Beiträge von Estandia

    Zudem kommt noch dass sie jetzt seit sie kastriert sind ein Rangordnungsproblem haben, der eine versucht immer den "Chef" anzugreifen und seine Position zu bekommen, der andere benimmt isch arrogant gegnüber von uns, ich glaube er will uns zeigen dass er der Chef ist, was wir ihm aber natürlich nicht durchgehen lassen... das ganze erschwert das training dann noch mal zusätzlich.

    Ich glaube beide Hunde suchen VERZWEIFELT nach adäquater Führung, wissen sich aber einfach nicht mehr zu helfen und reiben sich nur noch aneinander und demnach auch mit euch (dir), da es auch von Halterseite keine verständlichen, helfenden Rückmeldungen gibt.

    Kann mir denn jemand sagen wie ich es schaffe dass ich ihn nicht alle paar Meter daran erinnern muss bei mir zu bleiben? Er darf erst gehen wenn ich das sage, aber er versucht es trotzdem immer zwischendurch!

    Wenn du ihn manchmal auf die Erinnerung hin belohnst hast (auch unwissentlich) kann das auch schon eine Verhaltenskette sein. Er entfernt sich DAMIT du ihn "erinnerst", er dann bei dir bleibt und sich dann wieder entfernt nach Freigabe. Das "Erinnern" allein ist/war eine Belohnung für "sich entfernen", deswegen zeigt der Hund auch ständig dieses Verhalten. Es ist einfach unerwünscht antrainiert. Sowas passiert schnell. Wie Streichelmonster schon schreibt, kleinschrittig aufbauen, halte die Aufmerksamkeit bei dir, belohne währendessen. "Erinnere" ihn nicht, wenn es schon "falsch" gelaufen ist.

    Ich habe eben gerade fertig gelesen:
    "Der Schleier der Angst" von Samia Shariff

    Es ist die Biografie von Samia Shariff, die als Mädchen (große Schande) in eine streng glaublich muslimischen Familie geboren wurde und mit 16 Zwangsverheiratet wird. Ihre Ehe ist die Hölle, sie wird nur misshandelt und kann eigentlich gar nichts richtig machen. Als ihr Mann sie verlässt, wird alles erst schlimmer, bis sie es schafft, mit ihren Kindern aus Algerien nach Frankreich (wo sie geboren wurde) zu fliehen. Aber auch dort kommt sie nicht zur Ruhe.

    Ich bin völlig entsetzt. Vor allem erschreckt es mich zutiefst, wie die eigenen Eltern ihr Kind so behandeln können, nur weil es ein Mädchen ist. :(


    Das erinnert mich an "Tausend strahlende Sonnen" von Khaled Hosseini. Großartiges Buch, das eine traurige Geschichte erzählt.

    Ich leine an, wenn ich es eilig hab. Das ist das einzige Kriterium, was immer gilt.

    Ich leine nicht WEGEN anderen Menschen/Hunden/etc. an. An sowas geht mein Hund auch ohne Leine vorfallsfrei vorbei. Ich gehe vorausschauend und rücksichtsvoll durch meine Umwelt, das bedeutet aber nicht zwingend angeleint.

    Ich muss nicht drüber nachdenken, ob es hier und jetzt BESSER WÄRE anzuleinen, WEIL da ja was kommen könnte... das ist bei uns eben kein Thema. (Wenn das im Alter Thema werden sollte, richte ich mich entsprechend darauf ein.)

    Trotzdem leine ich hin und wieder an, Bauchgefühl würd ich's nun nicht nennen, Spontanität eher, gedankliches "Münze werfen".

    Das Schlüsselwort in dem Satz lautet "SPIELEN"... daher muss es absolut keine Bedrohung für den Hund sein oder aber an seinem Vertrauen zerren...

    Es wird hier versucht ein Verhalten abzubrechen, es tritt jedoch wieder auf beim nächsten Mal. "Unterwerfen" hat nichts im Spiel verloren, vor allem mache ich doch nicht mit etwas WEITER, das keinen Erfolg bringt.