Beiträge von Estandia

    Wir haben in dem Seminar nicht gelernt, dass man die Leine auf den Hund werfen soll. Bei Durchzug neben oder vor den Hund vielleicht, aber keinesfalls auf den Hund.Auch wenn man mit Ketten oder diesen Discs arbeiten möchte, immer in Richtung Hund und zum richtigen Zeitpunkt, aber nie dem Hund Gewalt antun.

    Vom Prinzip her ist es reine Unterordnung. Es geht um Respekt und ein Hund, der den Menschen respektiert, der "folgt" auch.

    Diese Vorgehensweise beschreibt für mich "Training" durch Erschrecken. Angst wird hier Respekt genannt. Dass man diese "Hilfsmittel" nicht AUF den Hund wirft, macht es in meinen Augen keinen Deut besser oder sinnvoller.

    Wenn ich mir sich normal verhaltende Hunde und deren Umgang miteinander anschaue, dann läuft die Kommunikation da mehrheitlich über Augenkontakt, Blickrichtung und Körperhaltung ab - und das auf Distanz. Lautäußerungen kommen da selten. "Abgewatscht" wird der, der sich kacke verhält und das ist kein Spaß für die Beteiligten. Soetwas als "Erziehungsgrundlage" für das eigene Verhalten ggü. einer fremden Art heranzuziehen ... naja.

    Bei meinem Hund sehe ich ein Knurren "mir gegenüber" nicht als Warnung, sondern als ein Unwohlfinden in der betreffenden Situation.
    Er ist noch nie weitergegangen.

    Im Gegenteil, nach dem Knurren wird ganz schnell das getan, was ich wollte.

    Seh ich auch so. Das ist kein (bösartiges) BEdrohen des Halters sondern die FRAGE, nach dem Abstellen von etwas Unangenehmen. Der Hund gibt einen Hinweis und lässt "uns" sogar noch die Wahl. Soetwas mit "Schelle" zu quitieren oder überhaupt der Denke "das darf man dem nicht durchgehen lassen" find ich ganz fatal. Ich finde Knurren gut. In gut 10 Jahren kam es einmal mir gegenüber vor. Ich hab verstanden warum der Hund geknurrt hat, Sache gegessen.

    Die kurze aber wichtige Beschreibung "verträglich zu Menschen, Hunden und Katzen" ist super - vorausgesetzt es stimmt natürlich. Mit diesem Hund hättest du demnach keine Probleme mit Menschen (am Kindergarten vorbei, ab durch Menschenmassen an der Kreuzung, volle Straßenbahn etc.), könntest problemlos ins Hundeauslaufgebiet, der Hund würde auch Katzen, die man ja hier in der Stadt häufig mal trifft, nicht inhalieren wollen. Das sind große Pluspunkte. Auch wenn es kurz und knapp klingt.

    Auf Seiten von Pflegestellen sind die Hunde ja sehr oft noch im Ausland und werden teilweise auch nur notdürftig versorgt. Die Wahrscheinlichkeit, dass einer dieser Hunde gut eingeschätzt werden kann, ist eher gering oder?


    Das Ding ist eher, dass diese Hunde DORT natürlich nicht auf die zukünftigen Bedingungen getestet werden können, das heisst nicht, dass sie sich generell schlecht eignen. Wenn du sicher gehen willst, schau dir Hunde IN der Pflegestelle an, gerade als Anfänger.

    Ich hatte zB das Glück, dass mein Hund (Ungarn-Import) - mittelmäßige und nicht aussagekräftige Beschreibung - sich SUPER im Büro eingefunden hat. Wir haben allerdings auch - mit einem Monat "Schonzeit" - gleich eine gute Hundeschule besucht und hatten gute Trainerunterstützung. Dann muss man nicht suchen, wenn das "Kind schon in den Brunnen gefallen ist".