Beiträge von LasPatitas

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    Hm positiv heißt doch, etwas wird hinzugefügt damit ein Verhalten verringert oder häufiger gezeigt wird.
    Entsprechend wenn ich Belohnung hinzu füge, dann bestärke ich positiv. Wenn ich ein Verhalten unterbinde und einen Bodyblock, zum Beispiel, anwende, dann füge ich der Situation auch wieder etwas hin zu und damit also eine positive Strafe.
    Auch das Hinzufügen von einer Schleppleine oder Reizangel ist entweder als positive Belohnung oder positive Strafe angesehen werden.

    Negativ heißt halt immer das etwas entfernt wird. So kann man halt negative Strafe haben, in dem man die Aufmerksamkeit entzieht oder positiv belohnen, in dem man zum Beispiel den Druck vom Hund nimmt.

    Entsprechend der Definitionen kann man sehr wohl rein Positiv mit einem Hund arbeiten oder aber auch rein negativ oder eben auch gemischt.

    Viele denken aber auch, das Positiv immer nur auf dem Bereich der Belohnung liegt.

    Ich würde die Schleppleine als neg. Bestrafung ansehen, denn ich nehme dem Hund damit den (Jagd-)Erfolg, die Reizangel als pos. Bestärkung.

    Als pos. Bestrafung würde ich z.B. eine Klapperdose ansehen.

    Aber die Schleppi wird auch hinzugefügt und wäre auch pos. Bestrafung....mh schwierig....... :???:

    In dem Fall muss wohl deine Mutter haften, denn ihr Hund hat angegriffen und gebissen (ohne vorher provoziert worden zu sein, das vorherige zählt in dem Fall leider nicht).

    Der Pinscher wird wohl ängstlich sein, auch wenn es nicht so aussieht/aussah, denn sonst würde er (vor Angst) nicht weiterkläffen wenn er gemassregelt wird und wäre auch in der letzten Situation nicht weggerannt.

    Leider ist jetzt aus dem Provokateur ein Opfer geworden (die Hündin reagiert jetzt schon auf den Hund, ohne das dieser provoziert). Und die Hüdnin hat gelernt, das ihr Verhalten das gekeife des anderen abstellt.

    In einem ähnlichen Fall hatte ein Dackel eine Schäferhündin bei jeder Begegnung getrietz, irgendwann hat die Hündin sich das nicht mehr gefallen lassen und den Dackel gebissen = Hündin hat Maulkorb- und Leinenzwang bekommen......obwohl sie bist dato und auch danach keine anderen Hunde (auch keine anderen Dackel) provoziert, angegriffen oder gebissen hat......


    Eine Lösung ist schwierig, denn eigentlich müssten beide Halter an ihren Hunden arbeiten: Der Pinscher müsste lernen, dass die Hündin (und andere Hunde?) nicht gefährlich ist , was jetzt erst recht schwer ist, denn sie hat ja schon gezeigt, dass man vor ihr Angst haben müsste.

    Die Hündin muss jetzt lernen, ihre Aggressionen gegenüber dem Pinscher (und auch gegenüber anderen keifenden Hunden?) in den Griff zu bekommen.

    Wie ist denn zu der letzten Situation gekommen, wo die Hündin den runtergedrückt hat?

    Der Hund zeigt das ja nur, wenn ihr nicht in der Nähe seid, so muss er keine Bestrafung befürchten.

    Hier gibt es zwei Wege:

    Entweder der Gegenstand (Couch) bestraft den Hund oder
    der Hund denkt ihr seid nicht in der Nähe, ihr kontrolliert ihn aber unbemerkt und bestraft dann das Verhalten.

    Ich nenn euch mal ein paar Beispiele zu den Punkten (ich weiß ja nicht wie es bei euch baulich aussieht und was bei euch alles möglich ist, vielleicht bekommt irh ja dadruch einen Anreiz und kommt selber auf eine individuelle Lösung).

    Der Gegenstand ansich bestraft: Entweder man drapiert alles so, dass der Hund sich erschreckt, wenn er mit dem Gegenstand agiert (z.B. Lustballon in Mülleimer dadrunter eine Schebe Salami und eine reizzwecke, sobald der Hund den Kopf in den Mülleimer steckt und rumrandaliert, explodiert der Luftballon) oder ich inszeniere etwas so, dass ich aus einem anderen Zimmer den Hund erschrekcne kann (im Flur sind Schuhe, Hundi geht daran, ich stelle vorher leere Konservendosen übereinander mit einer Strippe in die Nähe, sobald Hundi an den Schuh geht, was ich z.B. mit einem Spiegel beobachten kann, zieh ich an der Strippe, und die Dosen scheppern).

    Halter bestraft den Hund, obwohl Hund denkt, der ist gar nicht da:

    Ihr legt ein Babyfon (dem Empfänger ins Zimmer), ihr habt den Sender und beobachtet den Hund u7nbemerkt (Spiegel, fenster, Webcam), sobald er auf die Coch will, sprecht ihr in das Babyfon rein (AUWEIA, RUNTER VON DER COUCH!), ihr seid nicht anwesend, aber eure Stimme :hust:

    Oder jemand versteckt sich unbemerkt in einem Schrank in der Nähe und springt meckernd raus, wenn er drauf hüpfen möchte.

    Bei allen Sachen ist wichtig, dass der Hund eventuelle Hilfsmittel nicht sieht oder die wieder abgebaut werden (z.B. wenn das Babyfon nicht auf den Tisch liegt, dann können die mich auch nicht anmeckern usw), Hunde sidn ja nicht blöd :lol:

    Bei einer Bleibünbung sind da zwei Faktoren ausschlaggeben:

    1. das der Hund schon längere Zeit sitzen/liegen/stehen bleibt

    2. das er sitzen/stehen/liegen bleibt, wenn du dich enfernst

    Damit du an dem 2. Faktor arbeiten kannst, muss erstmal der erste Faktor (langes sitzen/stehen/liegen) stimmen.

    Dazu hast du Leckerlies griffbereit, bringst deinen Hund mittels Signal/Kommando in die gewünschte Postion, belohnst das mit einem Leckerlie und sagts, bevor er aufsteht, ein Aufhebungswort (z.B. auf, los etc), dadruch denkt er, dass du das Kommando aufgelöst hast und nicht er. Wenn du nichts machst, hebt er das Kommando von alleine auf.

    Der zweite Schritt ist, dem Hund zu zeigen, dass es sich auch lohnt, nach dem ersten Leckerlie weiter in der Postion zu verharren. Dazu gibst du direkt nach dem ersten ein zweites Leckerlie und danach das Aufhebungswort.

    Das baust du immer weiter aus, indem du ihm ein Leckerlie nach dem anderen ins Mäulchen steckst, aber nur, wenn er in der Postion bleibt.

    Dann ziehst du den Intervall der Belohnungshäppchen langsam (in sekundentakt) in die Länge.
    Irgendwann kann dein Hund 1/2-1 Minute oder länger in der Position verharren.

    Jetzt erst arbeitest du an Faktor 2!

    Du stehst vor deinem Hund, gibst ihn ein Kommnado/Signal, wenn er das ausführt, belohnst du das sofort mit einem Leckie.
    Mittels Körpersprache (Hand zum Stopsignal) signalisierst du ihm, dass er dort bleioben soll und machst nur einen Ausfallschrit nach hinten (das ist kein ganzer Schritt eher ein nach hinten lehen), kommst sofort zurück und belohnst das.

    das machst du merhmals, dann machst du einen ganzen Schitt, weider wiederholen, dann zwei usw.

    Erst langsame Schritte nach hinten udn zur Seite. Dann die gleiche Strecke etwas schneller. dann läufst du auch mal seitwärts, damit du Hundi nicht direkt anguckst, irgendwann drehst du dich mal ganz um.

    Immer nur an einem Faktor arbeiten. Faktoren wären: zeit, Entfernung, Schnelligkeit der Bewegung, Richtung der Bewegung usw.

    Wichtig: aufhören, wenn es ab besten klappt, das merkt sich dann der Hund.

    Wenn Hundi aufsteht, sagts du "schade" und führst ihn wieder zum platz zurück. Wenn dein Hund liegt von unten Belohnen, sonst steht er vielleicht auf.

    Viel Spass! :smile:

    Zitat


    Ich habe mal gehört, dass bei solchen Abhauproblemen und zu anderen Hunden Gerenne, eine Kastration Abhilfe schaffen könnte, weil die dann von Haus aus nicht mehr so wild sind und auf andere Hunde abgehen. Stimmt das?

    Nein, das stimmt nicht!

    Wenn dein Hund aufrgrund hormoneller Prozesse aggressiv zu anderen Rüden wäre, dann vielleicht, ist aber hier nicht der Fall-

    Das Problem seh ich einmal, dass die Schleppleine ein Hilfsmittel ist und wahrscheinlich bei euch nicht abgebaut wurden (das erklärt, warum er an der Schleppi 1A hört, ohne aber nicht).

    Das zweite Problem seh ich in dem anderen Hund (Chicco), bevor er da war, war deine Aufmerksamkeit zu 100% auf deinen ersten Hund (Snoopy), jetzt musst du das zwischen beiden aufteilen, das merkt dein Snoopy und denkt, dass er jetzt mehr Grenzen austesten kann.

    Das du die Begleithundeprüfung abgelegt hast find ich super :gut:

    Leider spiegelt das für mich nicht den Alltag von Hund und Halter wieder und kann deswegen nicht als Massstab genommen werden ;)

    Wo schreibe ich, dass man immer wieder weggeht?

    Wenn ich weggehe, wenn der Hund die Distanz als okay empfindet, wird der Hund das Weggehen auch nicht als Flucht empfinden.

    Wo schreibe ich, dass ich immer wieder von Vorne anfange?

    Von Vorne fange ich an, wenn Mensch nen Fehler gemacht hat. Das sollte aber eigentlich gar nicht passieren, wenn man das Training richtig plant.

    Und was du beschreibst ist Flooding und ich habe schon mal erwähnt, dass es bei sensiblen Hunden nicht funktioniert........

    Ich hab auch nicht gesagt, dass man Umwege geht, wenn der Hund sich anspannt.....man geht so große Umwege, dass der Hund nicht drauf reagiert, wenn ich nicht trainere, wenn ich trainere, dann gehe ich so nah ran, dass der Hund noch gelassen bleiben kann.

    Aha, was du für ein Altagsgeräusch empfindest ist anscheinend keines für den Hund aber etwas ungewöhnliches und hat nichts mit Altagsdingen zu tun (in meinem Altag endet nicht jeder Abend mit einem Feuerwerk, nicht jeden Mittag machen Kinder bei mir einen Höllenlärm.....)

    Außerdem scheint der Hund druch Silvester schon Sensibilisiert worden zu sein (das lauter stellen des Fernseher ist nur Managment gewesen und keine Lösung) und reagiert auf ähnliche Geräusche genauso.