Beiträge von Mikah

    Hmmm...ich stimme einerseits überein, andererseits verstehe ich nicht, warum sich jemand dann pauschal einen Setter, Labrador oder Terrier holen soll? Setter sind hochpassionierte Jagdhunde, die einem Anfänger oder eher gemütlichen Menschen Probleme machen können...gleiches gilt quasi für Labradore, die auch Jagdhunde sind, die aber dazu noch sehr stur sein können...und Terrier, naja, dazu muss man nicht viel sagen!

    Grundsätzlich wird es immer Modehunde geben und momentan schwimmen Aussies da ganz oben...aus meinem Bekanntenkreis haben sich auch Leute einen Aussie geholt, weil es ja so ein "leicht erziehbarer, kinderlieber Familienhund" ist...und so wird er auch angepriesen!!!

    Es wäre schön, wenn jeder, der sich einen Hund holt, vorher genau schaut, WAS er von seinem Hund erwartet bzw sich genauer informiert, falls er sich für eine Rasse(-mix) aus dem TH entschieden hat, was da evtl auf ihn zukommen könnte. Das wird aber nicht geschehen, es wird immer Modehunde geben...und das sind momentan eben Labbis, JRT, Goldis, Aussies und Border...und natürlich der Evergreen DSH.

    Ich beschreibe mal, wie es bei uns damals war...Mama oder Papa hat uns morgens mit dem Hund in die Schule gebracht (ca. 15 min. Laufweg) und ist dann los zur großen Runde, ca. 1 Stunde.
    Meine Mutter war normal von 8 bis 12:30 Uhr weg, da war unser Hund alleine (hat es das ganze erste Jahr gelernt)...dann war ich entweder schon daheim, ab ca. 12 Jahren durfte ich mittags auch alleine ne Runde gehen, ca. 30 min oder meine Mutter ging wieder mit ihr.
    Nachmittags waren wir dann auch oft hobbytechnisch unterwegs, zum Reiten, zum Tennis usw...meine Mutter hat uns hin und her gefahren (der Hund immer dabei -->vorsicht, nicht alle Hunde vertragen das Auofahren so gut!) und um 17.00 Uhr war dann wieder der Hund dran, für eine Runde von ca. 1,5 Stunden...da waren wir Kinder ab ca. 12 bzw 7 Jahren dann auch mal alleine zuhause, denn wir hatten schon meistens wenig Lust mit dem Hund zu gehen, nachdem es dann "Gewohnheit" war...um 23 Uhr war unser Hund dann das letzte Mal draußen, entweder nur Garten oder ne Pipirunde.

    Auf den Spaziergängen wurde auch jedes Mal geübt. Als ich 15 war habe ich dann mit unserem Hund mit Obedience angefangen und war selbst 2xwöchentlich auf dem Hundeplatz.
    Die vorangegangenen 4,5 Jahre Hundeschule war jeweils Sonntagmorgen, da bin meistens ich mit Papa hin, wenn der auf Geschäftsreise war wurde es knapp, da mein 6,7-jähriger Bruder wenig Lust hatte mitzukommen, denn nach der Anfangszeit war es ihm zu langweilig, dort zu sitzen.

    Also als er sich das erste Mal im Spiegel gesehen hat, war er ganz aufgeregt und hat das Spiegelbild abgeschnuppert und angebellt...jetzt ist es ihm egal, er schaut sich manchmal mit aufgestellten Ohren an, als müsse er schauen ob seine Haare auch liegen :lol: !

    Wie wäre es mit einem Mischling oder einem anderen Hund aus dem TH? Ich bin durchs Gassigehen im TH auf meine jetzige "Rasse" (Bretonischer Vorstehhund) gestoßen und finde es spannend, nun einen so seltenen, anspruchsvollen Hund zu haben...manchmal ist es allerdings auch zum Haareraufen :D .

    Labbis finde ich super, hatte selbst eine Hündin, allerdings brauchen die auch was zu tun...ich habe mit ihr Obedience gemacht und das tägliche Apportieren musste sein! Aussies sind allerdings weitaus schwerer auszulasten, hatte mal einen in Pflege!!!

    Am Wochenende und in den Semesterferien wohnen wir bei meinen Eltern in einem großen Haus mit 1000 qm Garten, direkt am Wald.

    Unter der Woche wohne ich mitten in der Großstadt, an einer Hauptstraße...ich fahre meistens 2x täglich raus zu großen Gängen, abends gehe ich dann in den nahen Park für einen kleineren Gang (30 min.).
    Ein Hund sollte schon viel auf Feldern und in Wäldern unterwegs sein, denn dort gibts was zu schnüffeln, er kann mal frei laufen usw...nur unter der Bedingung ist es für mich okay, einen Hund in der Stadt zu halten.

    Das Normalprogramm muss einfach auf den Hund abgestimmt sein.

    Mein Hund ist deinem recht ähnlich: extrem aktiv, Jagdtrieb, allerdings kann er sich gut selbst beschäftigen bzw will oft gar nicht "bespaßt werden"...dadurch, dass er eine minder gute Jagdausbildung hat, mit der ich umgehen muss, erfüllt er draußen einfach sofort seine Aufgabe, stöbert und steht vor, wenn denn was gefunden wird.

    Ich übe täglich mit ihm auf jedem Spaziergang 2x für 5 min. UO, länger reicht seine Aufmerksamkeitsspanne (noch) nicht...ich habe schon mit allem möglichen Spielzeug versucht ihn zu motivieren, doch außerhalb des Hauses ist er dafür absolut nicht zu begeistern...da zählt nur WILD!

    Alles, was nicht wirklich in Mode ist, nicht übgergroß und noch relativ ursprünglich ist meistens gesund.

    Ich zB hatte als ersten Hund einen Labrador, vom VDH-Züchter, Generationen HD/ED frei und mein Hund hatte trotzdem schwere HD.

    Nun habe ich einen Bretonen, bei dieser Rasse sind keinerlei Erbkrankheiten bekannt.

    Hund muss raus, egal wie das Wetter ist...er mag zwar keinen Regen, aber wenn ich nur Pipirunden gehe tanzt mir ein unausgelasteter spätpubertärer Bretonenschlingel auf der Nase rum, das gilt es zu vermeiden!
    Also ziehe ich meine Regenmontur an, die Gummistiefel (Grundausstattung für Hundehalter) und dann sauen wir uns draußen ordentlich ein.
    Im besten Fall bin ich schnell genug mit Abtrocknen, im ungünstigsten Fall habe ich jede Menge Tapsen in der Wohnung und evtl. sogar einen dreckigen Hund im Bett...