Beiträge von Estandia

    Mir hat mal jemand erzählt, dass sein Berner 8-jährig einfach "weggestorben" ist (irgendwas mit dem Magen, aber keine Drehung) und fügte noch hinzu "ja die werden ja eh nicht so alt."
    Ich hab Berner auch regelmäßig in unseren Hundeschulkursen/Seminaren erlebt, die wegen problematischen Schutztriebverhaltensweisen da waren.

    Lernen Hunde nicht am besten von Hunden?


    Von den richtigen, ja. Allerdings gibt es mittlerweile so viele Unfugshunde, die es selbst nicht besser wissen, dass das Risiko einfach (zu) hoch ist, dass dein Hund das Falsche lernt. Sich STÄNDIG überbordende fremde Hunde SELBST vom Hals halten zu MÜSSEN, kann kein guter Ratgeber für die Zukunft sein. Dann überlagern die schlechten Erfahrungen die einst guten und man hat den Salat.

    Ja ich hätte angeleint und wäre ein Stück angeleint weitergelaufen. Labbijunghund und Terrier mag generell eine schlechte Mischung sein, vor allem wenn man einen Spaziergang gerade erst beginnt. Ansonsten die Hunde nicht sich selbst überlassen. Ein paar kurze Konzentrationsübungen hier und da, mal mehr mal weniger Distanz zwischen den Hunden (durch Anleinen) fordern und immer mal probieren sie frei laufen zu lassen. Wären meine Ansätze, um ein bisschen Zündstoff rauzunehmen. Verbales "Versuchen" die Hunde von etwas abzuhalten stresst nur. Lieber eine klare, ruhige aber bestimmte Linie haben.

    Diese Forderung nach einer Eingewöhnungsphase verstehe ich absolut nicht. Also immer Sinne von "wir halten alles vom Hund fern, bis er angekommen ist". Nach ein paar, sagen wir sechs, Wochen hat sich der Hund akklimatisiert, bis dahin wurden die Kinder ferngehalten, alles dreht sich um die Ruhe des Hundes - und dann? Der Hund muss sich sowieso an den Familientrubel gewöhnen, warum nicht gleich von Anfang an? Eine ganze Familie kannst außerdem nicht auf Warteposition stellen, auf Urlaub schicken, ein Familienhund muss und darf damit leben.

    Das ist KEINE Eingewöhnungsphase. Das ist Isolation.

    Mit eingewöhnen meint man die adäquate Heranführung an die zukünftig alltäglichen Dinge, im Tempo des Hundes. Wie du selbst sagt, von Anfang an ...

    Und wenn der Kinder von Anbeginn mag, dann muss ich die logischerweise nicht fernhalten. Wenn der keine Kinder kennt lote ich das erst aus ...

    Nein, natürlich haben unsere Emotionen da für uns ihren Platz. Mir war nur gerade aufgefallen, daß das, was uns werten läßt, eben auch unsere Emotionen sind. Es tut uns viel mehr leid, wenn es eine Katze ist, weil wir vergleichbare Bindungen zu unserem Hund haben, uns in das Leid des Halters einfühlen können, als wenn es eine Maus ist.

    Das Ding ist auch, und das ist natürlich für uns Menschen (Ausnahmen bestätigen die Regel), wir können schlechter mit einer "Masse" mitfühlen. Bei Mäusen nimmt man (oft) automatisch an, dass es viele sind. Um Bindungen aufzubauen und Empathie braucht es ein Individuum. Zu einer bestimmten Maus können Menschen ein Verhältnis aufbauen, aber in einer Masse verschwinden oder besser verschwimmen unsere Wertigkeiten.

    Allerdings ist er sehr auf mich fixiert und folgt mir überall hin.


    Das muss nicht zwangsläufig was gutes sein. Starkes (auffälliges) Bindungsverhalten (nachlaufen, nicht aus den Augen lassen, heulen wenn man allein gelassen wird...) kann auch bedeuten, dass der Hund eine ambivalente Bindung zu seinen Leuten hat und sich ihrer nicht sicher ist bzw. sie durch "uneinschätzbares" Verhalten ihn (stark) verunsichern. Evtl. KÖNNTE das auch zu seinem Stresslevel beitragen.