung doch so einfach ist? :-) :-)

    Warum so ein Zwischenschritt? Da kann man dem Hund doch auch GLEICH sagen hinten ist richtig anstatt auch noch drauf achten zu müssen, OB der nach vorne kommt und womöglich noch ne Kette reinzubauen :???:

    Nur weil ein "Nein" positiv aufgebaut wird/wurde ist es nicht unbedingt sinnvoll(er) :D

    Ist es tatsächlich ernst gemeint, dass der positive Umgang soweit gehen muss, dass der Hundehalter, was auch immer in den Tagen davor falschgelaufen ist, nicht soweit Selbstschutzmaßnahmen ergreifen darf, und den Hund 1,5 Meter von sich entfernt anbinden darf?

    Es geht doch beim "positiven Umgang" nicht darum, den Hund machen zu lassen, weil man nicht "böse/blöde" werden will. Also das les ich hier raus. Wenn ich positiv ARBEITE (nicht ad hoc sondern als "Lebenseinstellung"), dann SEHE ich früher, was/warum/weshalb mein Hund reagiert, wie er eben reagiert und handle dementsprechend FRÜH. Sicher kann man den Hund anbinden zur Sicherheit aller, das gehört dann aber eben mehr ins MANAGEMENT, meiner Meinung nach. Wie man danach weitermacht, ist ja jedem selbst überlassen.


    Der Hund kommt sicher nach einiger Zeit auf die Idee, dass wenn er sich ruhiger verhält, Frauchen wieder näher kommt. Deshalb übe ich gezielt das runterfahren. Und das nicht über konditionierte Entspannung im klassischen Sinn.

    Sicher wird der Hund auf die Idee kommen sich zu beruhigen (er hat ja keine Wahl). Der Aufregungscocktail im Hirn flaut ja auch irgendwann mal ab. Meine Meinung ist nur, dass ich MEINEN Hund weder in "nicht schaffbare Situationen" laufen lasse noch diese gezielt ausnutze, FALLS ich mal eine Situation unterschätze. Ich unterstütze meinen Hund aktiv bei den richtigen Entscheidungen, das hat sich von allein auf den gesamten Altag ausgeweitet, ohne viel Arbeit.

    Huhu! Schön, dass ihr euch für so eine Fellnase entschieden habt :smile:

    Ich habe einen mittlerweile 11jährigen ehemaligen Straßenhund aus Ungarn.

    Er war schon kastriert, das weiß und glaubt der aber bis heute nicht :D
    Stubenrein war er natürlich nicht, hat aber keine 2 Wochen gedauert.
    Probleme hatte er nicht wirklich, er hatte nur vor vielem Angst. Das haben wir aber alles mit der richtigen Hundeschule hinbekommen.

    kommt mir immer ein bißchen gemein vor, den Hund bewußt in etwas locken, wo er im Spaß Übermut, dann ein unerwünschtes Verhalten zeigt. Wäre für mich das Mißbrauchen von Vertrauen, der Hund läßt sich gehen und ich habe im Hinterkopf vor, ihn damit zu reglementieren.Auch wenn Du schreibst, daß es für ihn ein lustvolles Spiel ist. Ich meine das allgemein. Hat für mich was wie reinrasseln lassen. Ich habe aber auch Deine Methode, ihm die Grenzen beizubringen nicht ganz verstanden. Kenne es nur so von anderen, die den Hund locken, ihn in etwas reinbeißen lassen und dann anbrüllend wegschicken

    Ja das ist auch so eine "gängige" Methode - ich meins auch allgemein, ich hab euch nur zitiert, weils zu meiner Antwort passt :smile: - Arbeiten über Provokation von "falschem" Verhalten. "Damit der Hund auch genau weiß, WAS er falsch macht." Oder auch "Schwarz/Weiß-Methode" oder oder oder ... DASS ein Hund ins unerwünschte Verhalten fällt passiert eben, dann hat man halt die Umweltbedingungen, die auf den Hund wirken oder schon gewirkt haben, unterschätzt. Schritt zurück - neu anfangen. Meine Meinung. Und nicht weitertreiben und "draufhauen" - denn das muss man ja zwangsläufig, wenn der Hund "drüber" ist. Ich persönlich belohne das was ich von meinem Hund sehen möchte und das schließt "falsches" Verhalten einfach aus, weil's miteinander unvereinbar ist. Zudem hab ich keine Lust, meinem Hund ERST auch noch unerwünschtes Verhalten BEIzubringen, um es dann zu deckeln. Bin da zu simpel gestrickt :D

    Wie schnell lernt euer Hund allgemein?
    Fix.

    Was ging ratz-fatz (gerne mit Infos, was/wie trainiert wurde?).
    Das 1x1 sag ich mal. Platz, Sitz, Bleib, Leinenführigkeit, Einparken zwischen meinen Beinen, was für uns einfach wichtig und hilfreich war/ist.

    Was hat länger gedauert? // Was dauert länger?
    Fuß laufen. Das war das einzige, was wirklich eeetwas schwerer war oder vielmehr "länger gedauert" hat. Schwer war es nicht wirklich. Lernen mussten wir es für die Führerscheinprüfung, danach hab ich es nie wieder gebraucht.

    Wo habt ihr geglaubt, er lernt es nie?
    Kann mich an nichts dergleichen erinnern. Alles was ich Bökes beibringen MUSSTE/WOLLTE hat er gelernt.

    Und was hat er vielleicht auch nie gelernt oder wird es nie lernen?
    s.o. Ich bin sauzufrieden mit dem was der Hund kann. Ich kann mich auch nicht mehr erinnern, wann ich mich das letzte Mal über den Hund geärgert hätte oder wo ich verzweifelt gewesen wäre.