Beiträge von Estandia


    Ich kann mir allerdings nicht erklären wodurch dieser Stress für den Hund entsteht wenn ich ihn in seinem Zwinger zurücklasse. Er war es bereits als Welpe gewohnt, die Nacht oder die Zeit in der weder ich oder meine Eltern zuhause sind im Zwinger zu verbringen. Das bedeutet keinesfalls, dass der Hund im Zwinger völlig ausgeschlossen wäre. Der Zwinger befindet sich unterhalb einer Verbindung zwischen zwei Teilen des Hauses und liegt direkt am angrenzenden, leider uneingezäunten Bereich des Hofes wo der Hund eigentlich nur selten allein ist.
    Weder Stress noch Bedrängnis kann ich mir plausibel erklären da er besagtes Verhalten erst seit einiger Zeit zeigt.
    Wenn er zuvor, zum Beispiel im Garten während ich mit im gespielt habe kurz versucht hat zu schnappen hab ich immer versucht ihm deutlich zu zeigen, dass sein Verhalten nicht richtig war und diese Maßnahme schien immer sehr gut zu funktionieren.
    Den Tipp bezüglich positiv aufbauen werde ich heute direkt testen.

    Mir bekam bereits vor einiger Zeit der Gedanke den Hund tagsüber im Garten herumrennen zu lassen, auch während niemand zuhause ist aber ich habe die Befürchtung (aufgrund früherer Erfahrungen), dass er sich unter dem Zaun hindurch gräbt und dann niemand daheim ist um ihn einzufangen. Zudem liegt der Garten eher an der abgewandten Seite des Hauses wodurch der Hund eher von der Familie getrennt würde als mehr Zeit mit ihr zu verbringen.

    Der Hund wird ALLEIN und SICH SELBST überlassen. Er zeugt deutlich, dass er damit nicht umgehen kann. Hund sind soziale Wesen, die brauchen Anschluss und suchen nach Halt. Dass es ein Hund an etwas gewöhnt wurde heisst nicht, dass er es mag, sondern vielmehr nur aushält - weil er es eh nicht ändern kann. Deshalb ist es vermutlich aus so, dass er so extrem reagiert - weil er alles auf einmal machen muss (durch Überforderung) und nicht weiß, was davon richtig ist. Der Hund sucht nach Hilfe, fühl dich nicht abgewiesen oder überrumpelt - oder gar unterworfen =)

    Klar, aber dann sollen die das halt eben nicht schreiben als würden sie den Hund superduper kennen.Ich erwarte ja garnicht das die jeden Hund perfekt beschreiben, aber sie tun es halt. Und ein Teil der Rückläufer liegt eben auch daran, das der Hund nicht so ist wie beschrieben.

    Also mir ist klar, dass sich ein Hund dort anders zeigen kann als im neuen Heim. Die Beschreibung der Mitarbeiter kann also 100% zutreffen auf diesen Hund in dieser Umgebung. Rückläufer sind nunmal ein "Problem dieser Methodik", aber dann liegt es nicht an der Beschreibung eines Hundes sondern an genereller Aufklärung bzw. eigener Wissensaneignung.

    Ob ich schon an diesem Punkt bin weiß ich nicht.

    Wie komme ich dahin?

    Mit Geduld, Ruhe und Spucke :smile:

    Lass dich nicht dazu verleiten, um den Hund zu buhlen, nur weil er augenscheinlich andere lieber mag (und die ihm Sachen erlauben, die bei dir tabu sind). Um die Gunst von einem Hund zu ringen schadet meistens mehr als es nutzt. Sei konsequent und einschätzbar, nicht heute so mal Morgen so. Ich versteh dass dich solche Sachen ärgern - das hatte ich mit meiner Mutter auch anfangs. Das wird schon!

    Ein TS-Hund war hier lange geplant - dass der dann aus dem Ausland kam war eher Zufall. Ich unterscheide da nicht, jeder Hund braucht ein Zuhause, egal wo der herkommt oder aktuell sitzt. Erwartungen hatte ich keine.
    Ich hab den Hund praktisch als unbeschriebenes Blatt gesehen und wir sind dann halt vom ersten Tag an gemeinsam unseren Weg gegangen und ich hab mit dem gearbeitet was er mir angeboten hat.
    Wie hier glaube jemand schon schrieb, erwarten sollte man nichts, aber mit allem rechnen.

    Ich hab gelernt, es kommt auf das WIE an, nicht das WAS oder WIEVIEL :D

    Mein Hund orientiert sich an mir, ist gern bei mir, liegt gern bei mir, interessiert sich für mich, wir achten aufeinander, ich gehe auf seine Befindlichkeiten ein, er zeigt mir wenn er Probleme oder Wünsche hat. Er versteht, dass ich ihn verstehe, ihm Sicherheit gebe und seine Bedürfnisse erfülle.