Beiträge von Estandia

    Da blieb Yogi einfach völlig ruhig auf seinem Platz liegen und hat gar nichts gemacht. Darum ja auch meine Sorge, dass er sich nur bei Bezugspersonen so derart zeigt.Das erste Mal war es mein Vater, der ein Kind hochhob, gestern eine enge Freundin, beide haben viel auf Yogi aufgepasst bzw. tun es immer noch. Und daher auch meine große Sorge, was zukünftige eigene Kinder angeht.

    Darum trainiert man. Man gibt dem Hund klare Regeln VOR - die immer und überall bei jedem Menschen gelten. Darauf hoffen, dass er "bei diesen Menschen" nichts macht, weil "sonst" war es ja auch nicht so, ist einfach fahrlässig. Ein klar strukturiertes Training, evtl. schaut da eine Trainerin anfangs mit drauf, gibt euch und dem Hund Sicherheit. Wenn man's gut macht bekommt der Hund mit dem Training eine wunderbare Grundlage für richtiges Verhalten, da muss einem dann auch nicht mehr das Herz in den Hose rutschen, wenn aus Versehen eine Situation eintritt, in der der Hund auf jeden Fall früher geschnappt hätte.

    Weiterhin finde ich es einfach nur nervig durch den Wald zu rennen und ständig Krach zu machen oder den Hunden etwas zuzurufen.

    Ich habe andere Erziehungsmethoden als du genutzt und trotzdem "renne ich nicht durch den Wald und mache ständig Krach". Gibt ja zum Glück immernoch was dazwischen. Aber Extremisieren ist ja so ein willkommenes Stilmittel, wenn man gewisse Dinge schönreden will ...

    Der Hund war einfach mit der Situation überfordert und zeigte dies deutlich auf verschiedene Arten. Du hast richtig gehandelt, da es für alle Beteiligten kein Zustand war. Manche Hunde rücken erst mit Stress raus, wenn es nicht mehr anders geht. Das ist ja auch immer tagesformabhängig und nicht spontan "per se" beurteilbar.

    Habe schon vieles versucht

    Was genau? Wie lange? Mit welchen Ergebnissen? Warum denkst du hat es/haben die Methoden bisher nicht geholfen?

    ich bekomme ihn nicht ruhig. In vielen Situation.

    Schreibe ALLE Situationen auf. Sortiere die nach Wichtigkeit. Und fange mit der unwichtigsten an zu trainieren.

    Wie schon geschrieben, kleinschrittig. Teils mit aussitzen, teils mit Erwartung nicht erfüllen, teils mit adäquater Auslastung.

    Wenn mich ein Hund anknurrt, ist die Situation meiner Meinung nach schon eskaliert. Ruder ich in solchen Momenten nicht zurück, verschlimmert sich das Problem vielleicht sogar. Mein Hund würde mich niemals anknurren. Würde er das tatsächlich mal wagen, müsste ich nur lauter werden oder mit dem Fuß aufstampfen.

    Ich finde es falsch, in solchen Momenten Kompromisse zu schließen, denn damit verliert mein Hund noch mehr Respekt vor mir. Dominanz muss nicht sein, mein Hund ist mein Freund und hat viele Rechte. Aber er muss auch verstehen, dass ich letztlich die Fäden in der Hand habe.

    Nein. Nein. Nein ....

    Training und Erziehung bitte nicht mit "klein beigeben" verwechseln. Grenzen ziehen bedeutet dem Hund zu sagen, was er zu tun hat. Nicht was er zu unterlassen hat und das auch noch durch unverständliche, übertriebene Aktionen ... Weiß der Hund was zu tun ist (auch bekannt als Training), kann das "falsche Verhalten" gar nicht erst auftreten. Anknurren ist doch nichts böses ... verstehe immer nicht was das mit "sollte er es wagen" zu tun hat ... :verzweifelt:

    hab auch nie behauptet, dass er das kann, sondern darauf hingewiesen, dass es um die Handzeichen dazu geht. Und es ist bestimmt nix falsch daran, es ihm schon mal zu zeigen, solange man ihn nicht überfordert, oder erwartet, dass er sofort wie eine Maschine funktioniert ;)

    Nenn mich kleinkariert, ich lese da KANN. Wenn du es nicht so meintest, (be)schreib es doch anders. Ob es sich um (verbale) "Kommandos" oder (nur) Sichtzeichen handelt ist einerlei - beides muss der Hund erlernen. Und bis das wirklich sitzt, ist der wesentlich älter als 10 Wochen.