Beiträge von Estandia

    Unser Hund wird 14 und ist topfit. Gefüttert wird (hochwertiges) Nassfutter und frisch/gekocht (nach Bedarfsplan wegen sehr leichter Gewichtszunahme). Hab auch sehr lange (nicht sehr fleischlastig) gebarft.
    "Billiges Supermarktfutter" gibt es hier einfach nicht. Keine Ahnung, ob der Hund damit auch ohne Probleme alt werden würde/so alt geworden wäre.

    Hinzu kommt natürlich die Verkaufsstrategie der Händler. Unser TA hat mir erzählt, dass die Futterhersteller höhere Angaben machen "weil die wollen ja auch was verdienen". Angeblich schlagen die (wer genau keine AHnung) pauschal 10% mehr drauf, als eigentlich notwendig ist.

    Bei uns ist es so, dass ich nach Herstellerangabe 650g füttern müsste, der Hund bekommt aber maximal 400g und hält sein Gewicht damit (nimmt eher noch zu).

    Theoretisch musst du dem Hund "nur" beibringen, dass "Decke" immer und überall gilt, solange bis du es auflöst.

    Lege fest, was der Hund bei "Decke" machen soll.
    Z. b. soll er (a) egal wo er sich befindet hingehen und (b) sich dort hinlegen, bis du (c) auflöst. (so brauchst du kein Bleib)
    Auf der Decke soll er allen Ablenkungen widerstehen (du drehst sich weg) und liegenbleiben, bis du auflöst.

    Du musst also die Dauer, die Ablenkung und die Entfernung trainieren. Einzeln. Adäquat gesteigert. Macht der Hund Fehler, verlangst du zuviel. Systematisch vorgehen ist am Anfang besser.

    Herzlich Willkommen :D :winken:

    und 3. Wer von euch hat auch einen Tierschutzhund der etwas ruhigeren, ängstlicheren Sorte und wie seid ihr vorgegangen, bzw. wie lange hat es gedauert bis euer Hund richtig vertrauen gefasst hat (klar, auch da gibt es Unterschiede, aber vielleicht habt ihr auch da Tipps und Tricks für mich).

    Ich schreib mal zu dem Punkt was :smile:

    6 Monate hat's gedauert, bis ich sagen konnte, nun ist er endlich wirklich angekommen und ich sehe DEN Hund vor mir, der er wirklich ist. Wir sind ca. 4 Wochen nach Einzug (in der Zeit hab ich mich nur auf Stubenreinheit und etwas Alleine bleiben üben konzentriert) in die HuSchu und haben gaaaanz langsam angefangen, zu testen wie was wo wann der Hund kann und macht und sich verhält. Ich musste ja auch viel lernen, weil's mein erster Hund ist. Sozialverhalten gegenüber Artgenossen war in Ordnung, hier und da musste ich managen, aber generell hatte das Hundi weniger Probleme mit Hunden als mit Menschen. Die waren alle gruslig :roll:

    Das ist jetzt über 10 Jahre her, der Hund wird 14 und man merkt so laaaaangsam, dass er wirklich alt wird. Menschen sind immernoch gruslig, wenn auch nicht mehr so schlimm. Gibt aber auch viele Menschen, über die er sich einfach massivst freut :ugly:

    Ich nenne meinen Tierschutz-Hund gern "Bedenkenträger". Das beschreibt sein allgemeines Verhalten glaube ganz gut. Er trägt halt oft so ein bisschen Sorge und Bedenken, was so um ihn herum passiert. Da bin ich dann aber (für ihn) da.

    In den Büchern und Blogs und auch auf Webseiten habe ich überall gelesen, man soll beim Clickern nicht mit dem Hund reden.Also hab ich es gelassen.

    Dass Clickern schlecht ist, habe ich ja auch nicht gesagt.
    Aber für uns funktioniert es halt nicht. Selbst, wenn ich die Nicht-Sprechen-Regel außer Acht lasse, Lili ist einfach nicht so futterorientiert, wie ich das bei anderen Hunden immer sehe. Das klappt nur in der Hundeschule und beim Bahnhofstraining.

    Bei uns ist reden auch kontraproduktiv, weil mein Hund einfach in meine Reaktionen noch zehnmal mehr hineininterpretiert als eh schon in den Click. Ich muss(te) mich auch stääääändig beim Clickern dazu anhalten, dem Hund körper-/sprachlich nicht noch extra Hinweise zu geben :ugly:

    Bei uns funktioniert einfaches locken und loben auch einwandfrei ohne Clicker.

    Ich find auch, Clickern (Shapen) ist ne tolle Sache und einfach sehr hilfreich. Die Anfänge sind halt relativ schwer, weils Verständnis und gutes Timing braucht. Haben Hund und Halter Erfahrung kann man dem Hund unzählige Dinge beibringen.
    Ich hab meinem Hund genau 2 Tricks per Clicker beigebracht. Fußlaufen für ne Prüfung und Zwischen meinen Beinen einparken wenn wir in Bus und Bahn unterwegs sind. Waren auch die ersten beiden Sachen, die er wirklich (neu) erlernen musste, da bot sich das einfach an in der HuSchu ganz entspannt beizubringen.
    Alle anderen nützlichen Verhalten wurden übers Locken, Einfangen oder Stimulieren gelehrt.

    Bei einem Labrador würde ich nicht darauf hoffen oder warten, dass der ein "Sättigungsgefühl" anzeigt. Konzentriere dich lieber auf das Training und die Schulung von Dingen, die er statt von "Dingen fressen" tun soll.
    Erlaubte Futtersuchspiele, die ihn im Kopf auslasten. Vielleicht ein Sport, der ihn körperlich auslastet.
    Durch einen Bluttest kann man Hinweise bekommen, ob der Hund arg fehlernährt ist/wird.
    Das häufig erste was ein Labbi tut, wenn er nicht weiter weiß, ist fressen und/oder was rumtragen. Wenn sich das verselbständigt, zeigt der Hund es immer und überall und häufig ohne erkennbaren Auslöser.
    Es gibt auch die Möglichkeit nach einem errechneten Bedarfsplan zu füttern.
    Außerdem würde ich die Thematik "Frühkastration" im Hinterkopf behalten. Soetwas hat (lebenslangen) Einfluss auf den gesamten Organismus.

    Woher weißt du, dass der Hund das Streicheln genau in so einer Situation nicht als Belohnung empfindet, in anderen Situationen aber schon?

    Einmal sieht man es aktuell am Hund selbst.
    Dann sieht man es über Zeit, ob Streicheln wirklich hilft die jeweilige Situation zu verbessern.