Beiträge von Estandia

    Also meine Frage: Meint ihr, ich hätte draußen weniger Schwierigkeiten mit ihr, wenn ich zuhause mehr Grenzen setzen würde? Und kann ich bei einer fast vierjährigen Hündin noch damit anfangen, und wenn ja, mit was zuerst?

    ZuHause und Draussen sind zwei verschiedene Dinge. Stichwort Ablenkung. "Drinnen" fängt man an zu trainieren, was "draussen" irgendwann mal funktionieren soll. "Drinnen" kannst du aber nie nachstellen was "draussen" passiert. Da ist eine schrittweise Annäherung notwendig, Stichwort Ablenkung adäquat erhöhen.

    Ganz grob klingt es so, dass dein Hund A nicht wirklich Ahnung davon hat was genau du von ihr willst und B tut sie eben was sie will, weil sie es offenbar kann. Training ist eben Fleissarbeit mit ein bisschen Köpfen dahinter. Schneller als der Hund sein, nicht körperlich, aber im Kopf und Trainingssituationen besser planen. Dann kann der Hund nämlich erfolgreich sein, weil du festlegst, was er tun soll.

    Und ja, Hunde lernen einen Leben lang. Den Quatsch, den sie nicht tun sollen genau wie Zeugs, das du gern haben willst. Nur, Hunde sind Gewohnheitstiere. Was "schon immer funktioniert" hat ist natürlich weit schwerer "wegzuerziehen".

    Und wenn man sinnvoll miteinander sich austauschen möchte, muss man doch eine Basis finden und das erstmal gemeinsam klären.
    Anders gehts doch gar nicht.
    Es geht nicht darum dass es uns nicht passt, sondern darum dass wir nicht aneinander vorbeireden möchten.

    Genau das ist der Punkt. Ich bringe mich z. B. sehr gern hier und da ein, aber nicht, wenn man erst zig Mal erklären muss, wie man was meint ...

    Ich habe auch die vorigen Beiträge nicht als "Zeigefinger " oder "verkopftes aufdröseln" verstanden, sondern als Versuch, genau diese von allen verstandene Basis zu schaffen.

    Männe hat das jüngst mal gefilmt ... es heult immer und überall bei Sirenen jeglicher Art ...

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    Manchmal wünschte ich mir, etwas über seine Vergangenheit zu wissen (Nemo wurde auf der Straße gefunden). Hatte er mal ein Zuhause? Wer waren seine Eltern? Wie sah er wohl als Welpe aus? Warum/Wie ist er auf der Straße gelandet?

    Dachte/Fragte ich mich auch oft :D

    Ja, manchmal sagt man, besser nicht wissen, auf der anderen Seite hätte ich schon gern etwas mehr gewusst. Dann treffen einen (und den Hund) nämlich unbekannte Auslöser nicht so unvorbereitet...
    Ich hab bei meinem Hund am Verhalten gesehen, was er alles nicht kannte und auch daraus geschlossen, wie er über die Runden gekommen ist auf den ungarischen Straßen.


    Das Wichtigste ist aber, dass es Nemo jetzt gut geht und uns mit ihm auch!

    Genau! :smile:

    Hallo

    Herzlichen Glückwunsch zum Neuzugang

    Welches Wort für Nein wir nutzen, das ist mir egal - was wäre denn eine bessere Alternative? Wir nutzen das unterwegs, damit sie nichts aufnimmt bevor sie uns nicht angeguckt hat und auch wenn hier Kinderspielzeug zuhause rumliegt. Das klappt auch schon immer wieder ganz gut.

    Das mit dem Nein kannst du halten wir du willst ... Für den Hund ist nur wichtig, was er tun soll. Nein beinhaltet (meist) nur die Information, tue etwas nicht. Dem Hund helfen tut man wenn man auch gleich sagt, was er genau stattdessen tun soll. Statt etwas aufnehmen kann man z. B. "weiter" sagen. Hund läuft also dran vorbei. Zwickmühlen sind: "Nein" nutzt sich schnell ab. Als Mensch sagt man oft und gerne Nein. Bleibt dies auch (hin und wieder) ohne Konsequenz für den Hund (er nimmt etwas auf trotz Nein) lernt der Hund, dass Nein meistens nichts bedeutet und er tut eben was er will. Nun hast du da einen jungen, dynamischen Labrador, der nimmt genetisch bedingt gerne Sachen auf und frisst zudem auch sehr gern. Das Training so einem Hund beizubringen etwas nicht aufzunehmen, kann mitunter etwas länger dauern... Es wäre sinnvoll dem Hund an anderer Stelle zu erlauben/einzufordern, dass er Sachen aufnimmt, trägt, fressen darf. Stichwort Dummytraining.

    Aber für zuhause wäre halt auch schön, sie würde auf ihren Platz gehen. Und das ist ja genau unser Problem, dass wir nicht wissen wie wir das alles üben sollen.

    Überleg dir, was der Hund genau tun soll. Im Idealfall soll er auf Signal hin zu seinem Platz gehen, sich da hinlegen und da bleiben, egal was passiert. Das heisst du musst an der Distanz arbeiten, die der Hund irgendwann zum Platz zurücklegen muss. Das andere ist die Dauer, die der Hund am Platz bleiben muss. Und dann noch die Ablenkung, die der Hund "ertragen" muss, ohne vom Platz aufzustehen. Man arbeitet vom Leichten ins Schwere, man steigert die einzlnen Punkte so, wie der Hund sie am besten fehlerfrei meistern kann. Immer erstmal einzeln.

    Wenn wir immer nur eins nach dem anderen üben ist man ja ewig mit den "Basics" beschäftigt, oder?


    Schnelligkeit kommt mit Erfahrung. Beim Hund wie bei dir. Basics sind wichtig, sie bilden die Grundlage für alles Weitere. Gib dir und dem Hund Zeit dafür, je standfester das Fundament, desto weniger Probleme wirst du mit allem Folgenden haben.

    ähm zum Thema sicheren Rückzugsort hat er sein bett unter einem Tisch stehen der Mit 2 Decken überdeckt wurde so das er da völlig abgeschirmt sein kann. Halt seine eigene kleine Höhle.
    der Blick wechselt zwischen starr gerade aus oder mich anschauen nach dem motto " muss ich da jetzt wirklich hin?". leicht geduckt und seine Rute ist unten. nicht ganz eingezogen aber halt auch nicht oben

    Hört sich an, als würde er diesen Platz als Strafe empfinden. Dann ist es kein Rückzugsort sondern eher sowas wie "du warst böse - ab auf die stille Treppe". So wird er da nicht entspannen.