Beiträge von Estandia

    wie estandia gerade gesagt hat, sind wörter sehr wichtig, weil sie ein gefühl und reaktionen hervorbringen. wenn wir hundeverhalten mit menschlichen begriffen wie dominant und frech bezeichnen, dann fühlt sich das ungut an.


    Vor allem sind es genau die "schlechten" Verhaltensweisen, die auffallen - die wir "vor der Öffentlichkeit rechtfertigen" müssen. Eifersucht, Dreistigkeit, das aus Trotz handeln etc. pp - alles hat in unserer Welt eine negative Konnotation. So darf sich ein Hund nicht verhalten. Sein Benehmen fällt auf uns zurück, auf den Halter, DER hat Mist gebaut. Mitunter hat man da schnell seinen Ruf weg. Dann wird sowas häufig zum Selbstläufer, Leute fangen einen an zu meiden ... Wenn wir versuchen zu erklären (uns dazu gezwungen sehen uns vor anderen zu erklären) warum der Hund sich wie verhält, ist es für Außenstehende/Nicht-HH mMn verständlicher, wenn wir sagen, der ist "eifersüchtig" anstatt "der verteigt mich als Ressource". Damit kann die Allgemeinheit schneller etwas anfangen und weiß, dass der HH jenes Verhalten auch als "negativ" und abstellenswert betrachtet. Manche HH mögen was die Meinung von anderen Leuten betrifft ein dickes Fell haben , viele andere (glaube ich) aber (noch) nicht.

    Ich glaube das Problem bei Definitionen besteht darin, wenn wir Emotionen und Verhaltensweisen beim Hund "menschlich" benennen, sehen unsere Reaktionen darauf anders aus. Auf einen eifersüchtigen Hund reagieren wir EVTL anders als auf einen der Ressourcen verteidigt. Das eine beschreibt objektiv, das andere ist eine subjektive Einschätzung.

    Klar kann ein Hund "frech" sein, aber ob ich verärgert darauf reagiere, weil der mich nicht ernst nimmt ODER einfach sehe, dass der Hund "nur" grottig erzogen ist und er deshalb tut was er will, sind eben zwei Paar Schuhe, mMn. Muss halt jeder selbst wissen was er draus macht.

    Da ist nur eine Sache, die etwas anstrengend ist. Obwohl er überhaupt keine Probleme mit Menschen oder Hunden hat, wird draußen alles angebellt, was sich bewegt. Die ersten Tage war er dann kaum zu beruhigen und hat sich total hoch gedreht, inzwischen kann ich das gut unterbrechen aber eben nicht unterbinden. Ich will auch nicht ungeduldig sein, es ist ja mein erster Pflegehund, aber kennt das jemand? Zuviele Reize vielleicht?
    Hier ist es sehr ländlich und er kennt nur Stadt und Hundepension.

    Wenn ich das richtig verstehe hatte er vorher wesentlich mehr Reize als jetzt. Dann wäre das vllt damit erklärbar, dass er sich aufgrund der Fülle an Reizen früher mit keinem wirkich beschäftigt hat, sich aber jetzt mit den wenigen mehr auseinandersetzen kann/muss - weil die "Überflutung" weg ist. Hinzu kommt natürlich noch fehlender/unzureichenden Halt und Struktur von dir. Das kommt aber sicher mit der Zeit. Überleg dir nur EINEN Weg wie du souverän, konsequent und ruhig mit dem unerwünschten Verhalten deines Hundes umgehen willst (und was dem Hund dann auch HILFT).

    Herzlichen Glückwunsch :D

    Ich würd nur schauen, dass Routine reinkommt. Also erstmal alles um die gleiche Zeit etwa, Lösen, Fressen, Schlafen gehen... Beim spazieren gehen wirst du bestimmt sehen woran sie Interesse hat. Lass sie einfach mal alles in Ruhe aufnehmen, nach der großen Runde würd ich schauen, dass sie ruht und die Eindrücke verarbeiten kann - wenn es denn augenscheinlich aufregend für sie war.

    In Sachen Denksport würde ich ihr wahrscheinlich nur langsam ihren Namen beibringen.

    Ich hab meinen Hund direkt aus Ungarn ohne vorherige PS übernommen. Der war auch sehr entspannt, musste aber trotzdem alles wie ein Welpe lernen. N paar "Probleme" hat der mitgebracht, aber darauf hatte ich mich eingestellt und das Training lief super easy ab.